Das System Relotius geht weiter

US-Botschafter: »Ich dachte der ›Spiegel‹ hat Faktenchecker?«

›Spiegel‹-Zentrale in Hamburg: US-Botschafter Richard Grenell wirft dem Relotius-Magazin Fake-News vor

US-Botschafter Richard Grenell hat dem ›Spiegel‹ auf ›Twitter‹ vorgeworfen, Meldungen erfunden zu haben. Quelle des dubiosen ›Spiegel‹-Berichts waren die Soros-nahen Gruppen »Bellingcat«, »The Insider« und »Dossier Center« aus London.

»US-Geheimdienste wollen mutmaßlichen Mörder identifiziert haben«, schrieben Maik Baumgärtner, Roman Lehberger, Fidelius Schmid und Jörg Schmitt beim ›Spiegel‹: »US-amerikanischen Geheimdiensten ist es womöglich gelungen, die Identität des Mannes zu klären, der Ende August in Berlin den Georgier Zelimkhan Khangoshvili erschossen haben soll. Nach Informationen des ›Spiegel‹ und seiner internationalen Recherchepartner ›Bellingcat‹, ›The Insider‹ und ›Dossier Center‹ handelt es sich um einen 48-jährigen russischen Staatsbürger. In die EU war der Mann mit einem echten russischen Reisepass mit der gefälschten Identität eines Vadim Sokolov eingereist.«

Laut US-Botschafter Grenell ist die Meldung aber eine Ente. »Ich dachte der ›Spiegel‹ hat Faktenchecker? Peinlich für @SiegelOnline – wieder mal – Meldungen über die USA zu erfinden. Sie haben nicht einmal bei uns angerufen, um diese Behauptung zu bestätigen«, schrieb Grenell heute auf ›Twitter‹.

Link zum Tweet

Grenell hatte nach der Relotius-Affäre dem ›Spiegel‹ Antiamerikanismus vorgeworfen und eine unabhängige Untersuchung gefordert. Stattdessen antwortete das Kampfblatt aus Hamburg mit einer Attacke auf den ersten offen schwulen Botschafter in der US-Geschichte.

»Bellingcat« und das »Dossier Center« des russischen Oligarchen Michail Chodorkowski waren ebenfalls die »Quellen« für die ›Spiegel‹-Fake-News-Titelgeschichte »Putins Puppen« über eine angebliche Kreml-Nähe des AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier. Man muss sich langsam fragen, wofür der ›Spiegel‹ überhaupt noch Journalisten beschäftigt, wenn die Artikel alle von Soros-Medienlobbyisten geschrieben werden.

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