Die drei Vollpfosten der Woche:

Saskia Esken (SPD), Robert Habeck (Grüne), »Jogi« Löw (DFB)

Berufsverbotsinquisitorin: Saskia Esken, SPD-Chefin

Saskia Esken erinnere ihn an eine »sadistische Gemeinschaftskundelehrerin«, kommentierte Jan Fleischhauer treffend nach der Wahl der neuen SPD-Vorsitzenden. Wie wahr: Nichts verteilt die gestrenge Domina an der SPD-Spitze genussvoller als Peitschenhiebe. Zuletzt wieder mal gegen die AfD: Für deren Mitglieder will sie ein »Berufsverbot« im öffentlichen Dienst. Und zwar für alle Mitglieder, auch wenn der Verfassungsschutz nur den »Flügel« beobachtet.

Wenn Genossen säubern, sind »bürgerliche« Differenzierungen nur hinderlich. Johannes Kahrs, Chefagitator der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion gegen die unbequeme Konkurrenz von rechts, der die ehemaligen SPD-Wähler in Scharen zulaufen, ist von der Idee auch ganz begeistert.

Den Begriff »Berufsverbote« dürften beide noch aus den Achtzigern kennen. So mancher Genosse aus Eskens »Parlamentarischer Linken«, dem Zusammenschluss der noch linkeren Sozis im Bundestag, dürfte damals allerdings noch dagegen gekämpft haben. »Berufsverbote« betrafen seinerzeit nämlich Mitglieder kommunistischer K-Gruppen und andere Linksextremisten, die nicht Lehrer und Beamte werden konnten.

Das war schlecht für den Marsch durch die Institutionen, und deshalb waren linksradikale Jusos und ihre Gesinnungsfreunde darüber hellauf empört. Jetzt aber ist die AfD der Feind, und gegen den ist jedes Mittel recht, auch solche, die man früher als »undemokratisch« verabscheut hat.

Also will die Inquisitorin Saskia Esken dafür sorgen, dass »Angehörige rechtsextremer Vereinigungen wie der AfD und ihrem ›Flügel‹ in diesem Land keine Kinder unterrichten, keine Straftäter ermitteln, nicht für unsere Sicherheit sorgen und nicht in Verwaltungen oder Gerichten über das Schicksal von Menschen entscheiden«.

Das wollen Saskia Eskens linksradikale und linksextreme Freunde, nachdem der »lange Marsch durch die Institutionen« am Ende doch noch gelungen ist, nämlich lieber selbst erledigen. Doppelmoral gehört eben zur Grundausstattung aller linientreuen Sozialisten.

Wirtschaftsanalphabet: Robert Habeck, Grünen-Guru

Was wäre die deutsche Wirtschaft doch ohne die guten Ratschläge von Robert Habeck, dem kuscheligen Kinderbuchautor und Grünen-Parteichef. Hotel- und Restaurantbesitzer müssen wegen der Corona-Krise zwangsweise ihre Betriebe schließen? Dann können sie doch die Zeit nutzen, um ihre alte Ölheizung durch »ökologische Technologien« zu ersetzen, meinte Habeck im »heute-journal«.

Jetzt könnte man natürlich versuchen, einem vom Steuerzahler wohlalimentierten Politiker zu erklären, dass ein Unternehmer, dem krisenbedingt gerade sein Geschäft den Bach runtergeht und der nicht weiß, wovon er in den nächsten Monaten noch Pacht und Gehälter zahlen soll, vermutlich ganz andere Sorgen hat als auch noch für teuer Geld ökologisch korrekte Anlagen zu kaufen, die er gar nicht braucht und deren Anschaffung sich zu seinen Lebzeiten höchstwahrscheinlich auch gar nicht amortisieren wird.

Aber das wäre zwecklos. Denn was ein echter Grüner ist, der lebt vom Steuerzahler und kann sich gar nicht vorstellen, dass Geld hart erarbeitet und verdient werden muss. Der glaubt, dass Geld vom Staat »erwirtschaftet« wird und nicht von Unternehmern und Arbeitern; und dass Enteignungen Gerechtigkeit schaffen. Kaum zu glauben, dass ein Wohlfühl-Sozialist und ökonomischer Analphabet wie Robert Habeck vom Medien-Mainstream als möglicher Kanzler gehandelt wird. Da kann einem Angst und Bange werden.

Zeitgeist-Schwafler: Joachim »Jogi« Löw, Fußball-Merkel

Joachim Löw ist für den deutschen Fußball so etwas ähnliches wie Angela Merkel in der Politik. Kein Wunder, dass die beiden sich gut verstehen. Die guten Zeiten sind schon eine Weile her, etwas Neues fällt ihnen auch nicht ein, dafür kleben sie umso zäher am Sessel.

Und hängen ihr Mäntelchen in den Zeitgeist-Wind. Die Nationalmannschaft wurde unter Löw zur »Mannschaft« in Grau statt Schwarz-Rot-Gold, die Spieler plappern auf Knopfdruck politisch korrektes Zeugs ohne Ecken und Kanten. So wie ihr Chef auch.

»Die Welt hat ein kollektives Burn-out erlebt«, orakelte »Jogi« Löw in der DFB-Pressekonferenz zur Corona-Krise: »Die Erde scheint sich ein bisschen zu wehren gegen den Menschen, der immer denkt, dass er alles kann und alles weiß.« Was man ebenso schwurbelt, wenn man sich mit esoterischem Geraune bei den Gläubigen der ökosozialistischen Ersatzreligion anbiedern will.

»Macht, Gier, Profit haben im Vordergrund gestanden« – noch so ein peinlicher sozialistischer Allgemeinplatz, der sich als Anführer einer Millionärstruppe leicht dahinsagt; und ein weiterer tiefer Griff in die grüne Phrasenkiste: »Das Tempo, das die Menschen in den letzten Jahren vorgelegt haben, war kaum noch zu toppen.«

Seine »Mannschaft« kann er damit kaum gemeint haben, die könnte auf dem Platz ruhig ab und zu mal einen Zahn zulegen. Aber solange die »Haltung« stimmt, sind die Resultate ja egal. Jedenfalls in der grünlinken Filterblase.

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