Elektromobilität:

Tesla muss nach Explosion ins Abklingbecken

Der Vorfall in Tirol ist kein Einzelfall: Im Bild ein brennender Tesla nach einem Unfall in der Nähe von Baarn (Niederlande)

In Tirol retteten vier Männer einen deutschen Tesla-Fahrer aus dem explodierenden E-Auto. Laut Medienberichten konnte die Feuerwehr das brennende Wrack nur durch eine 72-stündige Lagerung in einem riesigen Wasserbad löschen.

In Tirol ist ein Tesla-Fahrer auf die Gegenfahrbahn geraten und verursachte bei etwa 60 Stundenkilometern einen Auffahrunfall. Sofort darauf fing das elektrisch betriebene Fahrzeug Feuer und explodierte. Sein Leben verdankt der Fahrer vier Verkehrsteilnehmern, die ihn aus dem Unfallfahrzeug zogen.

Was dann geschah, ist bemerkenswert: Die anrückende Feuerwehr konnte den brennenden Tesla nicht löschen – offenbar, weil der extrem heiße Akku jegliche Abkühlung verhinderte. Erst nachdem die Feuerwehr den Wagen drei Tage lang in einen riesigen mit Wasser gefüllten Container gelegt hatte, hörte der Brand auf.

Der ›Münchner Merkur‹ berichtet: »Der Tesla war nur noch ein Wrack. Die Feuerwehren hatten ihn mit Wasser durchtränkt. Um den Akku weiter abzukühlen, kam das Auto für 72 Stunden in einen speziellen Container der Feuerwehr, der mit 11.000 Litern Wasser gefüllt war. Das gilt als kontaminiert – eine Entsorgung soll pro 1000 Liter 250 Euro betragen.«

Der deutsche Fahrer hatte sich den Tesla gekauft, weil er fürchtete, wegen der Feinstaubdiskussion nicht mehr in die Münchner Innenstadt zu kommen. Bis jetzt habe er keine Ahnung, weshalb es zu dem Inferno kam. »Ich habe deswegen einen Anwalt eingeschaltet«, zitiert der ›Münchner Merkur‹ den Halter.

Der Mechaniker, bei dem zurzeit das Wrack steht, fand vorne ein durch den Aufprall abgedrücktes Kabel, möglicherweise ein Hinweis auf einen Kurzschluss. Von E-Autos hat der Geschädigte die Nase gestrichen voll. »Ich kaufe mir nie wieder eins. Das könnte ich schon alleine gegenüber meinen Lebensrettern nicht verantworten.«

Der Vorfall in Tirol reiht sich in eine ganze Reihe ähnlicher Fälle weltweit ein, bei der sich Tesla-Fahrzeuge nach vergleichsweise leichten Auffahrunfällen schnell entzündeten und explodierten.

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