Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

16. August: Reich ist nur der Scheich

Der »Hauptmann von Köpenick« lässt grüßen: Im Hamburger Luxuskaufhaus »Alsterhaus« klingelt das Telefon. In englischer Sprache kündigt eine Frauenstimme an, gleich werde »ein milliardenschwerer Scheich« das Kaufhaus beehren. Er wolle »große Einkäufe« tätigen, vor allem für seine Ehefrauen. Er würde sich freuen, am Haupteingang angemessen begrüßt zu werden.

Kurz darauf hält tatsächlich ein Geländewagen vor dem Luxus-Modetempel. Dem BMW entsteigt ein Herr, der tatsächlich aussieht wie ein betuchter Scheich. In seiner Begleitung befinden sich drei »Ehefrauen« – alle voll verschleiert und Designerhandtaschen (Fakes?) am Arm. Es wartet bereits ein vierköpfiges Empfangskomitee, um den Kunden aus dem vermeintlichen Morgenland gebührend zu begrüßen. In untertänigster Unterwerfung kuscht das Personal, wagt es nicht, den frauen- und schwulenfeindlichen Sprüchen des »Scheichs« zu widersprechen.

Wenig später wird klar, dass hinter dieser Aktion in der Hamburger Filiale der KaDeWe-Gruppe der Fashion-Blog »Dandy Diary« (Themen: »Männer, Mode, Trends«) steckt. Immer wieder startet »Dandy Diary« provozierende Aktionen, um auf Missstände in der Welt der Mode aufmerksam zu machen. Die »Köpenickiade auf Arabisch« sollte aufdecken, dass die Mitarbeiter eines Luxuskaufhauses bereit sind, alle ethischen und moralischen Grundsätze, die sonst den Klima-Deutschen heute heilig sind, über Bord zu werfen, wenn es um den Umsatz und ein erhofftes Bakschisch geht. Gefilmt wurde die Alster-Posse mit mehreren Mini-Kameras, die in den Brillengläsern der »Gäste aus dem Morgenland« waren. Doch sehen und lachen oder weinen Sie je nach Befindlichkeit selbst.

16. August: Flughafen-Puff

Dazu fällt selbst den Hartgesottensten im Irrenhaus nichts mehr ein: Der Bürgermeister des Berliner Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), hat vorgeschlagen, das Gelände des ehemaligen Flughafens »Tempelhof« auch für Prostituierte freizugeben. Er schlägt vor, sogenannte Verrichtungsboxen auf der im Herzen der Hauptstadt gelegenen Migranten-Freizeitoase zu errichten. Auch die Bürgermeisterin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), ist dafür. Allerdings sollten die Boxen nicht allzu groß sein, sodass sie nur von Frauen, deren Freier per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, genutzt werden können. Der rot-rot-grüne Berliner Senat hat bereits einen »Runden Tisch Sexarbeit« eingerichtet, der »ein Handlungskonzept zur Verbesserung der Rechte und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden in Berlin« erarbeiten soll. Im Irrenhaus steppt der Berliner Bär im Kettenhemd!

»Tempelhof« als Großbordell: Stephan von Dassel (Grüne), Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, will’s möglich machen

15. August: Seehofers Mondfahrt

Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit großem Tamtam abgeschlossenen sogenannten Rückführungsabkommen werden zu einer reinen Farce. 2018 hatte die Bundesregierung mit Griechenland ein Abkommen zur Rücknahme von »Flüchtlingen« abgeschlossen. Nun hat ein abgeschobener Afghane geklagt – und wenig überraschend recht bekommen. Der »Schübling« (Amtsdeutsch) muss nach Deutschland geholt werden. Mai 2019: Ein Afghane wird in Bayern von der Bundespolizei kontrolliert und anschließend befragt. Er war mit einem Zug aus Österreich gekommen. Die Beamten stellten fest, dass es zu dieser Person in ihrem Online-System bereits einen »Eurodac-1-Treffer« gibt. Konkret: Der Afghane hatte bereits in der EU einen Asylantrag gestellt, vorliegend in dem laut Dublin-Abkommen EU-Einreiseland Griechenland. Die Beamten entschieden schnell: Innerhalb eines Tages wurde der Afghane nach Griechenland zurückgeführt. Rechtliche Grundlage war besagtes Rückführungsabkommen. Der Fall des Afghanen landete vor dem Verwaltungsgericht in München. Und zum ersten Mal hat jetzt ein deutsches Gericht entschieden: Ein Migrant, der im Rahmen des Verwaltungsabkommens nach Athen ausgeflogen wurde, muss wieder aus Griechenland zurückgeholt werden. In der Asylindustrie knallen die Sektkorken. Der Richterspruch schafft einen Präzedenzfall mit Blick auf alle anderen Rückführungsabkommen. Geradezu absurd: Dieser Eilbeschluss ist (wie alle Eilbeschlüsse im Asylverfahren) unanfechtbar. Die unterlegene Seite – also der deutsche Steuerzahler – darf keine Rechtsmittel einlegen. Die endgültige Entscheidung ist der Entscheidung »in der Hauptsache« vorbehalten. Bis dahin aber dürfte noch viel Wasser die Isar hinunterfließen. Konkret führt der jetzt bekannt gewordene Beschluss des Münchner Verwaltungsgerichts dazu aus: »Die Antragsgegnerin (gemeint ist die Bundesrepublik Deutschland, die Red.) wird verpflichtet, auf Kosten der Antragsgegnerin (gemeint ist der Steuerzahler, die Red.) umgehend darauf hinzuwirken, den Antragsteller wieder nach Deutschland zurückzuführen und ihm die vorläufige Einreise nach Deutschland zu gewähren.« Welcome back!

Dumm gelaufen für Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU): Sein Rückführungsabkommen mit Griechenland verkommt zur Farce

14. August: Neues vom BER

Zweifelsohne ist der noch immer der Inbetriebnahme harrende Hauptstadtflughafen BER schon jetzt der klimafreundlichste Airport der Welt. Das soll er auch bleiben. »Wir werden dazu eine konkrete Strategie entwerfen«, kündigte Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup an. »Unser Ziel ist, dass der BER im Jahr 2050 klimaneutral operiert.« Mehr Elektrofahrzeuge, Solarenergie und Biogas könnten nach Unternehmensangaben dazu beitragen. Damit solle ein Beitrag geleistet werden, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen in Düsseldorf ergänzend mit. Nun, wer weiß: Vielleicht erledigt sich das Problem von ganz allein.

BER: Der klimafreundlichste Airport der Welt

13. August: Disharmonie

Seit dem Jahr 1465 singen im Berliner Staats- und Domchor nur Knaben. Weil ein neunjähriges Mädchen nicht mitsingen darf, muss der Chor jetzt wegen angeblicher Diskriminierung vor den Kadi. Es fehle dem Mädchen an Begabung, argumentiert der Chor. Die Mutter sieht das anders und hat geklagt. Der groteske Rechtsstreit beschäftigt in dieser Woche die Berliner Justiz. Ihre Tochter fühle sich diskriminiert und sehe ihr »Recht auf Teilhabe« verletzt. Über den Fall soll am Freitag vor dem Verwaltungsgericht verhandelt werden. Es gibt ja nichts, was womöglich dringlicher wäre … Zum Beispiel eine Beschleunigung der anhängigen Asylverfahren.

Der Berliner Staats- und Domchor (Archivbild) sieht sich dem Vorwurf der »Diskriminierung« ausgesetzt

12. August: Altes Rot, junges Grün

Die mächtigen Bezirksregierungen in Berlin finanzieren zahlreiche obskure Vereine, Initiativen und sogenannte Aktionsbüros. Im fast 500 Seiten starken »Bezirkshaushaltsplan Friedrichshain-Kreuzberg 2018/2019« findet sich zum Beispiel auf Seite 398 der unscheinbare Eintrag »Bürgerbeteiligung Stadtteilbüro Friedrichshain: 17.500 €«. Was sich dahinter wirklich verbirgt, enthüllte jetzt der Lokaljournalist Gunnar Schupelius (›BZ‹): »Der grüne Stadtrat will privaten Hausbesitz abschaffen. Er finanziert einen Verein, der Pläne dafür erarbeitet. Dieser Verein beherbergt außerdem noch Aktivisten, die die große Enteignung per Volksentscheid vorbereiten. Mittendrin ein ehemaliger Soldat der DDR-Staatssicherheit, der RAF-Terroristen umsorgte …« So eng sind also die roten und grünen Geflechte im linksgrün versifften Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg verwebt. Es wächst immer mehr zusammen, was zusammengehört! Doch lesen Sie selbst.

Forderungen nach Enteignungen sind in der Hauptstadt en vogue: Ein grüner Stadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg finanziert nun auch mit Steuermitteln einen Verein, der privaten Hausbesitz abschaffen will
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