Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 15. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

3. Juli: Schöner wohnen

Nicht nur in Berlin wird für die Gäste gebaut, wie das Irrenhaus sich gestern beehren durfte anzuzeigen. Auch im Norden der Republik kommt das Projekt »Schöner wohnen« gut voran. In Norderstedt bei Hamburg entstehen vier neue, nach feiner hanseatischer Art verklinkerte Häuser für sogenannte Flüchtlinge. Auf der ›Facebook‹-Seite des AfD-Stadtverbandes Norderstedt erfahren wir mehr: »Die ersten ›Flüchtlingsunterkünfte‹, oder sollte man besser sagen ›Luxusappartements‹, werden Ende kommenden Jahres fertiggestellt. Balkon, Terrasse, komplett eingerichtet mit Küche und Bad und Tiefgaragenabstellplatz fürs Auto – Herz was begehrst du? Der Spaß soll 25 Millionen kosten.«

Michael Wiedemann, Vorstandsmitglied im AfD-Stadtverband Norderstedt, fragt sich: »Wie kommt sich bei diesen Plänen der Stadt eine Norderstedter Familie vor, die mit Kurzarbeit kämpft, vielleicht von Kündigung des Arbeitsplatzes bedroht ist oder in Zeiten von Corona nicht weiß, wie es in den nächsten Wochen und Monaten mit Ihnen weitergehen soll?«

Tja, lieber Herr Wiedemann: Wie mag sich diese Familie wohl vorkommen? Verarscht von vorne bis hinten, vermuten wir mal ganz stark.

Wohnungsnot? Aber nicht doch: Am Buschweg in Norderstedt bei Hamburg entstehen für 25 Millionen Euro Wohnungen vom Feinsten. Leider nicht für Deutsche

2. Juli: Für die Gäste nur das Beste!

Jeannette Auricht sitzt für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus (Landesparlament). Dieser Tage besuchte sie die Baustelle für neue sogenannte Flüchtlingsunterkünfte in der Zossener Straße im Stadtteil Hellersdorf. Hier baut die stadteigene »Gesobau« 42 neue Zwei- bis Sechs-Zimmer-Luxuswohnungen mit Größen bis zu 142 Quadratmeter. Nicht für Familie Schultze oder Meier, sondern ausweislich des Bauschilds für »geflüchtete Menschen«. Zur gleichen Zeit kann eine dringend benötigte Erweiterung der »Kiekemal-Grundschule« in Mahlsdorf aus Geldmangel nicht realisiert werden. Die Schule ist völlig überbelegt und platzt aus allen Nähten. Von Schimmel, kaputten Dächern, dem Kloakengestank und bröckelnden Putz an anderen Berliner Schulen gar nicht erst zu reden. Für den rot-grün-stasiroten Senat (Landesregierung) von Berlin gilt: Refugees first – für die Merkel-Gäste nur das Beste!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUtbm9jb29raWUuY29tL2VtYmVkLzc5YndEdlIzelBVIiB3aWR0aD0iNTYwIiBoZWlnaHQ9IjMxNSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT48L3A+

1. Juli: Erwiesen! Corona geht wirklich aufs Hirn

Irrer geht’s nimmer? Irrer geht’s immer! Es gebe zwar keine Hinweise, dass sich Menschen bei Haustieren anstecken können, sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Trotzdem soll der Bundesrat am 3. Juli eine Meldepflicht für mit dem Coronavirus infizierte Haustiere beschließen. Weltweit gibt es laut Klöckner angeblich 15 gemeldete Infektionen mit dem Coronavirus bei von Menschen gehaltenen Tieren. Kurzum: Auch Haustiere könnten sich mit Covid-19 infizieren. Das hätten Laboruntersuchungen ergeben. Daher sollen jetzt auch Tierärzte Infektionsfälle an die Behörden melden.

Grund zur Panik bestehe jedoch nicht, versichert der Ulmer Tierarzt Ralph Rückert. Denn Tiere können nach seinen Angaben das Virus gar nicht auf Menschen übertragen. Allerdings könnten Halter ihre Tiere anstecken – und die Tiere auch einander. Aber nicht jede Tierart sei gefährdet, doch bei Katzen und Frettchen bestehe »durchaus ein Risiko«. Das allerdings sei gering. Und, soweit bekannt, haben alle Stubentiger die Infektion ohne bleibende Schäden weggesteckt (so sie denn überhaupt je infiziert waren).

Bleibt nur noch die spannende Frage: Wann kommt die Maskenpflicht auch für Hunde und Katzen? »Ich glaub, mein Hamster bohnert«, mag sich so mancher unserer Vierbeiner angesichts dessen denken, was kranke Politikerhirne so ausbrüten.

Werden Hunde und Katzen die nächsten Opfer der Corona-Hysterie?

30. Juni: Grüne Räterepublik

Ein »Diversitätsrat« soll bei den Grünen künftig auf innerparteiliche Vielfalt achten. Laut einem neuen »Vielfalt-Statut« sollen die »vielfältigen Perspektiven der gesamten Gesellschaft« künftig auch innerhalb der Partei abgebildet werden. »Die Repräsentation von diskriminierten Gruppen mindestens gemäß ihrem gesellschaftlichen Anteil auf allen Ebenen ist unser Ziel«, heißt es darin.

Das neue Grünen-Statut bildet die Grundlage für einen Antrag, den der Bundesvorstand im November bei der Bundesdelegiertenversammlung einbringen will. Darin sind Regeln formuliert, die u. a. vorsehen, dass Präsidien in Versammlungen »divers« besetzt werden. Insbesondere bei der Wahl von Referenten für Veranstaltungen oder bei bezahlten Stellen soll auf »Diversität« geachtet werden. Der »Diversitätsrat« werde die Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, der Fraktionen und den Landesverbänden koordinieren, heißt es laut Pressemitteilung.

»Nach wie vor sind viele gesellschaftliche Gruppen unterrepräsentiert und brauchen eine vernehmbare Stimme, auch in der Politik. Diese Anforderung richtet sich auch an uns als Partei«, wird Grünen-Chef Robert Habeck zitiert.

Na, dann »ratet« mal schön!

Die Grünen kommen ihrem Ziel einer “Räterepublik” immer näher – zumindest innerparteilich

29. Juni: Happy Birthday, CDU!

Wie keine andere Partei hat die CDU die Bonner Republik geprägt. Alles in allem war es nicht nur der bürgerfreundlichste Staat der deutschen Geschichte; es war auch der Staat, in dem Demokratie noch mit schwerem Säbel ausgefochten wurde. Die Duellanten hießen Konrad Adenauer (CDU), Herbert Wehner (SPD), Franz Josef Strauß (CSU), Willy Brandt (SPD), Alfred Dregger (CDU), Helmut Schmidt (SPD). Ausgestorbene Polit-Dinos, die sich respektierten und nichts schenkten. Diesen Staat gibt es nicht mehr. Auch das hat die CDU geschafft.

Die CDU hat mit der Volkspartei, die sie einmal war, nichts mehr gemein. Ihre aktuell hohen Zustimmungswerte sind viral. Sie sind mit dem Virus gekommen und werden mit dem Virus wieder verschwinden. Den letzten Beweis dafür, dass sich die CDU selbst abgeschafft hat, liefert sie in diesen Tagen mit einem erschütternden Video anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens (26. Juni).

»75 Jahre: Der Film«, heißt der schnell geschnittene 120-Sekunden-Clip. Er beginnt mit staatstragender Selbstbeweihräucherung: Westbindung, Aufbaujahre, Wirtschaftswunder, Wiedervereinigung. Mitten im Video dann die zentrale Botschaft in Gestalt einer unterwürfigen Huldigung an den Zeitgeist der Diversität: »Wir wissen: Wir haben die Zeichen der Zeit nicht immer gleich erkannt.«

Zwei lachende (verheiratete) Männer mit »Tochter« werden eingeblendet; zwei Jungs, die verliebt auf einem Bett liegend Händchen halten und sich verträumt in die Augen schauen; Familien mit Menschen aller Hautfarben sind zu sehen. Wie eine nur noch lästige Pflichtübung rundet eine traditionelle deutsche Familie (weiß) mit Vater, Mutter, zwei Kindern und Großeltern das neue Gesellschaftsbild der Union ab.

***

Helmut Kohl (CDU) hat einmal gesagt: »Der Zeitgeist weht heute hierhin und morgen dorthin; und wer sich nach ihm richtet, wird vom Winde verweht.« In diesem Sinne: Happy Birthday, CDU! Feiert mal schön den eigenen Untergang.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUtbm9jb29raWUuY29tL2VtYmVkL3RjWnpqRkVURkVFIiB3aWR0aD0iNTYwIiBoZWlnaHQ9IjMxNSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT48L3A+

Drucken