Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

18. Oktober: Vorübergehend verreist

Wenn »Flüchtlinge« Verwandte besuchen möchten, – gerne auch in dem Land, aus dem sie »geflohen« sind – können sie bis zu 20 Tage im Jahr ihrer vom Steuerzahler bezahlten Unterkunft fernbleiben, ohne den Platz zu verlieren. Jedenfalls in Berlin. »Abwesenheiten von bis zu 20 Tagen (werden) nach vorheriger Anmeldung zugelassen. Die Kosten für die Freihaltung des Platzes werden dem Betreiber durch das Landesamt für Flüchtlinge erstattet«, heißt es in dem 2018 in Kraft getretenen Rundum-sorglos-Paket des rot-rot-grünen Senats. Ob diese Bestimmung immer noch Anwendung finde, wollte die ›B.Z.‹ von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (SPD) wissen. Deren Antwort: »Die Regelung über Abwesenheiten gilt, denn auch Asylbegehrende haben selbstverständlich ein Recht darauf, sich frei zu bewegen.«

Was aber kostet so ein Merkel-Gast, wenn er gerade einmal nicht in Deutschland, sondern vorübergehend anderweitig zu Gast ist?

Für eine durchschnittliche Familie mit vier Kindern sind das, rechnete die ›B.Z.‹ nach, 210 Euro pro Tag. In 20 Tagen kämen dann nach Adam Riese 4.200 Euro zusammen. Vom Urlaub »on demand« wird offenbar ausgiebig Gebrauch gemacht, wie aus einer jetzt ergänzend bekannt gewordenen Aufstellung des Berliner »Landesamtes für Flüchtlinge« (LAF) zum Stichtag 5. Juli 2019 hervorgeht:

An diesem Tag waren in der Hauptstadt 88 Unterkünfte mit 27.026 Heimplätzen registriert. Belegt waren aber nur 21.013 dieser Plätze. Das heißt: 6.013 waren frei. Von diesen freien Plätzen waren allerdings nur 3.003 »verfügbar«. Die übrigen 3.010 Plätze waren also im Umkehrschluss nicht verfügbar. Fehlt eigentlich nur noch ein Schild: »Vorübergehend verreist«.

»Flüchtlings«-Wohnheim in Berlin-Lichterfelde: Bis zu 20 Tage im Jahr können die Bewohner ihrer Unterkunft – zum Beispiel für Heimaturlaube – fernbleiben

17. Oktober: Von der Freiheit der Wissenschaften

AfD-Mitbegründer Bernd Lucke versucht nach seinem Ausscheiden aus dem Europaparlament, wieder Fuß in seinem Beruf als Wirtschaftswissenschaftler zu fassen. Das passt einer linken Minorität von politischen Halbkriminellen nicht so recht. Lucke musste am Mittwoch seine erste Vorlesung im neuen Semester an seiner Heimat-Universität Hamburg nach gewalttätigen Protesten abbrechen. Kurz nach Beginn seiner Lehrveranstaltung im Fach Wirtschaftswissenschaften war der Ex-AfD-Politiker von Störern bedrängt und körperlich angegriffen worden. »Nazi-Schweine raus aus der Uni«, skandierte der entfesselte linke Mob. »Antifa«-Schläger und »Omas gegen rechts« stürmten das Podium. Lucke verließ daraufhin das Pult und nahm in den Sitzbänken Platz. Dort wurde er mit Papierkügelchen beworfen. Entnervt verließ Lucke den Campus unter Polizeischutz. Dirk Nockemann, AfD-Fraktionschef in der Hamburgischen Bürgerschaft, nannte die Szenen »unwürdig für den Wissenschaftsstandort Hamburg«. Das ist sehr hanseatisch ausgedrückt.
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16. Oktober: Goldene Zeiten

Weil ein mit Goldfolie beklebter BMW X5 andere Verkehrsteilnehmer blenden könnte, hat die Düsseldorfer Polizei den Wagen erst einmal sichergestellt und den Fahrer wegen Verkehrsgefährdung angezeigt. Ein Gutachter (in der Regel ca. 5.000 Euro) muss jetzt klären, ob der 30-Jährige mit dem goldenen SUV weiterfahren darf. Der Fall in Düsseldorf ist nicht der erste Fall von Glitzer-Tuning. In Hamburg stoppte die Polizei kürzlich den Fahrer eines Gold-Porsches. Der TÜV Rheinland kennt das Phänomen. In einem ähnlichen Fall hatte das Gericht einen TÜV-Experten mit der Expertise beauftragt. Das Ergebnis nach ausführlichen Untersuchungen lautete – wie nach Maßgabe des gesunden Menschenverstandes nicht anders zu erwarten: Die Folierung war nicht zulässig. »Über den aktuellen Fall sagt das allerdings nichts aus«, betont der Experte. Hier müsse einzeln entschieden werden. Goldene Zeiten für die Gutachter-Branche!

Glänzende Aussichten für Gutachter: Gefährden mit Goldfolie überzogene Fahrzeuge (Archivbild) die Verkehrssicherheit?

15. Oktober: Ein Tag in Deutschland

Es sind Bilder von unfassbarer Brutalität, die ein Handyvideo zeigt, mit denen die Kölner Polizei jetzt öffentlich fahndet: Am Abend des 15. September waren etwa 30 Angehörige einer »deutschen« und einer bulgarischen Großfamilie auf einem Spielplatz in Köln-Mülheim aufeinander losgegangen. Nach dem Wurf einer Getränkedose und gegenseitigen Beschimpfungen eskalierte der Streit. Polizisten stellten unter anderem einen Baseballschläger, ein abgebrochenes Tischbein, ein Messer und eine Eisenstange sicher. Ein Mann (41) erlitt Schnittverletzungen, eine Frau (39) und zwei Jugendliche (16 und 15) wurden leicht verletzt. Die Identitäten von 14 weiteren mutmaßlichen Tatbeteiligten stehen fest. Ein Tag, mitten in Deutschland:

15. Oktober: Naturfreunde

Das »Naturfreundehaus« in Langen (Kreis Offenbach) verfügt über 29 Betten in drei Einzelzimmern, fünf Doppelzimmern und vier Mehrbettzimmern. Es bietet »internationale Küche«. Übernachten geht schon ab 19 Euro. Die am Rande eines ausgedehnten Erholungsgebietes gelegene Herberge 20 Kilometer südlich der Mainmetropole Frankfurt nimmt auch Merkel-Gäste auf. Wie zum Beispiel den 32-jährigen Syrer, der mit einem gestohlenen Sattelschlepper fast ein Blutbad im nordhessischen Limburg angerichtet hatte. So kam es denn auch, dass das »Naturfreundehaus« vor einer Woche ungebetenen Besuch erhielt. SEK-Beamte stürmten die Herberge, weil zumindest anfangs ein Terrorverdacht bestand. Das Pächterehepaar des »Naturfreundehauses« beklagt jetzt laut ›ARD‹-»Hessenschau« Schäden »in Höhe von mehreren Tausend Euro«. Gemach: Der Steuerzahler wird’s schon richten!

Ansonsten herrscht weiterhin auffällige Funkstille rund um das Geschehen in Limburg. Lediglich die Junge Union (JU) meldete sich zu Wort: Angesichts von Drogendelikten sowie Gewaltkriminalität, mit denen der syrische Naturfreund schon vor seiner Amokfahrt aufgefallen war, stelle sich »zwangsläufig die Frage, inwiefern es richtig war, dass sich der Täter noch in Deutschland aufhalten durfte«. Nach Paragraf 4, Absatz 2 des Asylgesetzes sei ein Ausländer vom sogenannten subsidiären Schutz ausgeschlossen, wenn er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle. »Aus seiner Vorgeschichte mit Gewaltkriminalität ist durchaus eine Gefahr für die Allgemeinheit abzuleiten«, heißt es in einer Mitteilung der JU Limburg. »Wer als Schutzsuchender kriminell wird, muss nicht weiter geschützt, sondern bestraft und abgeschoben werden. Auch nach Syrien«, so ergänzte der JU-Landesvorsitzende Sebastian Sommer. Nichts anderes sagt übrigens auch die AfD.

Der gekaperte Lkw im Tatort in Limburg: Ein »Naturfreundehaus«, in dem der mutmaßliche Täter zeitweilig Unterkunft fand, erhielt kürzlich Besuch von SEK-Beamten

14. Oktober: Irrenhaus-Spezial

Allein die Nachrichten nur eines Monats reichen für die Klapse: Ein »Klimakabinett«, das es nach der deutschen Verfassung überhaupt nicht gibt, hat bekanntlich umfangreiche Maßnahmen zum sogenannten Klimaschutz beschlossen. Dazu gehört auch eine Ticketsteuer, um den Luftverkehr zu verteuern und zu reduzieren. Für Kurzstrecken und für Flüge in die EU-Staaten soll die neue Steuer drei Euro betragen, bei längeren Flügen bis zu 16 Euro. So weit, so schlecht.

Wenige Tage später geht die Bundesregierung hin und rettet zusammen mit der hessischen Landesregierung die in die Turbulenzen der Thomas-Cook-Pleite geratene Fluggesellschaft Condor mit einem Kredit der deutschen Steuerzahler. Mal eben schlappe 380 Millionen Euro, damit die Condor-Jets weiterfliegen können. Zwischen zwei üppigen Mahlzeiten in einschlägigen Berliner Spesen-Restaurants verweist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) darauf, dass durch den Kredit »viele Arbeitsplätze« der fast 5.000 Jobs bei Condor dauerhaft gesichert werden könnten.

Bloß: Genau diese vom Steuerzahler geretteten Jobs werden durch die Ticketsteuer wieder aufs Spiel gesetzt. Und dem vermeintlichen Klimaschutz dient der – übrigens noch immer unter dem Vorbehalt der Brüsseler Zustimmung stehende – Kredit genauso wenig wie die Leerflüge Bundeswehr-Flugbereitschaft, um Altmaier & Co. von A nach B zu bringen. Trotzdem hat Condor wegen der Vergangenheit im Thomas-Cook-Konzern jetzt Probleme. Am Freitag annullierte die Fluggesellschaft zwei ihrer drei Flüge von Deutschland auf die Badeinsel Djerba. Der Grund: Ein tunesischer Hotelunternehmer versucht, Guthaben beim insolventen Mutterkonzern einzutreiben, indem er Flugzeuge von Condor pfänden will.

Dank eines großzügigen Kredits vom Steuerzahler können die Condor-Jets – vorerst – weiterfliegen
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