Die SPD wird zu einer Anti-Israel-Partei!

Was würde Willy Brandt dazu sagen?

Die SPD hat einen Lauf. Leider immer wieder gegen die Wand. Psychologen nennen das autoaggressives Verhalten. Man will sich selbst verletzen, weil man das eigene Sein nicht mehr erträgt.

Damit hadert auch die SPD. Sie will linker sein als die linke CDU. Das vertreibt ihre Stammwähler. Denn die stehen rechts. Die wollen die alte Willy-Partei, die tüchtige Leute mit gutem Lohn, guter Rente und guten Wohnungen versorgte – nicht aber Hunderttausende illegale Schmarotzer. Sie wollen die SPD, die »mehr Demokratie wagte«, nicht eine, die Facebook & Co zensiert. Und sie wollen eine Partei, die sie als Deutsche behandelt, nicht als globale Arbeitssklaven, und die Wert auf Heimat und Traditionen legt.
Zu den Traditionen gehört auch die Haltung zu Israel.

Wenn die SPD nicht für Israel einsteht – was ist dann Brandts Kniefall in Warschau noch wert?

Das wissen die Wähler, Sigmar Gabriel weiß es nicht. Er formulierte für den GroKo-Vertrag einen Passus, der nach massiven Protesten sofort kassiert wurde. Die Einzelheiten spielen keine Rolle, aber man kann sagen: Es war wieder sehend und im vollen Lauf gegen die Wand.
Denn Gabriel hätte gewarnt sein müssen. Seine erste Israel-Reise hat er so verbockt, dass der israelische Premier ein Treffen ablehnte. Dann schrieb er in völliger Umnachtung, die Sozis seien die ersten Opfer des Holocausts. Und nun formuliert er wieder einen schäbigen Vollstuss zu Israel.

Willy würde nochmal auf die Knie gehen. Aus Entsetzen vor so viel Dummheit.


Dr. Nicolaus Fest

war bis September 2014 stellvertretender Chefredakteur der ›Bild am Sonntag‹. Seit Oktober 2017 ist er Autor des Deutschland-KURIER.

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