Das Irrenhaus-Tagebuch 50

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. und hoffentlich letzten Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«.

17. November: Lange Beine, kurze Beine
»Erfurts längste Beine« gehören der Frauen-Volleyballmannschaft von Rot-Weiß-Erfurt. Die Sportlerinnen zeigen sie auch stolz im schicken Abendkleid auf einem Plakat, das in der ganzen Stadt hängt und gut ankommt. Nur eine Stadträtin von der »Linken« muss wie auf Knopfdruck »Sexismus« schreien und die Damen belehren, dass sie da mal wieder irgendwie »frauenfeindlich« ausgebeutet wurden, obwohl ihnen die Aktion mächtig Spaß gemacht hat. Vielleicht spricht aus der wütenden Kommunistin aber auch nur der blanke Neid, weil sie mit den langbeinigen Volleyball-Mädels eben einfach nicht mithalten kann. Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine.

18. November: Kabel-Chaos
Am neuen Berliner Hauptstadtflughafen BER läuft noch immer nichts. Außer Reparaturarbeiten natürlich, kaputt geht die Bauruine nämlich auch unbenutzt. Jetzt müssen die vor acht Jahren verlegten Kabel für die südliche Startbahnbeleuchtung ausgetauscht werden, weil die Kabelschächte unter Wasser stehen. Kostet mal eben zehn Millionen Euro, Kleingeld eigentlich verglichen mit den bereits versenkten Milliarden. Seinem Ruf als größte Comedy-Bühne und teuerster Gag-Lieferant der Republik macht der BER mal wieder alle Ehre.

19. November: Berliner Mauerbauer
Bleiben wir in der Hauptstadt, dem »failed state« mit Regierungssitz, wo man sich auch mit Mauern ganz gut auskennt. Ein Prachtexemplar entsteht gerade rund um den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, wo vor zwei Jahren der Islam-Terrorist Anis Amri mit einem Sattelschlepper arglose Advents­gäste massakriert hatte. Metallpoller, Betonsockel und über hundert verschraubte Riesen-Gitterkörbe, gefüllt mit großen Sandsäcken, sollen die »Glühweinfestung« uneinnehmbar machen. Kostet das notorisch klamme Land Berlin schlappe 2,6 Millionen Euro. Die anderen Berliner Weihnachtsmärkte – es gibt Dutzende – müssen ihre Absperrungen selber zahlen, sprich: ihre Besucher dafür zur Kasse bitten. Verbarrikadierte Innenstädte statt gesicherter Außengrenzen – willkommen im Merkel-Land.

20. November: Filtermännchen
Keine Idee ist so blöd, dass sich nicht doch ein Grüner findet, der für ihre Realisierung kämpft. Am Niederrhein fordern militante Nichtraucher und Helikoptereltern, die vorweihnachtlichen Hefeteigmänner, die »Stutenkerle«, doch bitte künftig ohne die obligatorische Tonpfeife zu backen. Und Roland Peuschel von der »Grünen Liga Westsachsen e.V.« schimpft, dass die traditionellen »Räuchermännel« aus dem sächsisch-böhmischen Fichtelgebirge Feinstaub in die Wohnzimmer ausstoßen wie ein »Stink-Diesel«, und fordert obligatorische »Rußfilter«. Ist ja auch gemeingefährlich wie ein Kohlekraftwerk, so ein schmauchender Holzkerl. Ob die Probleme, die grüne Aktivisten so beim Nachdenken haben, auch von zu viel Feinstaub kommen, wissen wir leider nicht.

21. November: Diesel-Gasherde
Es musste erst Diesel-Fahrverbote hageln, bis die Stromlinienmedien mal Wissenschaftler befragten. Weil die Weltgesundheitsorganisation keinen anderen Beleg für Gesundheitsgefahren durch Stickoxide auch bei geringen Konzentrationen finden konnte, ließ sie einfach die Emissionen alter Gasherde schätzen und bastelte daraus einen erlaubten Höchstwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, erläutert der Arzt und Biochemiker Alexander Kekulé in den ›Stuttgarter Nachrichten‹. Mit diesem Grenzwert als Keule exekutieren Politik und Gerichte gerade die deutsche Auto­industrie. Die Landesregierung habe die EU-Grenzwerte nicht zu bewerten, rechtfertigt sich das Verkehrsministerium. Früher hieß die Ausrede: Ich konnte nichts machen, ich hatte meine Befehle.

22. November: Ausgebremste Tafel
In Essen steht die »Tafel«, die 22.000 Bedürftige mit gespendeten Lebensmitteln versorgt, vor dem Aus. Vor einiger Zeit verhängte ihr standhafter Chef Jörg Sartor einen zeitweisen Aufnahmestopp für Asyl-Zuwanderer, damit sich »die deutsche Oma wieder hertraut«. Jetzt kommt die Oma wieder, aber die Lebensmittel werden bald wegbleiben, weil die Tafel mitten in einer Diesel-Fahrverbotszone liegen und ihre alten Kühllaster nicht die Normen erfüllen. Die Autohasser-Lobby feiert Sieg auf Sieg, die Zeche für ihre Hypermoral zahlen wie immer die Kleinsten, und oft die allerärmsten.

Im alten Rom hätte Andrea Nahles (SPD) ihren Friesenwallach »Sibby« wahrscheinlich zum Senator ernannt

23. November: Geschichten vom Pferd
Darauf haben wir gewartet: Der Bundestag hat jetzt einen »Parlamentskreis Pferd«. Mit dabei: Das oberste Sozi-Schlachtross Andrea Nahles. Dass die SPD als ehemalige Kleine-Leute-Partei im Steil­absturz ganz andere Sorgen haben müsste als die Aufmerksamkeitsdefizite elitärer Pferdefreunde, lässt Nahles nicht gelten: Immerhin gebe es in Deutschland vier Millionen Reiter. Eine Marke, der sich auch die Wählerschaft der SPD zügig annähert. Denen kann die Kavalleriechefin jetzt weiter einen vom Pferd erzählen. (fh)

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