Der politisch-mediale Komplex oder:

Der kurze Draht der Linkspartei in den »Springer«-Verlag

Ihre journalistische Laufbahn begann Angelika Hellemann (42) bei der ›Lippischen Landes-Zeitung‹. 2002 wechselte sie nach Hamburg auf die »Axel -Springer-Journalistenschule«. Danach fing sie bei der ›BILD am Sonntag‹ an. Dort übernahm die junge Reporterin zunächst die links-sachkundige Berichterstattung über SPD und Grüne. Seit 2014 zeichnet Hellemann als stellvertretende Politikchefin der ›BamS‹ mitverantwortlich für den strammen Linkskurs der Sonntagspostille.

Zuweilen »diskutiert« sie mit der evangelischen »Prosecco-Päpstin« Margot Käßmann (60), ihres Zeichens »Kolumnistin« des Blattes. Oder sie stimmt als Stichwort-Souffleuse schon mal Schwarz-Grün an, wie neulich beim Interview mit der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und der grünen Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, im holzgetäfelten »Journalisten-Club« des »Springer«-Verlages:

»Eigentlich trennen diese beiden Frauen Welten: Die eine kommt aus dem Westen, ist erzkatholisch und konservativ. Die andere aus dem Osten, evangelisch und grün. Doch wenn CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt trifft, herrscht Harmonie« (https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/akk-und-kge-wir-sind-quotenfrauen-aber-das-stoert-uns-nicht-60314490.bild.html).

Angelika Hellemann ist außerdem die »schnellste Journalistin« Deutschlands – sie flog in einem Eurofighter mit Überschallgeschwindigkeit mit. Nun wollen wir nicht so weit gehen, zu unterstellen, dass es sich bei dieser für Journalisten doch sehr seltenen Mitfluggelegenheit um ein »Dankeschön« der Beraterkönigin Ursula von der Leyen (CDU) gehandelt haben könnte. Über die Verteidigungsministerin sülzte Hellemann zur Weihnachtszeit 2015:

»Jeden Tag helfen Hunderttausende Ehrenamtliche bei der Flüchtlingsintegration. Tausende nehmen sogar Flüchtlinge bei sich zu Hause auf, feiern mit ihnen Weihnachten. CDU-Politikerin Ursula von der Leyen (57) ist eine von vielen […] Die Familie von der Leyen und Karim (20) aus Syrien lernen sich 2011 über den Pferdesport kennen …«

Fast hätten wir es vergessen: Frau Hellemann ist seit Jahren liiert mit Dietmar Bartsch (61), Co-Fraktionschef der Linkspartei im Deutschen Bundestag. Im Sommer 2018 poussierte der politisch-mediale Komplex »ganz verliebt« für die Fotografen auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegarten.

Medien und Politik eng verbunden: Springer-Journalistin Angelika Hellemann und Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sind ein Paar

Ein Schelm, der so manches dabei denkt …

Jedenfalls hält das Merkel im Zweifel stets wohlgesonnene Blatt aus dem Hause Springer unter Hellemann und der unsäglichen (Unter-)Chefredakteurin Marion Horn strammen Linkskurs. Letztere entblödete sich nicht, Angela Merkel (CDU) und Andrea Nahles (SPD) auf dem Höhepunkt des letztjährigen GroKo-Sommertheaters Beifall zu klatschen. Nun ja, das Blatt ist mit nur noch rund 700.000 Käufern (von einst 2,2 Millionen) schon da, wo ›Bild‹ unter (Ober-)Chefredakteur Julian Reichelt noch hin will.

Dass im Kampf »gegen räächts« der Schuss auch schon mal nach hinten losgehen kann, ist als Kollateralschaden hinzunehmen. So kam das Sonntagsblatt im November 2018 doch einem wahrhaftigen »Nazi-Skandal« auf die Schliche. Und der ereignete sich ausgerechnet auch noch am 9. November.

Unter der Überschrift »Eklat in Berliner Kneipe: Junge Union grölt Wehrmachtslied«, berichtete ›BamS‹:

»Mitglieder der Jungen Union (JU) haben am vergangenen Freitag in einer Berliner Kneipe das sogenannte Westerwaldlied gesungen. Eine Videoaufnahme zeigt Vertreter der CDU-Nachwuchsverbände aus Limburg und Rheingau-Taunus beim Grölen des einst bei der Wehrmacht sehr beliebten Textes. Deutsche Soldaten hatten das Westerwaldlied im Zweiten Weltkrieg unter anderem bei ihren Einmärschen in Luxemburg, Holland und Frankreich gesungen. Dass die JUler den Wehrmachtsschlager am 9. November, dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht, anstimmten, sorgt für zusätzliches Entsetzen, auch wenn das Singen des Liedes nicht verboten ist.«

Zu dumm nur: 2012 brachte ›Bild am Sonntag‹ einen Sampler mit den »größten Oktoberfest-Hits« auf den Markt. Auf CD 2 findet sich auch das Lied »Oh – du schöner Westerwald …« Die Moral von der Geschicht: Haltung zu zeigen, ist manchmal alles andere als einfach! (oys)

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