Das Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

20. Dezember: Stasi 2.0

Künftig will der Verfassungsschutz laut ›FAZ‹ sowohl die Mitglieder der AfD-Teilorganisation »Flügel« als auch die Jugendorganisation der Partei »Junge Alternative« dem sogenannten rechtsextremen Spektrum zurechnen – damit werden insgesamt 32.200 Personen »im Kampf gegen rechts« unter Pauschalverdacht gestellt. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang (CDU) hat eine neue Denunziationshotline eingerichtet, Telefonnummer 0221/792-3344. Da können Sie »rund um die Uhr« absolut vertraulich anrufen, wenn Sie »Hinweise zu Rechtsextremismus« haben. Zum Beispiel: Trägt Ihre Ex-Frau, das Luder, blonde Zöpfe? Fällt Ihnen Ihr Nachbar, dieser Hecken-Nazi, durch Hamsterkäufe beim Discounter auf (Achtung: Reichsbürger-Verdacht!)? Stählt sich gar der Nachbarsjunge durch Ausdauersport (flink wie ein Windhund)? »Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.« Das Zitat wird Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), dem Dichter der deutschen Nationalhymne, zugeschrieben.

Schon der Dichter des Deutschlandliedes, Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), wusste: »Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.«

19. Dezember: Klaviatur gegen rechts

»TATATATAA« – für den »Kampf gegen rechts« muss jetzt auch der berühmteste Sohn der Bundesstadt Bonn herhalten. Der russisch-deutsche Pianist Igor Levit hat den »Internationalen Beethovenpreis« erhalten. Der 32-Jährige, den Kritiker und Publikum zu den zweifelsohne besten Pianisten der Gegenwart zählen, bedient jedoch nicht nur die Tasten seines Flügels, sondern auch die virtuellen Tasten seines Smartphones. Auf ›Twitter‹ äußert er sich fast täglich zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Ihm folgen dort mehr als 33.000 Nutzer: »Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus, absolute Menschenverachtung: dies sind gefährliche, häufig lebensgefährliche, schlimmste Einstellungen. Sie verdienen es nicht, zu legitimen Meinungen hochgejazzt zu werden«, twitterte @igorpianist.

Geniale Werke, die Ludwig van Beethoven damals komponierte, werden heute für den »Kampf gegen rechts« missbraucht

Ach so: Beim Bundesparteitag der Grünen spielte der weltberühmte Pianist Beethovens »Ode an die Freude«, die Europahymne. Er griff auch bei der #Unteilbar-Demo in Berlin und bei »Fridays for Future« in die Tasten. Igor Levit füllt Konzertsäle in Berlin, New York, Paris, Wien; er spielte auch bei den Salzburger Festspielen. Im neuen Jahr jährt sich Beethovens Geburtstag zum 250. Mal. Ob Beethoven mit seiner ideologischen Vereinnahmung einverstanden wäre, lassen wir einmal dahingestellt. »TATATATAA« ist und bleibt genial!

18. Dezember: Nächster Halt …

Ein Busfahrer der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) hat Fahrverbot erhalten, weil er einen Zettel an sein Fenster geklebt hatte. Auf dem stand in Frakturschrift: »Diesen Bus steuert ein deutscher Fahrer.« Die Dresdner Verkehrsbetriebe beendeten daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Mann, der für ein Subunternehmen fuhr. Laut ›MDR‹-Staatsfunk hatte ein Gutmenschen-Fahrgast ein Foto gemacht und dieses an die DVB geschickt. Ein Sprecher der Verkehrsbetriebe rügte das Verhalten des Busfahrers als »absolut inakzeptabel«. Der Mann werde nicht mehr auf DVB-Linien fahren. Was viele Fahrgäste, die sich an Bord des Busses ausgesprochen sicher fühlten, bedauern. Sei’s drum: Immer mehr Kommunen suchen händeringend Migranten als Busfahrer. Nächster Halt Burkina Faso.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben energisch auf diesen Zettel reagiert, sie beendeten die Zusammenarbeit mit dem Busfahrer

17. Dezember: »Verwahrentgelt«

Böse Überraschung für einen Bankkunden aus Bayern: Weil der 51-Jährige keine Strafzinsen zahlen wollte, soll ihm die Sparkasse Freising laut ›Bild‹-Zeitung mit der Auflösung seiner Konten gedroht haben. Rund 300.000 Euro habe der Bankkunde dort auf mehreren Konten liegen. Künftig wolle die Sparkasse dafür 0,5 % Minuszinsen erheben (1.500 Euro/Jahr). Andernfalls »werden wir (…) von unserem Recht auf Kündigung der Konten Gebrauch machen«, schrieben die Banker ›Bild‹ zufolge. »Das ist eine Unverschämtheit und eine Art Erpressungsversuch!«, zitiert das Blatt den empörten Sparkassen-Anleger: »Seit 40 Jahren bin ich Kunde, jetzt kommen die kurz vor Weihnachten mit so was.« Einen Fünf-Jahres-Sparplan, den ihm die Sparkasse angeboten habe, um die Zinsen zu umgehen, lehnte H. ab: »Ich will bald eine Immobilie kaufen und muss sofort auf das Geld zugreifen können.« Die Sparkasse spricht inzwischen von einem »Missverständnis«, bestätigte aber: Seit »einigen Monaten« vereinbare man »mit einzelnen Kunden« ein »Verwahrentgelt«. Laut dem Finanzportal »Biallo« geben schon mehr als 60 deutsche Geldinstitute Negativzinsen auch an Privatkunden weiter.

Negativzins zahlen oder Kündigung erhalten: Die Sparkasse Freising in Bayern »erpresst« einen jahrzehntelangen Kunden

16. Dezember: Schöner volksvertreten

Rechnet da jemand doch mit vorzeitigen Neuwahlen? Die Bundestagsverwaltung hat beim Berliner Bauamt vorsorglich eine Genehmigung zum Aufbau von Containern beantragt, um nach der nächsten Bundestagswahl nötigenfalls auch mehr als 800 Abgeordnete und deren Mitarbeiter unterbringen zu können. Dies hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) laut ›Deutschlandfunk‹ bestätigt. Aktuell zählt der Deutsche Bundestag infolge zahlreicher Überhangs- und Ausgleichsmandate 709 Abgeordnete. Schäuble appellierte erneut an die Fraktionen, sich auf eine Reform des Wahlrechts zu einigen, um die Größe des Bundestages zu begrenzen. Wenn die Legislaturperiode bis 2021 dauere, sei genügend Zeit, einen Kompromiss zu finden. Wenn nicht … ab in den MdB-Großbehälter nach dem Motto: schöner wohnen – ähm volksvertreten!

Blick in den Plenarsaal des Bundestages: Bald mehr als 800 Abgeordnete?

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