Die drei Vollpfosten der Woche:

Frank-Walter Steinmeier (SPD), Lothar Wieler (RKI), Jutta Ditfurth (ÖkoLinX)

Frank Walter Steinmeier: Präsidentendarsteller auf der Phrasendreschmaschine

Lange nichts mehr gehört von Präsident Peinlich. »Gegen rechts«-Konzerte und Anti-Rassismus-Kampagnen, mit denen er die Opposition denunziert und die Gesellschaft spaltet, liegen dem ewigen SPD-Parteisoldaten Frank-Walter Steinmeier offenbar mehr als Führung und Vorbild in Krisenzeiten.

In der Corona-Krise blieb er jedenfalls noch länger stumm und abgetaucht als selbst die Bundeskanzlerin. Sein Schweigen war so penetrant, dass in den sozialen Medien schon Vermisstenmeldungen kursierten. Dann aber, als schon keiner mehr mit seinem Wiedererscheinen rechnen wollte, kam er schließlich doch noch mit einer »Videobotschaft« um die Ecke.

Selbst da schaffte er es mühelos, Merkels TV-Ansprache noch an Plattheit zu überbieten. Andere Staats- und Regierungschefs gehen raus, danken den Ärzten und Helfern und sprechen ihnen Mut zu, Deutschlands oberste Repräsentanten predigen in Puschen aus dem Wohnzimmer.

Während Millionen Menschen um ihre Jobs bangen und nicht wissen, ob und wann sie in ihr gewohntes Leben zurückkehren können, kommt Frank-Walter Steinmeier nicht einmal in diesen Tagen des Ausnahmezustands von seiner Phrasendreschmaschine herunter. »Das Virus hat keine Staatsangehörigkeit und macht vor keinen Grenzen halt«, salbaderte Steinmeier, und: »Unsere Zukunft liegt nicht in Abschottung voneinander, sondern in geteiltem Wissen.«

Ja, Grenzöffnungspropaganda ist sicher das, was die Bürger in der Krise von ihrem Präsidenten hören wollen. Im Ernst: Solche Reden braucht in diesen Zeiten kein Mensch. Und so einen Präsidenten im Grunde genommen auch nicht.

Lothar Wieler: Ministerberater auf Tauchstation

Wie ein Zwilling saß Lothar Wieler auf jeder Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), täglich gab er per Livestream Lageberichte zur Entwicklung der Corona-Krise heraus, jetzt geht der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) plötzlich auf Tauchstation: Kein Livestream, auch erst mal keine Pressekonferenz, erst am Dienstag will sich der wichtigste Ratgeber der Bundesregierung im Kampf gegen die Virus-Pandemie wieder an die Öffentlichkeit wenden.

Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass das RKI unter seiner Führung bislang nicht gerade eine sonderlich professionelle Vorstellung abgeliefert hat. Die Kritik wurde zuletzt immer lauter, Fachkollegen sind schon früher auf Distanz zu Wieler gegangen. Noch am 22. Januar verkündete Wieler, in Deutschland würden sich wohl nur »wenige Menschen« mit dem neuartigen Corona-Virus anstecken, es werde sich auch »nicht sehr stark auf der Welt ausbreiten«.

Virologe Alexander Kekulé teilte diese »Gelassenheit« schon damals nicht und forderte, die Politik müsse sich »vorbereiten«. Spahn und Merkel hörten lieber auf den Mann, der zum Abwarten und Tee trinken riet. Und das noch einen Monat später, Ende Februar, als die fatalen Auswirkungen Europa längst erreicht hatten. Man müsse das »ganz nüchtern betrachten, ähnlich wie eine Grippewelle«, beschwichtigte Wieler im Gleichklang mit dem auf Verharmlosung getrimmten Gesundheitsminister.

Wieder einen Monat später gibt Lothar Wieler jetzt den Ratlosen. Man wisse nicht, »wie sich diese Epidemie weiter entwickelt«, und: »Wir sind in einer Krise, deren Ausmaß ich mir nie hätte vorstellen können.« Echt nicht? Was macht der Mann eigentlich beruflich?

Er hätte ja mal die Studie lesen können, die sein Institut schon 2012 der Bundesregierung vorgelegt hatte. Da wird eine Pandemie wie Covid-19 ziemlich exakt vorausgesagt und auch benannt, wo die Schwächen Deutschlands liegen, wie man sich vorbereiten müsste und welche Maßnahmen zu ergreifen wären.

Bei der Bekanntgabe der aktuellen Infizierten-Zahlen hinkt das RKI immer noch regelmäßig hinter der Johns-Hopkins-Universität in den USA zurück, die offenbar mehr auf Zack ist. Für die »Wir schaffen das«-Aussitzpolitik der Bundesregierung ist Lothar Wieler der perfekte Berater. Als oberster Seuchenbekämpfer des Landes ist er offensichtlich eine Fehlbesetzung.

Jutta Ditfurth: Linksextreme Virenschleuder auf Betteltour

Hochmut kommt vor dem Fall. Gerade mal vor einem Monat, am 26. Februar, hatte Jutta Ditfurth von der radikallinken Splittergruppe »ÖkoLinX« noch geprahlt, sie wolle trotz Grippeerkrankung in die nächste Stadtratssitzung im Frankfurter Römer gehen und »niesend durch die Reihen der AfD« gehen. Typisch linker »Humor« eben – während die Welt von einer potenziell tödlichen Lungenerkrankung in Atem gehalten wird, dem politischen Gegner quasi die Seuche an den Hals wünschen.

Das ging nach hinten los. Inzwischen wurde Ditfurth selbst positiv auf Covid-19 getestet. Statt in sich zu gehen, startete die irrlichternde Linksradikale einen weinerlichen Spendenaufruf: Ihre Einnahmen seien weggebrochen, alle Vortragstermine abgesagt, man solle ihr doch bitte helfen, über die Runden zu kommen.

Schadenfreude ist gewiss nicht angebracht, wenn jemand von so einer Diagnose getroffen ist. Dass sich das Mitleid in Grenzen halten würde, hätte sie sich aber ausrechnen können. Doch offenbar hat sich die einstige Grünen-Mitgründerin so daran gewöhnt, von ihrem linken Netzwerk irgendwie mit Staatsknete versorgt zu werden, dass sie sich gar nicht vorstellen kann, dass die Kohle für ihre Gesinnung nicht von allein fließt.

Und weil sie so unvorsichtig war, ihre Bankverbindung öffentlich zu machen, und sie daraufhin von einigen, denen sie schon auf die Füße getreten war, Mikrospenden mit entsprechenden Botschaften erhielt, kündigte sie gleich an, jeden, der ihr auf diese Weise querkommt, in ein Dossier zu packen und bei den »zuständigen ›Antifa‹-Stellen« zu verpetzen. Die linksextremen Reflexe funktionieren bei ihr also noch einwandfrei. So schlimm kann es mit der Erkrankung dann ja wohl auch nicht sein.

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