EU-Umfrage

Zuwanderung wichtiger als Klima

Das Thema Zuwanderung (im Bild Migranten am Bahnhof Berlin-Flughafen-Schönefeld im Herbst 2015) bereitet den Menschen in Europa nach wie vor die größten Sorgen

Wer hätte das aber auch gedacht: Die Menschen in Europa machen sich noch immer – trotz aller Dauerberieselung durch Politik und Mainstream-Medien – mehr Sorgen wegen der Zuwanderung als wegen der Klimadebatte. Laut einer von der EU in Brüssel veröffentlichten Erhebung messen 34 Prozent der Europäer der Massenmigration eine deutlich größere Bedeutung bei als dem sogenannten Klimawandel (22 Prozent).

Weil das Ergebnis für den Auftraggeber wohl (noch) nicht ganz zufriedenstellend ist, betont die für die Umfrage zuständige EU-Kommission, dass das Problembewusstsein für den Klimawandel zuletzt stark gestiegen sei. Die Erderwärmung habe im Herbst 2018 nur auf Platz fünf der Problemrangliste gestanden. Sie rangierte damit hinter Themen wie Wirtschaft und Terrorismus. Nach den jüngsten Zahlen der sogenannten Eurobarometer-Umfrage steht sie nun erstmals auf Rang zwei – allerdings immer noch mit deutlichem Abstand hinter der Zuwanderung.

In Deutschland ähnliche Prozentzahlen

Das europaweite Ergebnis entspricht dabei in etwa dem in Deutschland. Von den in der Bundesrepublik für die Umfrage befragten Menschen nannten 37 Prozent die Zuwanderung als eines der zwei wichtigsten Probleme, der Klimawandel wurde von 31 Prozent angegeben.

Positiv hebt die EU-Kommission hervor, dass das Vertrauen in die EU nach den jüngsten Umfragedaten angeblich so groß sei wie seit Jahren nicht mehr. Die Unterstützung für die Wirtschafts- und Währungsunion und für den Euro sei sogar auf ein neues Rekordhoch gestiegen, hieß es.

Wie sagt der Volksmund: »Wes‘ Brot ich ess, des (Umfrage-) Lied ich sing.« (lol)

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