Die spitze Feder aus Österreich:

Ibiza-Falle – Die Spur führt nach Merkel-Deutschland

Johannes Schüller

Der Schock sitzt tief! Doch nicht nur der würdelose Auftritt von Österreichs nunmehrigem Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und dem ehemaligen FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus auf Ibiza sollte zur Nachdenklichkeit anregen. Der Inhalt der Gespräche ist zweifelsohne mehr als unappetitlich, deutet aber auch längst die österreichische Realität an. So kaufte sich erst 2018 der als Kurz-Fan geltende, schwerreiche Immobilien-Unternehmer René Benko über die deutsche »Funke-Gruppe« 24,22 Prozent am ›Kurier‹ und 24,5 Prozent an der äußerst mächtigen ›Kronen-Zeitung‹.

Im gleichen Jahr wurde die als ÖVP-Sympathisantin geltende Martina Salomon Chefredakteurin beim ›Kurier‹. In der ›Krone‹ tauchten immer wieder mehr oder minder unverhüllte Jubelarien auf Kurz auf. Hinzu: Wer in Österreich in Staatsdiensten arbeiten will, benötigte jahrzehntelang mitunter für einfachste Tätigkeiten das »richtige« schwarze oder rote Parteibuch. Der durchschnittliche Wähler dürfte sich durch das peinliche Ibiza-Video also weniger überrascht, als vielmehr in schockierender Weise bestätigt fühlen.

Brisanter: Die akribische und hochprofessionelle Planung, Durchführung und Veröffentlichung des Ibiza-Videos verweisen auf einen mutmaßlichen Geheimdienst-Hintergrund! »Was mich beunruhigt, ist die Methode. Es riecht förmlich nach Geheimdienst, nach Illegalität und nach einem Vorgehen jenseits aller Rechtsstaatlichkeit«, warnt etwa der Boss der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, eindringlich.

Tatsächlich verweisen einige Spuren auf Merkel-Deutschland: Der durch Zwangsgebühren finanzierte, in Österreich längst verhasste Pausenclown Jan »Piefke« Böhmermann könnte laut Medienberichten bereits geraume Zeit vor der Veröffentlichung von dem Ibiza-Video gewusst haben. Veröffentlicht wurden Ausschnitte daraus von den als betont Merkel nah geltenden Medien ›Süddeutsche Zeitung‹ und ›Spiegel‹. Dem von der Merkel-Regierung auf ungehörige Weise entlassenen, ehemaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen kommen die Ibiza-Methoden zudem bekannt vor. Er verweist auf Geheimdienste oder klassisches »Dirty Campaigning«.

Wer – so wie der Autor dieser Zeilen oder Angela Merkel – zuerst in der DDR aufgewachsen ist, dürfte auch eine auffällige Ähnlichkeit zu perfidesten Stasi-Methoden feststellen. Am verräterischsten scheint jedoch die Antwort auf die Frage zu sein, wem der Skandal um das Ibiza-Video nützt – nämlich dem auf ungehemmten Zentralismus und Masseneinwanderung setzenden, globalistischen Lager von Angela Merkel und Emmanuel Macron!

Eine Woche vor der EU-Wahl sind die Auswirkungen auf die rechtskonservativen, patriotischen Kräfte in Europa bedeutend. Der polit-mediale Mainstream wird von Tag zu Tag nervöser, geht es doch um die eigene Pfründe. Es muss damit gerechnet werden, dass solcherlei Ibiza-Methoden keine einmalige Angelegenheit beim »Kampf gegen rechts« bleiben.

Johannes Schüller

ist Stellvertretender Chefredakteur der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹.

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