Deutschland, deine Mahner!

Diese mutigen Frauen und Männer erheben ihre Stimme, weil es nicht fünf vor zwölf ist, sondern schon halb eins

 

Seit Galileo Galilei (1564–1642) wissen wir, dass jede Wahrheit einen Mutigen braucht, der sie ausspricht. Dass die Erde keine fixe Scheibe im Universum ist. Dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Galilei schwor ab – das rettete ihn vor dem Scheiterhaufen der Inquisition. Beim Herausgehen soll er gemurmelt haben: »Und sie dreht sich doch …«

Der neuzeitliche Scheiterhaufen ist das Fegefeuer von Staatsfunk und Mainstream-Medien. Heute sitzen die Inquisitoren in den Redaktionsstuben von ›ARD‹ und ›ZDF‹, von ›Bild‹, ›Zeit‹, ›Spiegel‹ und ›Süddeutscher Zeitung‹. Großinquisitor ist Heribert Prantl, ein ehemaliger Staatsanwalt. Der Chef-Kommentator der Alpen-Prawda steht sozusagen in der Tradition des Dominikaner-Priors Heinrich Kramer (1430–1505), einem Wegbereiter der Hexenverfolgungen in Europa.

Die neuen Ketzer sind mutige Frauen und Männer, die sich nicht korrumpieren lassen. Die auch unter der medialen Folter nicht widerrufen. Für die eine halbe Wahrheit immer eine ganze Lüge bleibt. Die die Welt auch dann nicht durch die rosarote Brille sahen, als im Spätsommer 2015 auf deutschen Bahnsteigen Teddys durch die Luft flogen und die ›Bild‹-Zeitung, das Zentralorgan für Volksverdummung, am lautesten »refugees welcome« schrie.

Deutschlands Mahner sind Deutschlands Helden in der Wirklichkeit, Helden im Hier und Jetzt. Weil sie sagen, was sie denken. Weil sie dem Volk aufs Maul schauen, ohne ihm nach dem Mund zu reden. Weil sie lieber darauf verzichten, bei ›Anne Will‹ oder ›Maybritt Illner‹ eingeladen zu werden, als ihre Überzeugung an der Talkshow-Garderobe abzugeben. Deutschland braucht mehr Ketzer, die Altparteien und Mainstream Paroli bieten. Mehr Frauen und Männer wie diese:

Hans-Georg Maaßen

Job verloren, Ansehen gewonnen: Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen (55, CDU) wurde mit einer beispiellosen medialen Hetzjagd aus dem Amt gemobbt. Weil der Jurist öffentlich die Falschberichterstattung über angebliche Menschenjagden in Chemnitz gerügt hatte. Jetzt ist der untadelige Spitzenbeamte, der intern immer einer der schärfsten Kritiker von Angela Merkel (CDU) und der illegalen Masseneinwanderung war, im Zwangsruhestand. Grund: Er hatte nicht nur nicht widerrufen, sondern nachgelegt. Vor dem »Berner Club«, einem internationalen Kreis von Geheimdienstchefs, sprach er von »linksradikalen Kräften in der SPD«. Erneut bestritt der Ex-Verfassungsschutzchef, dass es im Zusammenhang mit den Demonstrationen in Chemnitz »Menschenjagden« gegeben habe. In seiner Rede, die er demonstrativ ins Intranet seiner Behörde stellen ließ, sagte Maaßen wörtlich: »Ich habe bereits viel an deutscher Medienmanipulation und russischer Desinformation erlebt. Dass aber Politiker und Medien ›Hetzjagden‹ frei erfinden oder zumindest ungeprüft diese Falschinformation verbreiten, war für mich eine neue Qualität von Falschberichterstattung in Deutschland.«


Erika Steinbach

Die parteilose Vorsitzende der »Desiderius-Erasmus-­Stiftung« Erika Steinbach (75) ist die »Grand Old Lady« eines unbeugsamen Konservatismus. Eine unbequeme Mahnerin war sie schon immer – auch zu ihrer CDU-Zeit im Bundestag. Jetzt schrieb sie ihrer Ex-Partei auf ›Facebook‹ ins Stammbuch: »Mehr als 1 Million frühere CDU-Wähler haben AfD gewählt. Ich bin weder Nationalsozialistin, noch lasse ich mich als Ratte beschimpfen. CDU, nein danke!«


Rainer Wendt

Seine Kritiker nennen ihn einen »Rechtspopulisten«. Rainer Wendt (61, CDU), Chef der Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DBB), ficht das nicht an. In seinem Bestseller »Deutschland in Gefahr« geißelt er »Kuscheljustiz« und »Spaßpädagogik«. Der frühere Polizeihauptkommissar beklagt einen »Verlust an Sicherheitsgefühl« und plädiert für Transitzentren in Grenznähe, z.B. Kasernen. Es heißt, er schreibe bereits am nächsten Bestseller.


Hans-Jürgen Papier

Acht Jahre stand er an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts. Heute wird Hans-Jürgen Papier (75, CSU) nicht müde, vor einer »Erosion des Rechtsstaats« und vor der »Willkürherrschaft« des Altparteien-Kartells zu warnen. Der politische Gegner werde behandelt, »als sei er Verfassungsfeind«. Sein Urteil: »Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Institutionen dieses Verfassungsstaates.«


Heinz Buschkowsky

Kein Zweifel, der Mann gehört dem »Verein für klare Aussprache« an: Heinz Buschkowsky (70, SPD), Ex-Bürgermeister des osmanisierten Berliner Stadtbezirks Neukölln. Ein Satz von ihm sagt mehr als jede Bundestagsrede: »Was früher der sagenhafte Schatz von Monte Christo war, ist heute das deutsche Sozialsystem. Keine Kiste mit Gold, Diamanten und Edelsteinen ist so kostbar wie die Stütze, die der deutsche Steuerzahler zahlt.«


Vera Lengsfeld­

Die Publizistin Vera Lengsfeld (66, CDU), Ex-DDR-Bürgerrechtlerin, hält es mit Friedrich Schiller: »Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.« Den »Frauen von Kandel« rief sie zu: »1989 ist es den DDR-Bürgern gelungen, ein bis an die Zähne bewaffnetes Regime loszuwerden. Es sollte auch möglich sein, eine Gesinnungsdiktatur zur Räson zu bringen. Das ist, um ausnahmsweise unsere Kanzlerin zu zitieren, alternativlos!«


Imad Karim

Über die Masseneinwanderung macht sich TV-Autor Imad Karim (60) schon lange keine Illusionen mehr. 1977 flüchtete er vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland, studierte u. a. Medienwissenschaften. Regelmäßig riskiert er ›Facebook‹-Sperren – z. B. für Sätze wie diesen: »Diese jungen Männer werden mehrheitlich niemals eine Bindung zu Deutschland, zu seinen Bäumen, zu seinen Steinen und zu seinen Flüssen haben.«


Thilo Sarrazin

Bei ihm bekommen Gutmenschen automatisch Schnappatmung: Thilo Sarrazin (73, SPD), Beststeller-Autor, Ex-Finanzsenator, Ex-Bundesbanker. Sein Buch »Deutschland schafft sich ab« war vor acht Jahren der Weckruf zu einer breiten Migrations-Debatte. In seinem neuen Werk »Feindliche Übernahme« dokumentiert er akribisch, wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht. Sarrazin hat den Koran und das einschlägige Schrifttum studiert. Im Gegensatz zu allen, die von der »Religion des Friedens« schwafeln, weiß er, wovon er spricht.


Henryk M. Broder

Den ganzen Unsinn der Islam-Versteher kann und will Henryk M. Broder (72) auch als deutscher Jude nicht mehr verstehen. Auf seinem Blog ›Achgut.com‹ und hinter der ›Welt‹-Bezahlschranke ledert der Kolumnist gegen die merkelsche »Flüchtlingspolitik«, dass den Mainstream-Kollegen nur so die Ohren klingeln: Die Berichterstattung seit 2015 nennt er »drei Jahre mediale Gehirnwäsche«. Broder will nur eines: »Dass dieser tägliche Albtraum endlich aufhört.«


Leyla Bilge

Sie ist die »Jeanne d’Arc« des 21. Jahrhunderts: Leyla Bilge (37, AfD), Frauenrechtlerin. Die Kurdin konvertierte 2017 vom Islam zum Christentum, organisierte u. a. jüngst in Berlin die Demo gegen den UN-seligen Migrationspakt. Brechreiz bereitet ihr, dass linksgrüne Feministinnen bei »MeToo«-Kampagnen regelrechte Polit-Orgasmen bekommen, aber betreten dazu schweigen, dass Christinnen und Jesidinnen auf den Sklavenmärkten des Orients verkauft werden.


Hans-Werner Sinn

Als ein der Grundrechenarten kundiger Ökonom weiß Hans-Werner Sinn (70), Ex-Präsident des renommierten »ifo Instituts«, dass tausend Tonnen Watte genauso viel wiegen wie tausend Tonnen Stahl. Wattebäuschchen sind indes sein Ding nicht. Die EU nennt er ungeschminkt das, was sie ist – »eine Transferunion«. Vor Jahren gab er Angela Merkel (CDU) hin und wieder einen guten Rat. Das ergibt für Sinn schon lange keinen Sinn mehr: »Sie befolgt ihn ja doch nicht.«


Roland Tichy

Das Credo des streitbaren Wirtschaftsjournalisten Roland Tichy (63) lautet: »Unsere Freiheit ist groß. Wir müssen sie nur gut nutzen und uns nicht selbst versklaven.« Das nach ihm benannte liberal-konservative Meinungs­magazin »Tichys Einblick« ist seit vier Jahren ein fester Bestandteil der alternativen Medien-Szene. Es brilliert mit glänzend geschriebenen Kolumnen eines festen Autorenstammes, aktuell z. B. gegen den UN-Migrationspakt: »An den Bürgern vorbei!«

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