Flaute bei der Deutschen Welle

Kennen Sie die »Deutsche Welle»? Früher war die »Deutsche Welle« in erster Linie ein Sender für das Deutschtum im Ausland. Ihre Inhalte wurden vor allem von zwei Gruppen konsumiert: von deutschen Minderheiten im Ausland, die mit dem Land der Väter in Kontakt bleiben wollten, und an Deutschland interessierten Bürgern fremder Staaten, die ihr Interesse eben pflegen wollten.

Das war über all die Jahre der bundesrepublikanischen Existenz eine sinnvolle Aufgabe. Im Verbund mit den Goethe-Instituten sorgte die Deutsche Welle weltweit für eine lebendige Verbindung der Deutschen untereinander und informierte nebenbei auch noch mit Dokumentationen über aktuelle Vorgänge in der BRD.

Aber irgendwann war das nicht genug. Im typischen Größenwahn der GEZ-­finanzierten Multikulti-Genderbuntheitssender kam man in der Führungsetage auf die Idee, aus der Deutschen Welle einen Propagandasender der neuen »bunten Bundesrepublik« zu machen.

Ich persönlich vermute hinter der Entscheidung ja eine Mischung aus verschiedenen halluzinogenen Pilzen, aber vielleicht war es auch nur die allgemeine Wurstigkeit, die dort Einzug hielt.

Jedenfalls war damit das Schicksal der Deutschen Welle besiegelt.

Anstatt über Heimat, Sprache und Volkstum zu informieren, versuchte man weltweit den deutschen Ungeist des realexistierenden Unsinns zu verbreiten. Nicht mehr so sehr auf Deutsch (unsere Muttersprache ist ja auch total »Nazi«), sondern auf Türkisch, Persisch, Griechisch und so weiter.

Was an deutschsprachigen Sendungen verblieb, wurde dazu genutzt, die deutschen Zuhörer im Ausland über aktuelle Vorgänge in der bunten Republik zu informieren. So konnten überraschte Deutschchilenen im vergangenen Jahr etwa zur Kenntnis nehmen, wie der »Islam zu einem Teil Deutschlands« geworden sei. Oder welche Freude der junge Abshir aus Somalia darüber empfindet, jetzt endlich Deutscher geworden zu sein.

Ironie beiseite: Das Programm der Deutschen Welle ist eine Schande geworden und eine einzige Peinlichkeit. Ich schlage dem Intendanten vor, ab sofort die eigene Grütze nur noch in diversen Bantusprachen auszustrahlen, um unsere Deutschen in Übersee vor diesem Müll zu schützen. Vielleicht erklärt man sich dazu ja bereit.

Ich bin mir außerdem sicher, dass man in Malawi nur darauf gewartet hat, von der Deutschen Welle über die Vorzüge transsexueller Beziehungen aufgeklärt zu werden – ganz bestimmt!


Nicolaus Fest

war bis September 2014 stellvertretender Chefredakteur der ›Bild am Sonntag‹. Seit Oktober 2017 ist er Autor des Deutschland-KURIER.

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