Die drei Vollpfosten der Woche:

Angela Merkel (CDU), Peter Altmaier (CDU), Ricarda Lang (Grüne)

Katastrophenkanzlerin

Im dichtbestandenen Berliner Pfostenwald ist sie der tragende Mittelpfosten: Angela Merkel, die unerreichte Katastrophenkanzlerin der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die drei großen Rechtsbrüche – Euro-»Rettung«, Einwanderungskontrollverlust und »Energiewende« werden in den Geschichtsbüchern auf immer mit ihrem Namen verbunden bleiben.

Krisen sind ihr Element. Sie versteht es, Katastrophen geschehen zu lassen, bis der Schaden auf die Spitze getrieben ist, und dabei immer noch kräftig nachzuhelfen. So auch in der Corona-Krise: Erst war sie wochenlang abgetaucht und ließ die Dilettanten in ihrem Kabinett vor sich hinwerkeln, bis der Schlamassel unüberschaubar war. Dann verordnete sie uns einen »Shutdown«, der die globale Corona-Krise für Deutschland zur schlimmsten Wirtschaftskrise seit Kriegsende auswachsen ließ.

Da blühte die Kanzlerin, die mancher schon auf dem Weg in den überfälligen Ruhestand wähnte, erst so richtig auf. Das ist Politik nach ihrem Geschmack: Heute dies für richtig erklären und morgen das, sich dabei noch als »alternativlos« durchblickende »Wissenschaftlerin« feiern lassen, die Bürger unter Hausarrest stellen, die Volkswirtschaft mal eben zum Stillstand bringen, die Leute in Panik versetzen und dressieren, bis jeder den anderen denunziert und keiner mehr ohne Maulkorb aus Stoff auf die Straße zu gehen wagt.

So könnte es ewig weitergehen; über einen Ausstieg möchte sie am liebsten gar nicht erst reden müssen. »Öffnungsdiskussionsorgien« heißt das im Jargon einer gelernten FDJ-Agitpropsekretärin. Schließlich lenkt die Corona-Pandemie ja trefflich von all den früheren Fehlentscheidungen und ihren Folgen ab.

Einmal muss es aber doch vorbei sein und die zertrümmerte Wirtschaft wieder aufgebaut werden. Auch dafür hat Angela Merkel einen Plan zur Schadensmaximierung: Beim Wiederaufbau soll nämlich das Billionengrab »Klimaschutz« im Mittelpunkt stehen. Sollen die anderen – dummerweise gehört der Kern der deutschen Wirtschaft dazu – doch sehen, wo sie bleiben.

Die »Klimaschutz«-Ziele, die die deutsche Wirtschaft schon ohne Corona-Krise an den Rand der Deindustrialisierung gebracht haben, werden noch verschärft. Und während jedes normale Land in der Krise erst mal an sich denkt, hält Merkel gar nichts davon und will lieber »unsere internationalen Verpflichtungen weiter stark nach vorne bringen«.

Vier Milliarden Euro will sie dieses Jahr, Krise hin oder her, für die »internationale Klimafinanzierung« verpulvern, versprach sie dem »Petersberger Klimadialog«. Der deutsche Untertan zahlt ja ohne Murren alles. Fast noch besser als damals in der »DDR«: Hier gibt es mehr zu verjuxen und mehr kaputt zu machen, und die Nomenklatura lebt auch noch besser.

Nichtwirtschaftsminister

Peter Altmaier ist der wahrscheinlich unfähigste Bundeswirtschaftsminister aller Zeiten. Merkels getreuer Paladin stammt aus dem Saarland, wie so viele Vollpfosten. Egal wo seine Chefin ihn hinstellt, er nimmt den Raum ein, klopft bräsige Sprüche und tut ansonsten eher nichts.

Deutschlands mittelständische Unternehmer sind schon vor einem Jahr an ihm verzweifelt und haben ihm ihr Vertrauen entzogen. Die Metallarbeitgeber haben ihn öffentlich als »Fehlbesetzung« deklariert und seine Absetzung gefordert. Aber Altmaier sitzt immer noch im Bundeswirtschaftsministerium, wo Ludwig Erhards Büste Spinnweben ansetzt, und tut: nichts.

Inzwischen gehen ganze Branchen den Bach herunter. Die Metallindustrie wird von der Krise besonders schwer gerupft werden. Viele Unternehmen werden den »Shutdown« nicht überleben. Aber Altmaier ist immer noch da.

»Kein einziger Arbeitsplatz geht wegen Corona verloren«, versprach Altmaier noch Mitte März. Stand heute: zehn Millionen Kurzarbeiter, dreihunderttausend neue Arbeitslose. Und das ist erst der Anfang. Altmaier verkündet das so gemütlich wie immer, sein Geschwätz von gestern kümmert ihn nicht. Sein Arbeitsplatz ist ja sicher. Andere Länder haben Krisenbewältiger. Wir haben einen Nichtwirtschaftsminister.

Genussmenschin

»Mehr Genuss wagen« sollten die Grünen, forderte die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Ricarda Lang. Der Wonneproppen aus dem schwäbischen Nürtingen ist also für die Grünen so was wie Kevin Kühnert für die SPD. Seit November ist sie auch stellvertretende Parteivorsitzende.

Den »Genuss« lässt sie sich davon trotzdem nicht vermiesen. Klar, regelmäßig gibt sie auch irgendwas Politisches von sich, meist trendigen grünen Unfug wie Siemens soll keine bösen Kohlekraftwerke in Australien ausstatten oder jeder auf der Welt, der vom »Klimawandel« betroffen ist, soll eine europäische Staatsbürgerschaft bekommen, und »Hass im Netz« mag sie natürlich gar nicht.

Laut Partei-Kurzbio ist Ricarda Lang Jurastudentin, ver.di-Mitglied und bei den Grünen frauenpolitische Sprecherin und für die Themen »Feminismus, Vielfalt und Strategien gegen rechts« zuständig. Aber am liebsten sitzt sie eigentlich zu Hause und spielt Computer.

Da kommt ihr die Corona-Krise natürlich gerade recht. »Mein Sim ist während der Corona-Krise schon Präsidentin geworden und hat sich selbst Geige spielen beigebracht«, trällerte sie kürzlich auf ›Twitter‹. Da werden sich die vielen Kurzarbeiter, Cafébesitzer und Gewerbetreibenden, die gerade nicht wissen, ob sie nach der Krise noch eine Existenz haben, aber freuen.

Wer’s nicht weiß, weil er seine Zeit eher mit Arbeiten zubringt: »Sims« ist so ein Spiel mit digitalen Ersatzpersönlichkeiten, was mit »künstlicher Intelligenz« sozusagen. Die ist auch leichter zu bekommen als natürliche. Ein Paralleluniversum eben, so wie die Gedankenwelt, in der sich Grüninnen und Grüne bekanntlich gern bewegen. Über hunderttausend Mitglieder sollen die übrigens inzwischen haben, freut sich Ricarda Lang auf ›Twitter‹ mit selbstzufriedenem Grinsen und erhobenem, fast leerem Weinglas. Na, dann prost.

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