Erst der Diesel, jetzt das Feuerwerk:

DUH will in weiteren 67 Städten Silvesterfeuerwerke verbieten

Silvesterfeuerwerke in deutschen Städten sind dem Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein Dorn im Auge

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die durch ihren ideologiegetriebenen Kampf gegen den Diesel bereits der deutschen Automobilindustrie schweren Schaden zugefügt hat, beantragt nun in weiteren 67 Städten ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke. Bereits im Juli hatte die Organisation erste Verbotsanträge eingereicht. Ein Rechtsgutachten soll die Forderung untermauern. Der Verband der pyrotechnischen Industrie kontert mit einem Gegengutachten und wirft der DUH vor, die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) weitet ihren linksgrünen Kampf gegen Böller und Silvesterfeuerwerk aus. Nach eigenen Angaben beantragte der Verein in weiteren 67 deutschen Kommunen ein offizielles Verbot innerhalb von Innenstädten. Wie der Deutschland Kurier berichtete, hatte der hoch umstrittene Verein bereits im Juli 31 Kommunen mit Verbotsanträgen überzogen. Die DUH kritisiert die Feinstaubbelastung und die Verschmutzung, die durch Einsatz von Pyrotechnik entstehe.

Verbotsanträge würden nach Angabe der DUH – Kritiker titulieren die DHU als »Abmahnverein« – in Städten eingereicht werden, in denen die Luft im Jahresmittel mit mehr als 20 Mikrogramm Feinstaubpartikeln je Kubikmeter belastet ist. Laut einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO sollte diese Konzentration nicht überschritten werden. Am Neujahrstag liege die Feinstaubbelastung mancherorts bei bis zu 1.000 Mikrogramm. Neu auf der Liste der DUH stehen Städte wie Bremen, Dresden und Mannheim.

Zudem legte die DUH bei einer Pressekonferenz in Berlin ein Rechtsgutachten vor, das Möglichkeiten für entsprechende Verbotsregelungen durch Kommunen aufzeigen soll. Die Städte sollen dadurch mehr Handlungsspielraum bekommen und Verbote zum Schutz der Luftqualität durchsetzen können.

DUH nennt falsche Zahlen, um die Öffentlichkeit zu täuschen

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) spricht sich entschieden gegen die von der DUH genannten Darstellungen in der am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung aus. Weder die veraltete dort zitierte YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2018 noch die dort genannten Feinstaubgrenzwerte seien belastbare Argumente gegen Silvesterfeuerwerke, heißt es in einer Gegendarstelltung des VPI.

»Die Argumente der Deutschen Umwelthilfe werden nicht dadurch stichhaltiger und richtiger, dass sie stetig in dem Wissen wiederholt werden, dass die eigenen Argumente aufgrund der hier geltenden Rechtslage keinen Bestand haben«, so Klaus Gotzen, Geschäftsführer des VPI. Der in Deutschland zulässige Grenzwert liegt bei 40 µg PM10/Kubikmeter im Jahresdurchschnitt. Ein PM10-Tagesmittel darf im Übrigen 50 µg PM10/Kubikmeter nicht öfter als 35 Mal überschreiten. »Keine der von der DUH genannten Städte überschreitet diesen Grenzwert. Wir haben schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die DUH hier bewusst Zahlen nennt, um die Öffentlichkeit zu täuschen.«

Gleichzeitig veröffentlichte der Verband der pyrotechnischen Industrie ein Gegengutachten, demzufolge Feuerwerksverbote von Kommunen nicht zulässig seien. Die geltende Gesetzeslage erlaube derzeit nur das Verbot von Knallkörpern, wie zum Beispiel Böllern, hieß es dort. Um Feuerwerk verbieten zu können, bedürfe es einer Änderung im Sprengstoffgesetz, das auf Bundesebene geregelt wird.

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