Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

20. September: Öko-Islam

Was noch fehlte: »Die Energiewende steht schon im Koran!« Das behauptet allen Ernstes die »Islamwissenschaftlerin« Lamya Kaddor (41) in einem Beitrag für das Mainstream-Portal ›t-online‹. Deutschland stehe diese Woche ganz im Zeichen des Klimaschutzes, lesen wir da. »Und was machen die Muslime? Unsere Kolumnistin weiß es: Der Schutz der Umwelt steht schon im Koran.« Doch wollen wir der Autorin nicht vorgreifen. Sie schreibt: »Weltweit engagieren sich Musliminnen und Muslime für die Umwelt. Sie verbreiten die Idee des ›Öko-Islams‹, verweisen auf die Verankerung des Themas im Koran, und sprechen von einer ›grünen Religion‹, die die Gläubigen zu einem harmonischen Leben mit der Natur anleitet. Es gibt sogar Workshops zu Koran und Klima …« Einer der weltweit größten Umweltsünder ist übrigens Indonesien. Allein durch das Brandroden der Urwälder entweichen dort jedes Jahr Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Luft. Ach so: Indonesien ist auch das Land mit der weltweit höchsten Zahl von Muslimen. Doch dies nur am Rande.

Brandrodung in Indonesien: Das Land mit der weltweit höchsten Zahl von Muslimen ist auch einer der weltgrößten Umweltsünder

19. September: Hurra, es brennt!

Peter Turi ist ein deutscher Journalist, der über Journalisten berichtet. Der Herausgeber des Branchendienstes ›turi2‹ ist zugleich eine Art Sittenwächter des sogenannten Qualitätsjournalismus. In einem früheren Leben hätte er wahrscheinlich als Großinquisitor dafür gesorgt, dass jeder, der behauptet, dass die Erde keine Scheibe sondern eine Kugel ist, auf dem Scheiterhaufen landet. Turi denkt und schreibt 100 Prozent Mainstream. Seine Lieblingsfeindbilder sind Trump, Putin und die AfD. Natürlich ist Turi auch »voll klimatisiert«. Wes Geistes Kind er ist, offenbarte er dieser Tage in seinem »Newsletter«. Die brennenden Raffinerien in Saudi-Arabien nannte er »kreative Klimapolitik«. Die Explosionen von Kohlenwasserstoffen und Preisen würden endlich für das sorgen, »was die Bundesregierung seit Monaten vor sich herschiebt: Eine Verteuerung fossiler Brennstoffe.«

Brennendes Ölfeld (Archivbild): Für Peter Turi ist das »kreative Klimapolitik«

18. September: A’zockt is!

An diesem Wochenende startet das Münchner Oktoberfest. Ein großes Geheimnis wird derzeit noch darum gemacht, ob Barack Obama der »Wiesn« einen Besuch abstattet. Der Ex-US-Präsident soll während der Oktoberfestzeit als Eröffnungsredner beim Start-up-Festival »Bits & Pretzels« in München auftreten. Kein Geheimnis sind die heuer wieder deftigen Bierpreise. Je nach Festzelt kostet die Maß zwischen 10,80 und 11,80 Euro und ist damit im Schnitt 3,11 % teurer als im Vorjahr. A’zockt is!

Stolze 10,80 Euro bis 11,80 Euro müssen die Oktoberfest-Besucher für eine Maß berappen

17. September: Mann gesucht

Wieder einmal wird »ein Mann« gesucht, ca. 30 bis 40 Jahre alt. Was für ein Zufall aber auch: Er hat »südländisches Aussehen« (Polizei Heilbronn), ist etwa 1,75 Meter groß und schlank, hat schwarze, lockige, etwa zehn Zentimeter lange Haare und trug zur Tatzeit einen Vollbart. Und eine Sonnenbrille. Der Mann spricht selbstverständlich »gutes Deutsch«. Bei seinem Fahrrad handelt es sich um ein Mountainbike. Ach so: Der Mann fuhr am Freitag, 13. September, mit dem Rad auf einem Gehweg und blieb beim Vorbeifahren möglicherweise nicht ganz zufällig an der Handtasche einer Frau hängen. Im Anschluss kam es zum Streit zwischen dem Radfahrer und dem 25 Jahre alten Begleiter der Frau. Die Auseinandersetzung eskalierte und es kam zu Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf der Unbekannte laut Polizei mit einem »spitzen Gegenstand« auf sein Gegenüber einstach. Der 25-Jährige erlitt eine schwere Stichverletzung am Brustkorb und verdankt sein Leben nur einer Notoperation.

Lebensgefährliche Messerattacke in Heilbronn: Die Polizei fahndet nach einem Mann mit südländischem Aussehen

16. September: Hat Söder Alzheimer?

Es ist noch nicht allzu lange her, ein knappes Jahr, da war der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) voll des Lobes über die Grünen. Als »konstruktiv« bewertete er nach der CSU-Pleite bei der Landtagswahl 2018 erste Sondierungsgespräche mit den Grünen. »Menschlich angenehm, manche Gemeinsamkeit, viele gute Ideen ausgetauscht« – so bilanzierte Söder seinerzeit den schwarz-grünen Flirt. In ›Bild am Sonntag‹ lässt er plötzlich kein gutes Haar mehr an Habeck & Co.: »Die Themen Umwelt- und Naturschutz haben die Grünen nicht gepachtet. Das Klima wird es auch noch geben, wenn die Grünen auf diesem Planeten längst nicht mehr aktiv sind.« Und überhaupt: »Die Grünen sind eine Schönwetterpartei. Grün wählen muss man sich leisten können.« Deren Parteichef Robert Habeck müsse noch den Nachweis erbringen, dass er wirtschaftliche Kompetenz besitze. »Ich hätte große Sorge, dass Deutschland unter einem Kanzler Habeck viele Arbeitsplätze verliert und weit zurückfällt«, sagte Söder. »Große Sorge« macht sich auch das Irrenhaus: Leidet der bayerische Ministerpräsident an Alzheimer?

Verwirrt mit widersprüchlichen Aussagen zu den Grünen: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

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