Das staatlich propagierte und subventionierte E-Auto ist umweltschädlich, unrentabel und ethisch nicht tragbar

Schlappe 78.000 Euro kostet laut Händlerliste der Tesla S, mit dem Grünen-Chef Robert Habeck und die beiden Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann im Endspurt des Bayern-Wahlkampfs durch den Freistaat gurkten.

Was immer die Ober-Grünen mit ihrer Spritztour im US-amerikanischen Elektro-Luxusschlitten durch den Premium-Automobilstandort Bayern bezwecken wollten, bestätigt haben sie vor allem eines:

Elektroautos sind und bleiben bis auf Weiteres ein teures – und vom Steuerzahler kräftig subventioniertes– Statussymbol und Luxusspielzeug für grüne Besserverdiener aus der großstädtischen Latte-Macchiato-Filterblase.

Als Erstfahrzeug oder gar einziges Auto im Haushalt taugen die Elektrokarren nicht, zu groß sind die Nachteile. Sie sind deutlich teurer als die von der Grünen-Lobby verteufelten Verbrenner, sind jenen aber in praktisch jeder Hinsicht unterlegen: Aufladen dauert länger und ist umständlicher als Tanken, die Reichweiten sind bescheiden, und wer sich etwas Komfort gönnt – Heizung, Klimaanlage, Musik –, dem geht der Saft noch schneller aus.

Dank »Energiewende« sind die Strompreise so hochgetrieben, dass die Betriebskosten im Vergleich zu einem modernen Diesel auch nicht geringer ausfallen. Dafür ist der Wertverlust pro Jahr höher, und einen funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos gibt es ebenfalls nicht.

Kein Wunder also, dass auch die frischgebackene NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) den von ihrem grünen Vorgänger angeschafften 110.000-Euro-Tesla-Dienstwagen gleich wieder stilllegte: Für längere Dienstfahrten nicht geeignet. Ohne politischen Zwang oder staatliche Subventionen greift keiner zum Elektroauto, übrigens auch im Rest der Welt nicht.

»Elektromobilität ist nichts anderes als die Rückkehr zum Pferd«, bringt der Stuttgarter AfD-Bundestagsabgeordnete und Daimler-Ingenieur Dirk Spaniel griffig auf den Punkt, warum kaum einer die von der Politik hochgejubelten und mit Kaufprämien angepriesenen Strom-Autos haben will. Pferde aber sind wenigstens umweltfreundliche Fortbewegungsmittel. Von der E-Mobilität kann man das, aller Propaganda zum Trotz, beim besten Willen nicht behaupten.

Das beginnt schon bei der Herstellung. Vor allem bei der Produktion der Akkus fallen deutlich mehr CO2-Emissionen an als beim Bau herkömmlicher Autos mit Verbrennungsmotor: Bis zu 17 Tonnen für einen Luxus-Tesla und immerhin fünf bis sechs Tonnen für einen japanischen Elektro-Kleinwagen, haben schwedische Wissenschaftler errechnet. Soll die Reichweite erhöht werden, brauchen E-Autos entsprechend mehr Akkus, die Bilanz wird also noch ungünstiger. Und weil die Lebensdauer der Akkus begrenzt ist, werden alle paar Jahre neue fällig.

Wer also daran glaubt, dass dem »Klimaschutz« zuliebe die CO2-Emissionen reduziert werden müssten, setzt mit der Elektromobilität schon mal auf das falsche Pferd. Das ist freilich noch Glaubenssache; richtig schmutzig wird es bei den Rohstoffen, die für die Stromspeicher benötigt werden – an erster Stelle Lithium und Kobalt.

Kobalt-Mine im Kongo: Vor allem Kinder lassen Jahr für Jahr ihr Leben, damit die Öko-Schickeria der westlichen Welt E-Autos fahren kann

Die US-Behörde Geological Survey schätzt die weltweiten Lithium-Reserven auf 14 Millionen Tonnen. Würde nur die Hälfte davon für Elektrofahrzeuge verwendet, reichte das selbst bei idealem Recycling nur für rund 400 Millionen Autos vom Typ des Kompaktwagens Tesla 3. Damit ließe sich allenfalls ein Drittel des derzeitigen weltweiten Automobilbestands ersetzen. Andere Batterietypen sind schwerer und haben eine noch schlechtere Energiebilanz, taugen also nur bedingt als Ersatz.

Lithium ist aber nicht nur knapp, es ist auch hochgiftig. Stiege die Menschheit in großem Stil auf Elektromobilität um, käme auf die Welt ein gigantisches Entsorgungsproblem zu. Mehrere Millionen Tonnen Lithium, die nicht recycelt werden können, müssten dann sicher endgelagert werden – bereits wenige Milligramm des Metalls können für den Menschen tödlich sein. Die Aufgabe reicht an die Entsorgung radioaktiven Atommülls heran – mit entsprechend hohen Kosten.

Auch ohne Kobalt gibt es keine Akkus. Ein Smartphone braucht vielleicht zehn Gramm, ein Elektroauto 15 Kilogramm davon. Der politisch angeheizte E-Auto-Boom hat die Nachfrage drastisch in die Höhe getrieben. Praktisch jeder Motorbauer kauft Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo, die 60 Prozent aller Weltreserven hält.

In den Minen der Provinz Katanga schuften geschätzt 40.000 Kinder, deren Leben und Gesundheit geopfert wird, um den Rohstoff billig abzubauen. Manche Kinderarbeiter sind erst vier Jahre alt. Dutzende lassen jedes Jahr ihr Leben.

Sie zahlen den schrecklichen Preis dafür, dass westliche Politiker sich mit Kampagnen für Fahrzeuge mit »sauberer Energie« als Moralhelden und Weltenretter aufspielen können.

Mit der »Sauberkeit« der Energie ist es allerdings auch nicht weit her. Wo der Strom für all die Elektroautos herkommen soll, haben sich die Prediger der Elektromobilität noch nicht überlegt. Und wo und wie eine größere Zahl von Stromfahrzeugen diese Energie »tanken« soll, natürlich auch nicht.

Rechnet man mit 40 Millionen Elektroautos, müsste die gesamte Stromproduktion um rund 20 Prozent erhöht werden. Stehen allerdings 10 Millionen Elektroautos an ebenso vielen Ladesäulen, würde leicht das Dreifache einer Winter-Spitzenlast benötigt. Installiert man an jeder der 14.000 deutschen Tankstellen fünf Ladesäulen, reicht das an einem Zehn-Stunden-Tag für 700.000 E-Autos – immer bedacht, dass diese öfter und länger »tanken« müssen. Wo der Rest seinen Strom herbekommt – an Parkplätzen, öffentlichen und privaten Ladesäulen – ist ungeklärt.

Der »Auspuff« des Elektroautos: Braunkohlekraftwerke produzieren den Strom für die angeblich sauberen Fahrzeuge

Sicher ist aber, dass der Strom dafür nicht aus Wind und Sonne gewonnen werden kann. Dafür reicht die Fläche nicht, die Versorgungssicherheit auch nicht. Vorerst ist der Auspuff des vermeintlich emissionsarmen Elektroautos der Schlot des nächsten Braunkohlekraftwerks.

Wollte man beim derzeitigen Stand der Mobilität flächendeckend auf Elektroantrieb umstellen, wären nach Expertenschätzungen wohl mehr als 60 zusätzliche Atom­kraftwerke nötig, um den dafür erforder­lichen Strom abrufbar bereitzustellen.

Aber aus der Atomkraft wollen die selbsternannten »Klimaschützer« und E-Auto-Lobbyisten ja ebenso komplett aussteigen wie aus Braun- und Steinkohle. Bleibt also nur der Schluss aus diesen einander widersprechenden Vorgaben: Die Kampagnen für Elektromobilität zielen letzten Endes darauf, das Recht auf individuelle Mobilität für die Masse der Bürger drastisch einzuschränken.

Bürger werden enteignet und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, Fah­ren wird zum Vorrecht einer privi­legierten ökosozialistischen Nomen­klatura– von Robert, Katharina und Ludwig im Luxus-Tesla. Das ist der perfide Plan hinter dem großen grün-­linken Elektro-Bluff.

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