Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 15. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

26. Juni: »Des Kaisers neue Kleider« reloaded

Die spektakuläre Pleite des Finanzdienstleisters »Wirecard« aus Aschheim bei München ist auch ein Gesprächsthema im Irrenhaus. Es herrscht die Meinung vor, so ein Ereignis falle nicht vom Himmel. Im Übrigen verschwinde Geld nicht einfach, vorliegend in einem Kassenloch von 1,9 Milliarden Euro. Geld, so laute eine alte Geschäftserfahrung, »wechselt immer nur den Besitzer«.

Unbestritten handelt es sich um einen der größten Wirtschafts- und Betrugsskandale seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. »Wirecard« hat seinen Aktionären rund 20 Milliarden Euro Verluste eingebracht. Der Name »Wirecard« stand aber auch für alles, was Politiker wie Angela Merkel und ihr gut genährter Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) dem Volk jahrelang als zukunftsweisend angepriesen haben: Neue, am besten grüne Formen des Wirtschaftens und alles nur noch digital. Geld, so hieß es immer wieder, verdiene man heute am Laptop.

Aktionären und Wirtschaftsprüfern wurden bei »Wirecard« jedenfalls Umsätze vorgetäuscht (=vordigitalisiert), die es nie gegeben hatte. Und wieder einmal hat sich die alte Erfahrung bestätigt: Je prekärer die Lage eines Hochstaplers, desto höher seine (digitalen) Luftschlösser!

Wie im Märchen von »Des Kaisers neue Kleider« wollte niemand sehen, dass das angeblich zukunftsweisende Geschäftsmodell gar keines war. Niemand fragte nach den Kunden von »Wirecard«, die angeblich hohe Summen zahlten; und alle glaubten die Mär von den Konten mit zwei Milliarden Euro ausgerechnet auf den Philippinen. Der »Wirecard«-Skandal ist allerdings auch das Versagen staatlicher Institutionen wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)!

25. Juni: Irrer geht’s immer!

Ein Asylbewerber hat Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialhilferecht, auch wenn er sich durch ein sogenanntes offenes Kirchenasyl einer Abschiebung entzogen hat. »Offenes Kirchenasyl ist kein Rechtsmissbrauch«, teilte das Hessische Landessozialgericht diese Woche mit. Die Richter urteilten allen Ernstes: Sei ein Asylbewerber (Asylbetrüger) 18 Monate ohne wesentliche Unterbrechung in Deutschland und verschleiere seinen Aufenthaltsort nicht, stehe ihm umfangreiche Sozialhilfe zu. (Az. L 4 AY 5/20 B ER)

In dem vorliegenden Fall war ein Äthiopier im Juni 2015 nach Deutschland eingereist. Sein Asylantrag sei abgelehnt und die Abschiebung nach Italien angeordnet worden. Im Juli 2016 ging er ins Kirchenasyl einer Frankfurter Gemeinde. Im Oktober vergangenen Jahres beantragte er Stütze, weil er mehr als 18 Monate in Deutschland lebte. Dies habe die Stadt abgelehnt. Zu Unrecht, wie das Landessozialgericht entschied.

Das Gericht wies darauf hin, dass Kirchenasyl von den Behörden respektiert werde und in der Regel keine Abschiebung in den Kirchenräumen erfolge. Ein Rechtsmissbrauch vom Asylbewerber liege nicht vor, da eine Abschiebung weder rechtlich noch tatsächlich unmöglich gewesen sei. Die Ausländerbehörde habe zu jeder Zeit den Aufenthaltsort des Mannes gekannt. Der Beschluss des Gerichts ist unanfechtbar.

Unfassbar: Wer sich durch sog. Kirchenasyl seiner Abschiebung entzieht, hat dennoch Anspruch auf Stütze vom Steuerzahler

24. Juni: Rumo(h)ren in Oberfranken

Rassismus-Alarm jetzt auch im oberfränkischen Coburg: Weil ein Mohr das Stadtwappen ziert, drehen linksgrüne Sittenwächter durch! In einer Petition fordern rund 2.000 Unterzeichner, die Stadt solle ihr Jahrhunderte altes Wappen ändern. Die Initiatoren kritisieren die Darstellung eines dunkelhäutigen Menschen mit dicken Lippen und großem Ohrring als ein »höchst rassistisches Überbleibsel der Kolonialzeit«. Dabei ist der Mohr eigentlich gar kein Mohr. Noch weniger hat er mit der »Kolonialzeit« zu tun.

Die oberfränkische Stadt Coburg soll sich von ihrem Schutzpatron im Stadtwappen distanzieren, so linksgrüne Aktivisten

Wie wir auf der Internetseite der Stadt Coburg erfahren, handelt es bei dem Corpus Delicti um einen General aus Ägypten. Er wurde im Jahr 285 enthauptet, weil er sich zum christlichen Glauben bekannt hatte. Über Umwege avancierte der Mann dann zum Schutzpatron der Stadt. Wahrscheinlich, weil sich Coburg von den umliegenden Städten unterscheiden wollte, die größtenteils den Meißner Löwen im Wappen führten. Außerdem habe der zum Schutzpatron avancierte Konvertit ganz anders ausgesehen als die im Stadtwappen gezeigte Person. Der General sei allerdings aufgrund seines Namens (Mauritius) von Künstlern des Mittelalters als Schwarzafrikaner gezeichnet worden.

Mal ganz abgesehen davon – wie heißt es doch so schön im »Struwwelpeter«, ihr linksgrünen Rassisten: »Und lasst den Mohren hübsch in Ruh! Was kann denn dieser Mohr dafür, dass er so weiß nicht ist, wie ihr?«

23. Juni: Der böse Mensch von Lambaréné

Ludwig Philipp Albert Schweitzer (1875–1965), auch bekannt als der »gute Mensch von Lambaréné«, war ein deutsch-französischer Mediziner und Humanist. Der Urwaldarzt gründete im zentralafrikanischen Dschungel von Gabun ein Krankenhaus. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis zuerkannt. In Deutschland sind Hunderte Straßen, Plätze und Krankenhäuser nach ihm benannt. Wahrscheinlich müssen sie im Zuge der Rassismus-Pandemie sämtlich umbenannt werden. Denn von Albert Schweitzer sind folgende Sätze überliefert:

»Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind. Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und sie die Unterlegenen. Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören. Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.«

Ein Schelm, der dabei an so manches denkt in diesen Tagen …

Albert Schweitzer (1875-1965) lebte sein Leben für die Menschen in Afrika. Auch ein Rassist?

Seiner Zeit weit voraus:

Albert Schweitzer würde AfD wählen!

Dr. Albert Schweitzer (1875-1965), der »gute Mensch von Lambaréné« – er lebte sein Leben als Arzt für die Menschen in Afrika. Unermüdlich wollte er ihr Bestes und ahnte doch, dass gut gemeint nicht immer gut getan war. Hunderte Straßen, Plätze und Krankenhäuser sind in Deutschland nach diesem großen Humanisten benannt, der nach heutigen Maßstäben ein »Rassist« wäre. Der Friedensnobelpreisträger von 1952 würde wahrscheinlich AfD wählen – er wusste, warum.

22. Juni: Christlich-Soziale Unterwerfung

Im Irrenhaus steppt der Bär im Kettenhemd: Die CSU, die Partei der Christlich-Sozialen Unterwerfung, hat sich für ihre Kritik an der ›taz‹-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah (der/die/das Dicke) entschuldigt. Inhaltlich stehe man zwar zu dem Gesagten, twitterte CSU-Generalsekretär Markus Blume, die Art und Weise sei aber falsch gewesen. »Es darf nie einen Grund geben, Menschen auf die Müllhalde zu wünschen. Unsere Kritik an der ›taz‹ ist richtig, die Form war es nicht. Für Letzteres bitte ich um Entschuldigung.«

Zuvor hatte die CSU auf ›Twitter‹ ein Bild mit gewalttätigen Linksextremisten geteilt. In der Mitte war auch ein Foto Yaghoobifarahs zu sehen mit der Schlagzeile »Polizei vor linker Hetze schützen« und dem Vorwurf »Sie will Polizisten als Abfall auf Müllhalde entsorgen«. Dazu kommentierte Blume: »Die hässliche Fratze der hasserfüllten Linken in Deutschland zeigt sich: In der ›taz‹ sollen Polizistinnen und Polizisten wie Abfall auf der Müllhalde entsorgt werden. Das ist schäbig und niederträchtig!«

Kurz nach Veröffentlichung des Tweets empörten sich mehrere sogenannte Journalisten in den sozialen Netzwerken. So warf ein Herr Julius Betschka vom Berliner ›Tagesspiegel‹ der CSU vor, »gegen eine Journalistin mit Migrationshintergrund aufzustacheln« und im »Internet zur Jagd auf einzelne Journalisten blasen«. Das sei »Wahnsinn«. Auch der links unterwanderte Deutsche Journalistenverband hielt der CSU vor, »gegen einzelne Journalist*innen zu hetzen«. Die CSU löschte daraufhin ihren Tweet.

Wie oft sich Franz Josef Strauß seither wieder einmal in seiner Gruft die Haare gerauft hat, ist nicht bekannt.

(Quelle: https://twitter.com/MarkusBlume/status/1273646661441650689)
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