Die »Oma als Umweltsau« war nur die Ouvertüre:

Kommt der Krieg der Generationen?

Mit der »Oma als Umweltsau« haben wir einen ersten Vorgeschmack bekommen: Unter dem Deckmantel vermeintlicher Satire wird Jung gegen Alt aufgehetzt. Die Klima-Hysterie hat nach Ansicht von Experten das Potenzial für einen Generationen-Krieg.

»Kinder an die Macht«-Plakat auf einer Klimademo: Im Namen der neuen Klima-Religion werden die Jungen gegen die Alten aufgehetzt

Die ideologische Zerstörung des menschlichen Miteinanders schreitet zügig voran: Nach linksgrünem Feminismus und systematischem Gender-Mainstreaming folgt nun das vorsätzliche Aufwiegeln der Jungen gegen die Alten – im Namen der neuen Klima-Religion.

Herwig Birg (81) ist ein freundlicher, zurückhaltender Herr. Obwohl schon lange im Ruhestand, ist er noch immer einer der bekanntesten deutschsprachigen Bevölkerungswissenschaftler. Birg ist streitbar und umstritten. Bezeichnenderweise war es der ›Spiegel‹, der Birg einmal »Deutschlands vielleicht dunkelsten Propheten« nannte.

Die großbürgerliche Idylle, in die sich der Forscher am Berliner Wannsee mehr im Unruhe- als im Ruhestand zurückgezogen hat, trügt: Die Senatsverwaltung will auf dem Gelände der ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn bis zu 700 Migranten unterbringen, im Neusprech auch »Klimaflüchtlinge« genannt. Insofern liegen die Probleme sozusagen vor der Haustür.

Nicht weniger als vier »demografische Plagen« sieht der renommierte Bevölkerungswissenschaftler über die westeuropäischen Gesellschaften hereinbrechen:

Konflikte zwischen Jungen und Alten;

Konflikte zwischen Eltern und Kinderlosen;

Konflikte zwischen wachsenden Städten und schrumpfenden Dörfern;

Konflikte zwischen zugewanderten Ausländern und Einheimischen.

Eine in ihren Dimensionen noch gar nicht überschaubare gesellschaftliche Sprengkraft befürchtet Birg vor dem Hintergrund zusammenbrechender Alterssicherungssysteme durch bildungsferne Masseneinwanderung. Ihm graut es aber auch mit Blick darauf, wie Jung und Alt zunehmend in der sogenannten Klima-Debatte gegeneinander ausgespielt werden.

Damals haben die Jungen nicht gestreikt, sondern mit angepackt: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs helfen Schüler der Keppler-Mittelschule Ulm beim Wiederaufbau ihrer Schule

Nach Ansicht des Börsenexperten und Buchautors Dirk Müller könnte die derzeitige Klima-Hysterie sogar einen Generationen-Krieg auslösen. Das Klimathema diene »als Vehikel für eine neue Weltordnung«. Müller warnte schon vor knapp einem Jahr vor dieser gefährlichen Entwicklung:

Die jüngere Generation werde gegen die ältere aufgewiegelt. Kinder würden aufgestachelt, um die Klima-Agenda durchzubringen. Sie würden als »Soldaten« in den Demos auf die Straßen geschickt – »gegen Kinder kann und will ja keiner die Stimme erheben«. Und dabei würden Kinder gegen ihre Eltern, gegen die alte Generation schlechthin aufgehetzt: »Ihr seid schuld, ihr habt nichts gemacht, ihr seid die Bösen!«

Die Oma als »Umweltsau« lässt grüßen – es war nur die Ouvertüre! Respekt vor den Generationen, die Deutschland nach dem Krieg aufgebaut haben, die der Generation »Klima« ihre Handys, Tablets, Konzertkarten, Flugreisen und schnieken Klamotten erst ermöglicht haben? Nachts ist es kälter als draußen! (oys)

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