Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

1. November: Soll und Haben

Nach der Wahl in Thüringen steht der Einzug der FDP doch wieder auf der Kippe. In einzelnen Wahlkreisen gibt es Korrekturen – sowohl nach unten, wie nach oben. Das amtliche Endergebnis, das am 7. November vorliegen soll, könnte noch so manche Überraschung bringen. Sollte sich das vorläufige Wahlergebnis in Thüringen bestätigen, würde die FDP mit 5,0005 Prozent und damit fünf Stimmen »über den Durst« in den Landtag einziehen. Wie der ›MDR‹ meldet, wurde inzwischen im Saale-Holzland-Kreis festgestellt, dass zehn Stimmen nicht der FDP zugeordnet wurden. Laut der ›Thüringer Allgemeinen‹ meldet der Wahlkreis Weimar II indessen vier Stimmen weniger für die Partei als zunächst ausgewiesen.

Endergebnis am 7. November: Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass der FDP aufgrund von Übertragungsfehlern noch weitere Stimmen verloren gehen und die Partei damit unter die kritische Fünf-Prozent-Marke rutschen könnte.

Möglicherweise bald im Abseits: Die FDP mit ihrem Kandidaten Thomas L. Kemmerich (l) könnte den Einzug in den Thüringer Landtag doch noch verpassen

31. Oktober: Neues vom Schnarcher

Der abgehalfterte Ex-CDU-Europafunktionär Elmar Brok, bekannt vor allem ob seiner gelegentlichen Nickerchen im EU-Parlament, sinniert über einen CSU-Kanzlerkandidaten namens Markus Söder.

Ex-EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU) träumt von Markus Söder (CSU) als nächstem Kanzlerkandidaten der Union

Einiges spreche dafür, »dass die Kanzlerkandidatur so geregelt wird wie schon zweimal in der Geschichte der Union«, sagte Brok dem ›Redaktionsnetzwerk Deutschland‹. Er wies darauf hin, dass 1979 der seinerzeitige CDU-Chef Helmut Kohl zugunsten von Franz Josef Strauß (CSU) auf die Kanzlerkandidatur verzichtet habe und auch Angela Merkel (CDU) 2001 Edmund Stoiber (CSU) bei der Kanzlerkandidatur den Vortritt gelassen habe. »Ich bin davon überzeugt, dass Annegret Kramp-Karrenbauer die Ruhe besitzt, eine ähnliche Entscheidung zu treffen, wenn die Zeit so weit ist«, sagte Brok, bevor er sich wieder für ein Nickerchen hinlegte.

30. Oktober: Das Geisterschloss

Auch für Gästehäuser der Bundesregierung müssen Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gelten. Das findet der Bund der Steuerzahler. Schloss Meseberg in Oberhavel sei teuer und werde kaum genutzt. Deshalb ist es einer von zwei Fällen aus Brandenburg im am Dienstag vorgestellten Schwarzbuch der Geldverschwendung.

Jährlich rund fünf Millionen Euro kostet demnach die Bewirtschaftung des Gästehauses. Das Kanzleramt habe das Schloss von der Münchner Messerschmitt-Stiftung als Eigentümerin gemietet. Von 2015 bis 2018 wurde es jedoch nur an durchschnittlich acht Tagen genutzt. 13 Millionen Euro wurden von der Bundesregierung unter anderem in Sicherheitstechnik investiert.

Wie wäre es mit einer zwischenzeitlichen Verwendung als »Unterkunft« – für Merkels ganz besondere Gäste?

Feudale Geldverschwendung: Schloss Meseberg verschlingt fünf Millionen Euro Steuergelder pro Jahr und wird im Schnitt acht Tage genutzt

29. Oktober: Flaute

Das alte Kampflied der Arbeiterbewegung müsste heute umgeschrieben werden: »Alle Windräder stehen still, wenn Gottes mächtiger Arm es will.« Was machen aktuell die rund 30.000 Windräder hierzulande? Sie verschandeln die Landschaft, kosten Verbraucher und Steuerzahler ein Schweinegeld und tun schlichtweg nichts. Seit Tagen herrscht Flaute. Eine typisch herbstliche Inversionslage mit Hochdruckeinfluss und kaum Luftdruckgegensätzen, also auch kaum Wind, bestimmt unser Wetter. Folge: kein Strom aus Windkraft. Dagegen viel Dunst und Nebel. Schön für herbstliche Waldspaziergänge, aber schlecht für Solarzellen. Denn auch sie können aktuell keinen nennenswerten Beitrag zur Stromversorgung leisten. Wenn nicht Kohlekraftwerke und einige wenige Restmeiler mit Atomstrom die Grundlast in den Stromnetzen stabilisieren würden, sähe es zappenduster in Deutschland aus. Doch zum Glück gibt es ja noch Atomstrom aus französischen Schrottmeilern, gleich auf der anderen Rheinseite.

Die Wind weht, wo er will: Und will er nicht, dann gibt es auch keinen Strom aus Windkraft

28. Oktober: Mein Gott, Walter!

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (im Bild bei der UN-Klimakonferenz 2017) findet warme Worte für die Schulschwänzer von »Fridays For Future«

Genosse Frank-Walter Steinmeier, seines Zeichens Staatsoberhaupt, hat das Engagement der Schulschwänzer-Bewegung für den sogenannten Klimaschutz gelobt. Bei der Verleihung des »Deutschen Umweltpreises« in Mannheim entblödete sich der Bundespräsident nicht, zu behaupten: Thunberg & Co. hätten der Klima- und Umweltpolitik weltweit »einen gewaltigen Schub« versetzt. Sie hätten mit ihren »Fridays For Future«-Protesten daran erinnert, zu welchen ambitionierten Zielen sich die Staatengemeinschaft völkerrechtlich verpflichtet habe. Selten zuvor habe der Schutz von Umwelt, Klima und Artenvielfalt die ganze Gesellschaft so sehr bewegt. Die Schulschwänzer hätten »schon heute Entscheidendes bewirkt«.
Walter der Spalter vergaß natürlich nicht, in seine Klima-Hymne die übliche wohlfeile Konsens-Soße einzurühren: Aus Umwelt- und Klimaschutz dürfe keine »polarisierende Identitätspolitik« werden, keine »Spaltung zwischen den Arbeitnehmern der Autoindustrie und den Blockierern von Straßen, zwischen Landwirten und Naturschützern, zwischen denen, die es sich leisten könnten, und denen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen«.
Zu Letzteren gehört Genosse Steinmeier (seine SPD-Mitgliedschaft ruht nur pro forma) gewiss nicht: Pro Jahr erhält das deutsche Staatsoberhaupt ein Amtsgehalt von aktuell 252.000 Euro. Hinzu kommt ein »Aufwandsgeld« in Höhe von 78.000 Euro. Davon soll der Bundespräsident (muss er aber nicht) beispielsweise die Löhne des Personals bezahlen, das in seiner kostenfreien Amtswohnung den Haushalt schmeißt. Und wenn Steinmeier einmal nicht mehr im Amt ist, bekommt er weiterhin einen sogenannten »Ehrensold« in Höhe seiner letzten Amtsbezüge – lebenslang!

25. Oktober: NRW schafft Goethe ab

Ab 2021 soll Goethes »Faust I«, eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur, in Nordrhein-Westfalen nicht mehr als Pflichtlektüre für Abiturienten gelten. Stattdessen sollen sich die Schüler künftig mit dem Werk »Nathan der Weise« von Lessing beschäftigen. Es sei wichtig, »die ganze Breite der Fächer im Abitur berücksichtigen zu können«, erklärte das NRW-Schulministerium seine Entscheidung einem Bericht des Bonner ›General Anzeigers‹ zufolge. Der Fokus der Abiturfächer wechsle aus diesem Grund alle drei bis vier Jahre. Lediglich in Bayern werde das klassische Werk noch als Prüfungsstoff vorausgesetzt. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, äußerte sich »fassungslos«: Die Schule habe die Pflicht, »kulturelle Identität zu vermitteln«. Goethes »Faust« gehöre unbedingt dazu. Das Ministerium betonte indes, gymnasialen Schulen an Rhein und Ruhr sei es freigestellt, ob sie die Werke Goethes weiterhin im Unterricht behandeln wollen. Falls es sich im Irrenhaus noch nicht herumgesprochen haben sollte: Johann Wolfgang von Goethe gilt nach neuester Gender-Lesart als Sexist mit Vergewaltigungsfantasien!

Persona non grata: Johann Wolfgang von Goethes Werke für nordrhein-westfälische Abiturienten nicht länger Pflichtlektüre

24. Oktober: Wenn der Feinstaub aufs Gehirn geht …

Keine zehn Wochen mehr, dann beginnt das Jahr 2020. Wenn es nach selbst ernannten Umweltschützern geht, begrüßen es die Deutschen mit möglichst wenig »Feinstaub«. Die Prozesshansel-Organisation »Deutsche Umwelthilfe« (DUH) hat nach eigenen Angaben beantragt, in weiteren 67 von insgesamt 98 deutschen Kommunen ein offizielles Verbot von Böllern und Feuerwerk innerhalb von Innenstädten zu erlassen. Darunter sind u. a. Aachen, Dortmund, Hamburg, Köln, Flensburg, Frankfurt (Main und Oder), Stuttgart, München, Leipzig und Zwickau. DUH-Chef Jürgen Resch schlägt stattdessen »große Lichtshows« vor.

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23. Oktober: Nachtrag

Während – wie berichtet – in der Hauptstadt ein neues Geschäftsfeld in der Taxibranche boomt, gehen die Berliner Grünen noch einen Schritt weiter: Sie wollen den Besitz geringer Mengen harter Drogen erlauben. Die gesundheits- und drogenpolitische Sprecherin der Partei, Catherina Pieroth, forderte auf dem Nachrichtenportal ›rbb24‹ eine straffreie Grenze von drei Gramm für Kokain und Heroin. »In Berlin haben wir die Möglichkeit, den Eigenbedarf für härtere Drogen wie Kokain oder Heroin bewusst zu regeln«, betonte sie. Endziel sei »eine Legalisierung«. Derzeit gilt nur für Cannabis eine Eigenbedarfsregelung. Diese ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und liegt in Berlin mit 15 Gramm vergleichsweise hoch. Bis zu dieser Grenze kann die Staatsanwaltschaft Verfahren einstellen und die Betroffenen bleiben in der Regel straffrei. In der Vergangenheit hatte der Senat bereits Projekte wie eine kontrollierte Cannabis-Abgabe und ein sogenanntes Drug-Checking, das die Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit von Drogen testen soll, auf den Weg gebracht. Beide Projekte sollen 2020 anlaufen.

Drogenparadies Berlin: Nach dem Willen der Berliner Grünen sollen auch Heroin und Kokain langfristig legalisiert werden

22. Oktober: Ihr Taxi ist da!

Bestellungen gehen rund um die Uhr ein – Hunderte am Tag. Sogenannte Koks-Taxen liefern in der Hauptstadt harte Drogen ganz bequem bis an die Wohnungstür. In 35 Fällen ermittelt jetzt ein ganzes Kommissariat der Berliner Polizei gegen professionelle Drogenkuriere, berichtet der ›Rundfunk Berlin-Brandenburg‹ (›rbb‹). Das Prinzip: Ein kurzer Anruf oder eine SMS genügt, und schon kommt das »Koks-Taxi« an einer gewünschten Adresse vorbei und liefert den Stoff. Koks per Knopfdruck sozusagen – Drogen auf Rädern, frei Haus. Gesteuert werden die Deals aus »Kokain-Callcentern« – professionell organisiert. Die Wartezeiten liegen für Kunden häufig bei gerade einmal 15 bis 30 Minuten. Fehlen eigentlich nur noch die Schneereifen.

Koks per Knopfdruck: In Berlin kann man sich die Droge bis an die Wohnungstür liefern lassen

21. Oktober: Hurra, die Schule brennt!

Fallende Dachziegel, ein Brand in der Toilette: Schulleiterin Christine Mörth hat die Fridolinschule in Lörrach (Baden-Württemberg) jetzt einfach dicht gemacht. Kein Unterricht mehr in diesen Räumen, entschied die mutige Rektorin – denn eine Genehmigung der Stadt oder des Schulamts hatte sie dafür nicht. »Meines Erachtens nach stellt sich die Sicherheitslage so dar, dass ich es nicht mehr verantworten kann, dass wir da normalen Schulbetrieb aufrechterhalten«, sagte sie im ›SWR‹. Vergangene Woche war für die Schulleiterin endgültig Schluss: Eine alte Deckenlampe hatte einen Schwelbrand auf der Mädchentoilette ausgelöst. Schon vorher musste der Schulhof mehrfach wegen herabfallender Dachziegel gesperrt werden. Derweil gilt: Für die Merkel-Gäste nur das Beste!

Kaputte Dachziegel (Symbolbild) und jetzt ein Schwelbrand auf der Mädchentoilette: Die Rektorin einer Lörracher Schule zieht die Notbremse
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