»Die Ehe für alle ist verfassungswidrig!«

Hedwig von Beverfoerde (54) kämpft seit vielen Jahren für Familie und den Schutz von Kindern vor Sexualisierung und der Gender-Ideologie. Sie ist Sprecherin des Aktionsbündnisses für Ehe & Familie – DEMO FÜR ALLE (www.demofueralle.de). Im Interview mit dem Deutschland-KURIER erklärt sie ihre Initiative.

Deutschland-KURIER: Gemeinsam mit
der Petitionsplattform CitizenGO Deutschland fahren Sie seit einigen Tagen mit dem »Bus der Meinungsfreiheit« durch Deutschland. Was steckt dahinter?

Hedwig von Beverfoerde: Der erste orangefarbene »Bus der Meinungsfreiheit« fuhr vor einem halben Jahr durch Spanien. Dieser erste Bus war eine Reaktion von »Hazte Oír« – einer Unterorganisation von CitizenGO – auf eine Plakatkampagne der spanischen LGBT-Bewegung, die den Slogan »Mädchen haben einen Penis / Jungs haben eine Vagina« auf riesige Plakatwände hatte drucken lassen. Als »Hazte Oír« diese ideologische Verdrehung biologischer Fakten mit eigenen Großplakaten richtigstellen wollte, wurden ihnen diese verweigert.

»Wir zeigen Flagge für Ehe und Familie und für die Meinungsfreiheit.«

So entstand die Idee mit dem Bus als mobiles Plakat. Der Protest der LGBTs, Sachbeschädigung inklusive, ließ nicht lange auf sich warten. Nur unter massivem Polizeischutz konnte der Bus durch Spanien fahren. Wenig später gab es dann orangefarbene Busse in den USA, Kolumbien, Mexiko und Chile. Jetzt fahren wir in Deutschland, demnächst folgen Italien und Frankreich. Inzwischen ist daraus eine weltweite Kampagne für die Meinungsfreiheit geworden.

Und warum jetzt in Deutschland?

Obwohl uns das Grundgesetz in Artikel 5 die freie Meinungsäußerung garantiert, sieht die Realität anders aus. Wer in Deutschland friedlich für die Wahrung der Elternrechte und gegen eine Sexualisierung der Kinder in Schule und KiTa demonstriert, muss mit massiven Störaktionen linksextremer Antifa-Aktivisten rechnen. Seit wir uns als DEMO FÜR ALLE erfolgreich gegen die Gender-Ideologie zur Wehr setzen, werden wir diffamiert und öffentlich angepöbelt, bis hin zu tätlichen Angriffen.

»Der Wesenskern der Ehe ist ihr Potenzial zur Weitergabe des Lebens.«

Uns reicht es jetzt! 10 Tage lang fahren wir mit einer Gruppe junger Leute durch Deutschland und machen Station in zehn Städten. Damit zeigen wir Flagge für Ehe und Familie und für die Meinungsfreiheit.

Auf Ihrem Bus findet sich u.a. die Forderung: Ehe bleibt Ehe. Was hat es damit auf sich?

Am 30. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag in einem unwürdigen Hauruck-Verfahren das Ehe-Öffnungsgesetz beschlossen. Dazu war er nicht berechtigt. Denn laut Grundgesetz und ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist die Ehe der Lebensbund zwischen einem Mann und einer Frau, und nichts anderes. Damit ist dieses Gesetz – das Angela Merkel im TV-Duell als »befriedende Lösung« bezeichnete, wohl wissend, dass das Grundgesetz etwas anderes darunter versteht – verfassungswidrig!

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Der Wesenskern der Ehe ist ihr Potenzial zur Weitergabe des Lebens. Dieses Potenzial hat aber nur die Verbindung von Mann und Frau. Selbstverständlich sind auch andere Lebensgemeinschaften möglich, aber diese sind eben keine Ehe und werden auch nie eine Ehe sein.

Was wollen Sie ganz konkret mit der Bus-Tour erreichen?

Mit dem »Bus der Meinungsfreiheit« fordern wir, dass das Ehe-Öffnungsgesetz so schnell wie möglich vor das Bundesverfassungsgericht kommt. Der einfachste und schnellste Weg wäre eine Normenkontrollklage durch die Bayerische Staatsregierung. Denn ab dem 1. Oktober können die ersten Homo-Ehen geschlossen und damit auch Kinder adoptiert werden. Damit wird den Kindern das natürliche Recht auf Vater und Mutter genommen. Die Zeit drängt also! Mehr als 62.000 Bürger haben bereits unsere Petition »Ehe-Öffnung kippen – Bayern voran!« unterzeichnet. Wir fordern ein rasches Handeln, bevor Fakten geschaffen werden, die sich nicht mehr zurücknehmen lassen.

Ihre Tour endet am 15. September in Berlin. Welche besondere Aktion haben Sie für den Abschluss geplant?

Am Ende unserer über 2.000 km langen Bus-Tour werden wir vor dem Bundeskanzleramt auf der Abschlusskundgebung um 15 Uhr noch einmal deutlich Position beziehen: für #EhebleibtEhe, für die Zweigeschlechtlichkeit und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder in Schule und KiTa. Wir wollen dort Angela Merkel den Protest der mehr als 220.000 Bürger übergeben, die unsere Petition »Ehe bleibt Ehe« gegen die Öffnung der Ehe unterschrieben haben.


Der »Bus der Meinungsfreiheit« ist eine Gemeinschaftsaktion der internationalen Petitionsplattform CitizenGO Deutschland und dem Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DEMO FÜR ALLE. Vom 6. bis 15. September 2017 fährt der Bus von München aus quer durch Deutschland und macht Station in zehn deutschen Städten und endet schließlich in Berlin.

www.bus-der-meinungsfreiheit.de

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