Die lautlose Gefahr:

Wie krank machen Windräder wirklich?

Die unsichtbare Luftverschmutzung: Der durch Windenergieanlagen produzierte Infraschall muss als Gefahr für die Gesundheit ernst genommen werden

Unsichtbar, geruchlos, lautlos: Wie krank macht uns der Infraschall von Windrädern wirklich?

Infraschall ist ein Schall, dessen Frequenz unterhalb des menschlichen Hörvermögens liegt. Manche Tiere wie etwa Blauwale können Schall in einem Teil dieses Frequenzspektrums wahrnehmen und nutzen diese Laute wahrscheinlich auch zur Kommunikation.

Obwohl Anwohner in der Umgebung von Windrädern teilweise schon regelrecht aus ihren Häusern flüchten und Hunderte Bürgerinitiativen Alarm schlagen, spielt die Infraschall-Problematik bei Baugenehmigungen in Deutschland bislang keine Rolle.

 

Anders dagegen in Dänemark: Dort nehmen die Behörden die lautlose Gefahr inzwischen so ernst, dass der Ausbau der Windindustrie drastisch zurückgefahren wurde. Hintergrund:

Vor einigen Jahren hatten sich die Tiere eines Nerzfarmers dutzendfach in ihren Käfigen zerfleischt. Zudem war ihre Fehlgeburtenrate explodiert, während der Betreiber selbst plötzlich mit Schlaflosigkeit und Herzproblemen zu kämpfen hatte. Kurz zuvor waren unweit zwei Windkraftwerke in Betrieb genommen worden. Zufall?

»Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen«, wusste der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Friedrich Dürrenmatt (1921–1990).

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