Die drei Vollpfosten der Woche:

Armin Laschet (CDU), Friedrich Merz (auch CDU), Sawsan Chebli (SPD)

 

Armin Laschet, der Möchtegern-Merkel:

Er kommt daher wie Merkel ohne Dekolleté: Mit Armin Laschet, dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, schickt sich der treueste Paladin an, die Rautenkanzlerin zu beerben. Dafür hat er schließlich jahrelang das Rückgrat krumm gemacht, gekungelt, genetzwerkt und die Chefin gegen Kritiker aus den eigenen Reihen in Schutz genommen.
Strippen ziehen, das kann er: Im Wettlauf um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzende und möglicher künftiger Kanzler hat er seinen Konkurrenten Friedrich Merz schon beim Start tüchtig ausgetrickst: Als Chef eines »Teams« will er antreten und hat dafür Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingekauft, den viele in der Union immer noch aus unerfindlichen Gründen für einen »Konservativen« halten.
Ob das reicht, die Mehrheit der Parteitagsdelegierten einzuseifen? Wieso nicht: Die wollen im Grunde ja auch nur, dass es irgendwie so weitergeht, bloß halt mit besseren Wahlergebnissen und mehr Posten und Pfründen. Seinen Landesverband NRW hat er hinter sich, da kann der Sauerländer Merz sehen, wo er bleibt.
Nur: Warum soll man Laschet überhaupt ranlassen, warum soll Merkel nicht einfach weitermachen? Weil der so schön jovial-rheinländisch grinsen kann und bei den Wählern vielleicht besser ankommt? Andere Politik gibt es mit Laschet jedenfalls nicht. Sogar »Merkels Umgang mit der Flüchtlingskrise« findet Laschet ganz »richtig«, beteuert er. Dabei war das der Kardinalfehler, der die Unionswähler in Scharen verscheucht hat.
Schlecht fürs Land, gut für die AfD. Die kann sich jetzt schon freuen: Wenn Laschet der nächste Merkel wird, geht ihr die Arbeit bestimmt nicht aus.

Friedrich Merz, der Angsthasen-Hoffnungsträger:

Er wollte mal und konnte nicht und hat’s dann doch vergeigt. Friedrich Merz, der ewige Zauderer aus dem Sauerland, ist wieder da. Erst hat Merkel ihn, zu Beginn ihres Aufstiegs, als Bundestagsfraktionschef abgelöst. Jahre später hat er es dann nicht mal geschafft, Mini-Merkel AKK auszustechen, als der Parteivorsitzendenposten wieder frei geworden war. Nachdem die auch krachend gescheitert ist, will er es also noch mal versuchen.
Sein Problem ist aber immer noch das alte: Er will den Spitzenposten, aber bitteschön im Schlafwagen, ohne darum kämpfen und sich mit irgendjemandem ernsthaft anlegen zu müssen. Bei der pseudokonservativen »WerteUnion« hat er immer noch Fans, obwohl er die mehrfach im Stich gelassen hat. Drittklassige Polit-Pensionäre wie Ruprecht Polenz und Elmar Brok dürfen die Werteunionisten inzwischen ungestraft als »Schande« und »Krebsgeschwür« diffamieren – Merz rührt keinen Finger zu ihrer Verteidigung.
Mit denen wird es also nichts. Und von neuen bürgerlichen Mehrheiten mit der AfD will Merz auch nichts wissen, diese Partei beschimpft Merz genauso unflätig wie Laschet. Bleibt also nur, sich brav bei den Linken anzubiedern und dabei so zu tun, als wäre an Friedrich Merz noch etwas anderes konservativ als der Anzug.
Nein, einen »Rechtsruck« wolle er selbstverständlich nicht, beteuert Merz. Was aber dann? Er will die Partei wieder »in die Mitte« führen, sagt Merz. Wie er da sonst hinkommen will von ganz links, wohin die Partei in fünfzehn Merkel-Jahren unentwegt gerückt worden ist, sagt er aber auch nicht.
Sein Kompass ist offenkundig genauso kaputt wie bei den anderen Kandidaten auch. So wird das nichts mit der Abwendung des Untergangs der Unionsparteien. Ob Laschet oder Merz, die CDU hat anscheinend nur die Wahl zwischen zwei Vollpfosten.

Sawsan Chebli, die Doppelquoten-Staatssekretärin:

Wie so viele grünlinke Dummschwätzer*innen plappert auch Sawsan Chebli gerne den Unfug nach, der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke sei »gerichtlich bestätigt« ein »Faschist«. Nur weil ein Gericht in einer Eilentscheidung festgestellt hatte, dass man diese negativ wertende Meinungsäußerung in einem Demonstrationsaufruf nicht einfach untersagen könne.
Folgt man ihrer Logik, dann ist die possierliche Berliner SPD-Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement, Internationales und sonstiges Gedöns jetzt also, »gerichtlich bestätigt«, eine »islamische Sprechpuppe« und »Quotenmigrantin der SPD«. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat nämlich einen YouTuber freigesprochen, der sie in einem Video genau so tituliert hatte. Das seien harte, aber von der Meinungsfreiheit gedeckte Äußerungen und keine unzulässigen Herabsetzungen, urteilte der Richter.
Klar, dass Chebli jetzt wieder beleidigt ist. Wo doch der Staatsanwalt – Staatsanwälte sind in Deutschland, rechtsstaatlich fragwürdig, an politische Weisungen gebunden, ein Schelm, wer Böses dabei denkt – sogar sechs Monate Haft gefordert hatte. Ein vorher ergangener Strafbefehl, den der YouTuber nicht akzeptiert hatte, wurde damit auch gleich kassiert.
Das Urteil sei »bitter« für alle, die gegen »Rassismus« kämpfen, sie lasse sich »nicht unterkriegen« und werde Rechtsmittel einlegen, ließ Chebli verlauten. Typisch grün-linke Doppelmoral eben: Wenn politische Gegner als »Nazischlampe« beleidigt werden oder man selbst mit tatsächlich ehrabschneidenden Beleidigungen wie »Faschist« und »Nazi« nur so um sich wirft, ist das in Ordnung, aber wehe, man wird selbst kritisiert, dann ist das gleich »Hass« und »Hetze«, und ein Rechtssystem, das nicht so urteilt, wie Frau Chebli das gerne hätte, hat eben »Schwächen«.
Dabei sieht jeder, der ihr mal auf ›Twitter‹ oder bei einer Rede zuhört, dass Sawsan Chebli außer Islam-Lobbyismus und penetrantem Herumreiten auf der eigenen palästinensischen Abstammung kaum ein Thema kennt; was sie als Staatssekretärin außer dauertwittern und Strafanzeigen raushauen sonst so treibt, weiß keiner, und dass sie ihre Karriere trotz erwiesener Unfähigkeit vor allem dem Doppelquotenstatus als Frau und Migrantin verdankt, ist so offensichtlich, dass die Feststellung beim besten Willen keine Beleidigung sein kann.
Aber so sind die grünlinken Mimosen eben: Hemmungslos austeilen, aber nicht mal das kleinste Widerwort einstecken können. Die Quotenmigrantin und islamische Sprechpuppe Sawsan Chebli ist dafür ein Paradebeispiel.

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