Deutsche Sparer haften

EZB legt neue milliardenschwere Notkredite für Zombie-Banken auf

Die EZB (im Bild der Hauptsitz in Frankfurt a. M.) fördert nach wie vor Pleite-Banken – auf Kosten der Sparer

Die Europäische Zentralbank (EZB) will südeuropäischen Zombie-Banken mit weiteren milliardenschweren Notkrediten unter die Arme greifen. Die Haftung deutscher Sparer wird damit ausgeweitet.

Bei den neuen sogenannten TLTRO-Krediten (der Deutschland Kurier berichtete) handelt es sich laut EZB um Kredite mit sehr niedrigen Zinsen. Mithilfe dieser Notkredite sollen vor allem südeuropäische und französische Institute flüssig gehalten werden, um angesichts der europaweit einbrechenden Konjunktur weiter Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen zu können und so eine künstlich aufgeblähte Nachfrage zu schaffen. Im Ergebnis läuft es darauf hinaus, dass deutsche Sparer noch mehr als bisher in Haftung für faule Kredite genommen werden.

Eine erste Serie großer Geldspritzen hatte die Euro-Notenbank im Juni 2014 beschlossen, eine zweite im März 2016. Banken in Italien, Spanien und Frankreich griffen verstärkt zu: Auf italienische Geldhäuser entfielen zuletzt noch ausstehende und teilweise bereits notleidende Langfristkredite in Höhe von rund 240 Milliarden Euro.

Die neue aus dem Nichts kommende Kreditrunde bedeutet: Die Gelddruckmaschinen rotieren ab jetzt noch schneller. Dies ist aus Sicht von Finanzexperten praktisch ein geldpolitischer Offenbarungseid. Denn: Ohne neue Geldspritzen drohen schwere Verwerfungen an den Märkten für Staatsanleihen. Die Staatshaushalte mehrerer Euroländer würden kollabieren, weil Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland ohne das bisherige und künftige Anleihenkaufprogramm der EZB viel höhere Zinsen zahlen müssten – was de facto den Staatsbankrott bedeuten würde. (lol)

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