»Elefanten-Hochzeit« geplatzt

Deutsche Bank und Commerzbank fusionieren nicht

Die Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank sind gescheitert. Das teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Bei den Gesprächen habe es keine Einigung gegeben.

Die geplante Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank findet nicht statt

Zu den entscheidenden Hindernissen zählten unter anderem die mangelnde Unterstützung durch Investoren und der Widerstand mächtiger Gewerkschaften gegen die »Elefanten-Hochzeit« im Bankensektor.

Beide Institute hatten Mitte März erklärt, dass sie ergebnisoffene Gespräche über die Möglichkeit eines Zusammenschlusses führen wollten. In Bankerkreisen war zuletzt zu hören, dass die Chancen auf einen Deal »bei 50 zu 50« lägen. Wäre es zu einer Verschmelzung oder einer Übernahme der Commerzbank durch den Branchenprimus gekommen, wäre daraus das mit weitem Abstand größte nationale Geldhaus entstanden. Allerdings hätte die Fusion auch zum Abbau mehrerer Zehntausend Jobs geführt.

Nach dem Platzen der Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank rückt jetzt eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die Mailänder »Unicredit« in den Fokus (der Deutschland Kurier berichtete). (hh)

Drucken