Seit der (offiziellen) Schließung der Balkanroute haben Zigtausende Migranten versucht, über Italien und Griechenland illegal nach Europa zu gelangen. Angeblich um südeuropäische Länder zu entlasten, legte die EU im Herbst 2015 das erste Umsiedlungsprogramm für rund 40.000 »Flüchtlinge« auf. Auch die Schweiz, obwohl kein EU-Mitglied, beteiligte sich daran auf freiwilliger Basis und nahm knapp 1.500 Personen auf. Bekanntlich hatte Brüssel die Rechnung ohne die osteuropäischen Staaten gemacht. Weil diese die Teilnahme standhaft verweigerten, konnte nur ein Drittel des geplanten Kontingents an »Schutzsuchenden« umgesiedelt werden. Die EU legte deshalb im Herbst 2017 ein zweites »Relocation-Programm« auf. Wiederum wurde die Schweiz angebettelt, möglichst viele Migranten aufzunehmen. Jetzt kam die knallharte Absage aus Bern: »Wir sehen zum jetzigen Zeitpunkt von einer Teilnahme am zweiten Relocation-
Programm ab«, erklärte Emmanuelle Jacquet von Sury vom Staatssekretariat für Migration im Schweizer ›SonntagsBlick‹.

QUELLEBild: imago
TEILEN