Mutig stehen sie auf gegen jede »Einschränkung der Pressefreiheit«, die Recken vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Gegen Zensurgesetze wie das NetzDG? Gegen die Tricks und Finten, mit denen staatliche Stellen Migrantenkriminalität verschleiern und vertuschen? Gegen den UN-Migrationspakt, der die Regierungen auffordert, Pro-Einwanderungs-Propaganda zu fördern, Medien gezielt dafür zu belohnen und Kritiker zu bestrafen?

Aber woher. Das alles finden Mainstream-Journalisten ja selbst ganz prima und tun begeistert mit. Der DJV, der sich selbst als »Deutschlands größte Journalistenorganisation« anpreist, kennt seinen Platz. Seine »Dresdener Erklärung« bezeichnet die Mitgliedschaft im DJV und in einer Partei, welche die Pressefreiheit und die ungehinderte Ausübung des Journalistenberufs einschränken wolle, als unvereinbar.

Begriffsstutzige, die sich wundern, dass der Journalistenverband plötzlich gegen »alle Formen von politischem Extremismus« auftritt, obwohl doch bekanntlich mindestens jeder zweite deutsche Journalist mit den Grünen oder einer anderen linksradikalen Partei sympathisiert, bekommen es von DJV-Sprecher Hendrik Zörner auch gleich noch mal ausbuchstabiert: »Die Erklärung richtet sich nicht nur gegen die AfD – aber auch.«

Irgendetwas müssen sie da falsch verstanden haben. Das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit ist ja eigentlich als Abwehrrecht gegen Übergriffe der Mächtigen gedacht und nicht gegen Wahlerfolge der Opposition. Pressefreiheit heißt auch nicht, dass man regierungstreue Journalisten nicht mehr kritisieren und bei der Arbeit stören darf. Aber egal: In der Haltungs-Republik Deutschland kommt es schließlich in erster Linie auf die richtige Gesinnung an.

AfD-Mitglieder habe man übrigens in den eigenen Reihen noch gar nicht gefunden; »wir betreiben keine Gesinnungsschnüffelei«, beteuert Sprecher Zörner treuherzig, nachdem er aufgezählt hat, welche Gesinnungen der DJV alle nicht haben will. Die »Dresdener Erklärung« klingt so rührend nach alten Zeiten, als jedes Kombinat und jede Massenorganisation der Partei- und Staatsführung regelmäßig ihre unverbrüchliche Treue und Kampfbereitschaft versicherte, dass es sogar einem alten Kommunisten ganz warm ums Herz werden muss.

Allzeit bereit ist der DJV darüber hinaus auch für »mehr Vielfalt« in den Redaktionen: Auch in den Medienhäusern müsse sich die Gesellschaft »in Bezug auf Alter, Geschlecht, Ethnizität, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung und die psychische wie physische Verfassung von Mitarbeitern« widerspiegeln. Verrückt sein geht also in Ordnung, Hauptsache keine »Rechten«. Darauf eine Hoftrompete! (fh)

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