Elektromobilität:

Hoher Nickelpreis wird zum Problem für Hersteller

Nicht nur der Storm, sondern auch die Batterien für die Elektromobilität wird immer teurer

Der seit Jahresbeginn um fast 70 Prozent gestiegene Nickelpreis wird immer mehr zu einem Problem für die Hersteller von Elektroautos. Nickel ist ein wichtiger Batterierohstoff.

Seit Jahresbeginn hat der Nickelpreis um rund 70 Prozent zugelegt. Marktbeobachter erwarten einen weiteren drastischen Preisanstieg, nachdem Indonesien mitgeteilt hat, dass es den Export von Nickelerz im kommenden Jahr einstellen wird. Das Land intensiviert seine Bemühungen um den Aufbau einer eigenen Schmelzindustrie und will selbst Stromer erzeugen. Indonesien ist derzeit der weltweit zweitgrößte Exporteur von Nickelerz hinter den benachbarten Philippinen. Der größte Teil der Produktion geht nach China, wo das Erz für die Batterieverwendung weiterverarbeitet wird. Der Schritt bedeutet für die chinesische Industrie, dass ihr in den nächsten Jahren rund 100.000 Tonnen Nickel-Roheisen pro Jahr fehlen werden, berichtet die ›Financial Times‹.

Die immer knapper werdenden Nickelvorkommen werden für die Elektromobilität zunehmend zu einem Problem. Die Nachfrage nach Nickel für Lithium-Ionen-Batterien wird bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf 1,8 Millionen Tonnen steigen, erwarten Experten. Das wären 16 Mal so viel wie heute. Man muss kein Mathematiker sein, um vorauszusagen, dass aufgrund der hohen Nachfrage und des knapper werdenden Angebots an Rohstoffen für Batterien E-Autos für Normalverdiener »noch unbezahlbarer« werden dürften! (hh)

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