»Diese ekelhafte, widerwärtig geheuchelte Anteilnahme kauft Euch niemand ab!«

Die Wut der Juden zum Anschlag in Halle

»Wenn uns Islamisten tagtäglich drangsalieren, massakrieren und tiefes Unheil über uns Juden bringen, schaut ihr weg«: Konservative Juden beklagen die Doppelmoral von Politikern und Medien

Trauer, Wut und Entsetzen auf der ganzen Welt über den – gottlob stümperhaft ausgeführten – antisemitischen Anschlag von Halle. Während der Mainstream sich beeilte, die Tat gegen die AfD zu instrumentalisieren, mehren sich die Stimmen kritischer konservativer Juden, die der Regierungspolitik eine Mitschuld geben.

»Der Antisemitismus des Rechtsterroristen von Halle steht in Zusammenhang mit den Narrativen von Genderwahn und Bevölkerungsaustausch – seine Ideologie fußt auf dem, was AfD und andere Rechtsradikale verbreiten. Die Tat mag er allein verübt haben, ein Einzeltäter ist er nicht«, behauptet die steuerfinanzierte Amadeu Antonio Stiftung (AAS) auf Twitter.

Als am 25. Juli der junge Jude Marvin F. bespuckt und beschimpft wurde, berichtete die AAS darüber – bis der Deutschland Kurier offenbarte, dass Marvin AfD-Mitglied ist. Dann verschwand die Meldung urplötzlich aus allen Medien.

Jetzt schrieb Marvin auf Facebook: »Wenn uns Islamisten tagtäglich drangsalieren, massakrieren und tiefes Unheil über uns Juden bringen, schaut ihr weg! Als würde nichts passieren. Und jetzt? Jeder Politiker kommt aus seinem Loch gekrochen, jeder linksgrünversiffte ›Journalist‹ macht eine Story daraus, dass ein Psychopath zwei Menschen auf dem Gewissen hat! Kaum ein Wort zum LKW-Attentat! Auch unsere Kanzlerin bequemt sich! Wo war sie beim Breitscheitplatz!?! Sparen Sie es sich, Frau Merkel! Diese ekelhafte, widerwärtig geheuchelte Anteilnahme kauft Euch niemand ab!«

Die Mutter der ermordeten Susanna aus Mainz, Diana Feldmann, schrieb auf Facebook: »Schrecklich, einfach nur krank … A. Merkel sagt weiterhin nein zum Antisemitismus und lässt gleichzeitig 100.000 von Menschen ins Land, die das jüdische Volk als größten Feind und vernichtet sehen wollen.«

Der Journalist Benjamin Weinthal der ›Jerusalem Post‹ brachte den antisemitischen Amoklauf auf Twitter in Zusammenhang mit dem Terror-Appeasement der Bundesregierung: »Der Sprecher der Bundesregierung sagt, die BRD will jede Art von Judenhass bekämpfen. Man braucht keine Mahnwache. Die BRD braucht ein Verbot der ganzen antisemitischen Terror-Gruppe Hisbollah und PFLP. Wird Merkel den iranischen Regime-Antisemitismus verurteilen?«

Der Journalist Eldad Beck der konservativen Zeitung ›Israel HaYom‹ wurde nach Halle von der linken Ha’aretz kritisiert, weil er im August in einem Kommentar gefordert hatte, die AfD in Israel als Gesprächspartner anzunehmen. »Es ist sehr praktisch, automatisch in Schubladen zu denken. Die AfD trifft nur eine Schuld, wenn sie nachgewiesenermaßen irgendeine Verbindung zu diesem Neonazianschlag hat.

Bis dahin geht die größte und akuteste physische Bedrohung für Juden in Deutschland und Europa immer noch von den arabischen und muslimischen Einwanderergemeinschaften aus«, so Beck auf Twitter.

Angela Merkel nahm in Berlin an der Mahnwache vor der Neuen Synagoge teil, wo am Freitag von einem Syrer ein Messerangriff verübt wurde, ohne dass eine Mahnwache einberufen wurde. Die Mahnwache wurde von der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli veranstaltet, die sonst gerne Boykottforderungen gegen Israel unterstützt (Deutschland Kurier berichtete). Zu dem Foto schrieb Beck: »Schon wieder die gute, alte Betroffenheit. Ich kann nicht so viel kotzen, wie ich kotzen möchte.«

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