Wie Martin Schulz das Land zerstören will

Was ist eigentlich Martin Schulz für einer, wie sieht er Politik? Das hat schon viele beschäftigt. Doch wer es wirklich wissen wollte, musste lediglich beim ZDF hineinschauen. Dort beantwortete er die Fragen von Bettina Schausten und Peter Frey – und noch einige mehr.

Denn jenseits aller Erörterung wurde deutlich, was der SPD-Chef unter Politik versteht: Deutschland zu zerstören. So erklärte er bereits wenige Stunden nach den Sondierungen die gerade vereinbarten Koalitionsecksteine für irrelevant. Eine Obergrenze von 220.000? Nicht mit Schulz. »Kommen 260.000, kommen halt mehr. Darüber diskutieren wir gar nicht!« Die CSU wirds freuen, zumal ein so klarer Widerruf nicht ohne Wissen der Kanzlerin denkbar scheint.

Schulz machte klar: Vereinbarungen interessieren ihn nicht, die unkontrollierte Einwanderung soll weitergehen. Statt 260.000 können also auch 300.000 oder 500.000 kommen, plus Familiennachzug, plus der rund 15.000, die ohnehin illegal Monat für Monat über die Grenze kommen.

Und das heißt: Jahr für Jahr eine Stadt von der Größe Kiels, aber vielleicht auch Augsburgs, Hannovers oder Stuttgarts.

Und zwar fast ausschließlich von Leuten, die unseren Werten feindlich gegenüberstehen und einen feuchten Kehricht auf das geben, was hier Gesetz und Ordnung heißt.
Kaum zufällig wurde gleichzeitig ein Plan des EU-Parlaments bekannt, Schulz’ alter politischen Heimat. Die Dublin-Regeln für Asylbewerber sollen geändert werden: Künftig soll nicht mehr das EU-Land zuständig sein, das der Antragssteller zuerst betreten hat, sondern jenes, in dem bereits Familienangehörige leben. Für Tausende, die in Italien, Frankreich oder Ungarn in den Schengen-Raum kamen, würden sich damit die Tore nach Deutschland öffnen. Dass die südeuropäischen Länder da mitmachen, ist klar: Sie würden Kostgänger und Kriminelle los. Aber auch SPD, CDU und CSU haben im EU-Parlament schon zugestimmt.

Was EU-Parlament und Martin Schulz planen, wozu SPD und Union ihre Hand reichen, ist vergleichbar dem Nero-Befehl Hitlers. Dieses Land soll zerstört werden. Deutschland diskutiert über die Morde von Kandel, Freiburg und Hamburg, über Messerstechereien, Vergewaltigungen und Überfälle, über die aus dem Ruder laufenden Kosten für »Flüchtlinge«. Doch nichts davon interessiert Martin Schulz oder Brüssel. Auch für sie scheint zu gelten: »Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen.«


Dr. Nicolaus Fest

war bis September 2014 stellvertretender Chefredakteur der ›Bild am Sonntag‹. Seit Oktober 2017 ist er Autor des Deutschland-KURIER.

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