Erika Steinbach:

Es ist die Wohnungsnot der Kanzlerin

Erika Steinbach

von Erika Steinbach

Tausende Menschen gehen auf die Straße, weil sie keine bezahlbare Wohnung in Deutschlands Städten mehr finden. Sie fordern Enteignung von großen Wohnungsgesellschaften, schieben ihnen damit letztlich mit dieser Forderung die Schuld für den Wohnungsmangel und zu hohe Preise zu.

Damit befinden sich die Protestierenden auf dem Holzweg. Auch Preise auf dem Wohnungsmarkt regeln sich nach Angebot und Nachfrage.

Es ist eine Wohnungsnot, die in der Massenzuwanderung der letzten Jahre ihre Ursache hat. Es ist eine Wohnungsnot, die die Kanzlerin zu verantworten hat. Jedem, der eins und eins zusammenzählen kann, ist das klar.

Innerhalb weniger Jahre sind rund zwei Millionen Migranten nach Deutschland gekommen und es nimmt kein Ende. Monatlich kommen weitere in der Größenordnung einer Kleinstadt hinzu. Sie alle werden durch die öffentliche Hand mit Wohnraum versorgt, den sie zumeist nicht einmal aus eigenen Mitteln finanzieren müssen. Der Steuerzahler kommt dafür auf und hat selbst das Nachsehen bei der Wohnungssuche. Im Bereich der öffentlich geförderten Wohnungen haben derzeit deutsche Wohnungssuchende kaum noch eine Chance, überhaupt eine Wohnung zu erhalten. Ihnen wird schlicht und ergreifend mitgeteilt, dass jede freie Wohnung zuerst an Asylbewerber vergeben wird. Wenn es gut geht, werden deutsche Wohnungssuchende auf eine Warteliste zum Sankt-Nimmerleins-Tag aufgenommen.

Der geschätzte Fehlbestand an Wohnungen liegt insgesamt bei ca. zwei Millionen.

Wen kann das wundern? Wenn zwei Millionen Menschen hierhergekommen sind und alle inzwischen mit regulärem Wohnraum versorgt werden, dann fehlen auf dem Wohnungsmarkt nicht nur Wohnungen in eben dieser Größenordnung, sondern die verbleibenden Wohnungen werden dramatisch teurer. Jeder, der jetzt verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum sucht, sollte sich an die Kanzlerin wenden. Sie hat diese dramatische Situation zu verantworten.

Erika Steinbach

war von 1990  bis  2017 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sie trat im Januar 2017 aus Protest gegen Merkels Masseneinwanderungspolitik aus der CDU aus. Seit März 2018 ist sie Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung, welche von der AfD im Juni 2018 als parteinahe Stiftung anerkannt wurde.

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