Energiewende-Irrsinn:

Windkraft-Hersteller werden vom Winde verweht

Abgebrochenes Windrad in Mecklenburg-Vorpommern: Die Windkraft-Branche steckt in einer ernsthaften Krise

Der rasante Job-Kahlschlag in der Windkraftbranche nimmt immer mehr Fahrt auf: Jetzt baut auch der dänische Rotoren-Hersteller Vestas Hunderte Stellen in Deutschland ab.

Zuvor hatte bereits Siemens Gamesa die Streichung von 600 Stellen in Dänemark angekündigt. Seit 2017 sollen in der Branche etwa 36.000 Arbeitsplätze gestrichen worden sein, berichten die ›Deutschen Wirtschaftsnachrichten‹.

Der dänische Windanlagenbauer Vestas will demnach in seinem brandenburgischen Werk in Lauchhammer rund 500 Arbeitsplätze abbauen. Wegen der schwächelnden Nachfrage würden die Produktionskapazitäten von Rotorblättern angepasst, teilte das Unternehmen mit. Die Zahl der Mitarbeiter in Lauchhammer werde um rund die Hälfte reduziert. Betroffen seien 330 Zeitarbeiter und 170 Leiharbeiter.

Auch im dänischen Vestas-Werk in Lem sollen rund 90 Mitarbeiter gehen. Vestas betreibt in Deutschland zwei Produktionswerke. In Lauchhammer werden Rotorblätter für verschiedene Windrad-Modelle produziert, in Lübeck Generatoren.

Windkraftkrise dreht sich schneller als die Rotorblätter

Unter den Produzenten von Windrädern, zu denen auch Siemens Gamesa und Nordex gehören, herrschen ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb und ein knallharter Preiskampf. In Deutschland will Siemens Gamesa sogar 1.100 Arbeitsplätze abbauen. In Erlangen, dem am stärksten betroffenen Standort, sollen 450 Stellen wegfallen. Im Schaltwerk Berlin werden 410 Arbeitsplätze gestrichen. Weiterhin sind mehrere andere Standorte betroffen. Dem aktuellen Job-Kahlschlag waren bereits weltweit mehrere Tausend Stellenstreichungen in der Branche vorangegangen.

Damit wird immer klarer: Der gesamten deutschen Windkraftbranche droht die Pleite. Grund: Im ersten Halbjahr 2019 kam der Ausbau der Windkraft an Land praktisch zum Erliegen. Es fehlen Flächen, Genehmigungsverfahren dauern bis Sankt Nimmerlein, die Klagen gegen neue Anlagen häufen sich. An geplanten Standorten gründen sich immer mehr Bürgerinitiativen.

Die Zahlen insgesamt sprechen eine deutliche Sprache: Nach einer Erhebung im Auftrag der IG Metall Küste sind in der deutschen Windindustrie allein in den vergangenen knapp zwei Jahren rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gegangen – nach allein 26.000 im Jahr 2017. (hh)

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