Der Reformator Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen

Der »Evangelische Kirchentag« als Forum der neuen Öko-Erweckungsreligion

Heute beginnt in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag. Einer der Programm-Höhepunkte des bis Sonntag andauernden linksgrünen Spektakels lautet: »Vulven malen.« Die AfD ist unerwünscht.

Kirchentagsfahnen wehen vor der Dortmunder Westfalenhalle und den Dortmunder Messehallen. Unter dem Motto »Was für ein Vertrauen« findet vom 19. bis 23. Juni der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund statt. Es werden 100.000 Teilnehmer erwartet. Das Protestantentreffen ist alle zwei Jahre in einer anderen Stadt zu Gast.

Es bleibt dabei: Die evangelische Amtskirche hat auf ihrem Kirchentag in Dortmund vom 19. bis zum 23. Juni die AfD explizit ausgeladen. »Wir laden Menschen ein, die etwas zu sagen haben«, schwurbelte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker (gleich und gleich gesellt sich gern) im linkskatholischen Kölner ›Domradio‹. Die AfD habe auf der Dortmunder Bühne nichts verloren.

Sie hat nach Ansicht des linken Mainstream-Schreiberlings (›Süddeutsche Zeitung‹) eigentlich auch überhaupt nichts zu sagen. Leyendecker nannte die Partei, die bereits in zwei östlichen Bundesländern auf Platz eins der Umfragen steht, »eine Sekte, die sich immer wichtigmacht«. Offenbar hat der Mann schon vor dem großen Abendmahl in der Dortmunder Westfalenhalle zu tief ins Glas geschaut.

Gern gesehen sind auf dem Kirchentag natürlich linke Journalisten und andere Anhänger des 68er-Ökoerweckungskults. Dabei hätte die AfD im Sinne Martin Luthers eine Menge Dinge zu sagen gehabt, bei denen die Glocken in der an galoppierendem Mitgliederschwund leidenden Staatskirche Sturm geläutet hätten. Zum Beispiel, um ein Zitat des großen Reformators zu bemühen: »Landstraße ist sicher, Holzweg ist gefährlich. Gottes Wort führet zum Leben, aber Selbstgefälligkeit zum Tode.«

 

Jedes Jahr tritt eine Großstadt aus der Amtskirche aus

Denn auch 2018 kehrte wieder eine mittlere deutsche Großstadt den beiden Amtskirchen den Rücken. Rund 200.000 Mitglieder erklärten ihren Austritt aus der evangelischen bzw. katholischen Kirche. Das waren 17 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit gehören nur noch 44,5 Millionen Deutsche, etwas mehr als die Hälfte, einer der beiden Amtskirchen an.

Dass von nichts nichts kommt und davon immer weniger (Mitglieder) – das hören die islamhörigen links-ökologischen Kirchenfürsten natürlich nicht so gerne. Es passt nicht nur nicht in ihr geheucheltes Gutmenschen-Weltzerrbild; es läuft auch diametral ihren wirtschaftlichen Interessen – Stichwort »Flüchtlingsindustrie« – zuwider.

So darf denn auf dem Kirchentag lautstark über die AfD gehetzt werden, aber kein einziger Repräsentant der Partei wird überhaupt nur angehört. Auf dem Kirchentag in Berlin 2017 und auch beim Katholikentag 2018 in Münster waren AfD-Vertreter immerhin noch »zugelassen«. Beim Kirchentag in Dortmund bleibt man lieber im wohlgefälligen Dünkel unter sich.

 

»Vulven malen«

»Gehen Sie auch zum Vulven-Malen, Herr Bischof?«, fragte die ›Bild‹-Zeitung den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm dieser Tage im Vorfeld des Dortmunder Spektakels. Der Amtskirchenfunktionär, der sich in vorauseilender Unterwerfung vor dem Islam schon mal das Kreuz vom Leib riss, spielte den Ahnungslosen. »Nein. Was ist das?« Der Leiter des Berliner ›Bild‹-Büros, Ralf Schuler, ein leidenschaftlicher Protestant der alten Sorte, klärte den Landesbischof von Bayern über den diesbezüglichen sogenannten Workshop in Dortmund auf: »Frauen malen ihre Geschlechtsteile, um Scham zu verlieren und freier mit ihrem Geschlecht umzugehen …«

Der EKD-Fürst lachte dummdreist und antwortete: »Ich glaube, das wendet sich nicht an mich.« Insofern blieb er auch die Antwort schuldig, was dieser Programm-Höhepunkt mit dem Bibelauftrag der Kirche zu tun hat.

 

»Wer zuerst Deutscher ist, ist ein Ketzer«

Bedford-Strohm, ein eitler und selbstgefälliger Heuchler, stellte im Übrigen klar: »Wenn jemand sagt: Ich bin zuerst Deutscher und dann Christ, dann ist das Ketzerei.«

 

Die neue Erbsünde heißt CO2

Natürlich zieht auch die Öko-Ersatzreligion der 68er-Erweckungskirche die der Amtskirche verbliebenen Sinnsuchenden magisch an. Große Teile der evangelischen Landeskirchen sind bereits zum neuen Kult konvertiert. Klima-Zertifikate ersetzen die Hostie. Die neue Erbsünde heißt »CO2«. Klima-Hysterie ist das neue »Vater unser«. Vor uns: Dürre, dann die Sintflut!

Die von manchen Amtskirchenvertretern bereits zur »Prophetin« ausgerufene Schutzpatronin aller Schulschwänzer, Greta Thunberg, hat laut Bedford-Strohm natürlich »einen wichtigen Beitrag geleistet, um das Thema in die öffentliche Debatte zu bringen«. Die evangelische »Prosecco-Päpstin«, die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, kann sich »gut vorstellen«, dass Jesus Christus bei den Klima-Demos mitgegangen wäre.

Ach so: Wer nicht zum »Vulven malen« geht, für den hält das Kirchentags-Programm viele andere interessante »Workshops« bereit – zum Beispiel: »Potenziale von Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen nutzen«. Fast alle Ereignisse sollen zwar schon so gut wie ausgebucht sein. Aber für Teilnehmer*innen der Kategorien »inter«, »diverses« sind dem Vernehmen nach noch Plätze reserviert. (hh/lol)

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