Flughäfen/Bahnhöfe

Neue Schutzmodule gegen Anschläge

Erhöhte Terrorgefahr für Flughäfen: Schutzzäune mit Stacheldraht werden in Zukunft als Sicherheitsmaßnahme nicht mehr ausreichen

Forscher des »Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik« (Ernst-Mach-Institut/EMI) entwickeln in Zusammenarbeit mit einem niedersächsischen Unternehmen und dem »Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe« (BBK) spezielle Trennwände und Gebäudeteile zum Schutz bei Terroranschlägen. Die Systeme sollen unter anderem in großen Aufenthaltsbereichen (z. B. Bahnhöfen, Flughäfen) zum Einsatz kommen.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, bestehen die Module aus Verbundwerkstoffen, die zum Teil bereits im Unterbodenschutz von Militärfahrzeugen verbaut werden. »EMI«-Forscher testen derzeit die Widerstandskraft der Schutzsysteme.

In der Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums, das die Entwicklung bezuschusst, wird von Szenarien wie »Attentaten oder Explosionsereignissen« gesprochen.

Weiter heißt es: »Anschläge mit Sprengstoffen führen zu einer hohen Gefährdung von Personen vor und in Gebäuden. Neben der Druckwelle, die auch zum Einsturz von Gebäudeteilen führen kann, besteht eine große Gefahr durch umherfliegende Splitter. Geeignete Schutzstrukturen, die zum Beispiel in Terminalgebäuden oder Empfangshallen als Fassadenschutz oder in Form von Trennwänden installiert sind, können hier die Risiken für die Betroffenen deutlich reduzieren.«

Die Module des Schutzsystems sollen insbesondere den Druck von Explosionen abfangen sowie vor Splittern und Geschossteilen schützen.

Laut Katastrophenschutz sollen sie »so dezent, unauffällig und ästhetisch ansprechend wie möglich« in den öffentlichen Raum integriert werden. Damit soll – so eine Sprecherin – vermieden werden, »dass sich Menschen aufgrund einer festungsartigen Architektur eher noch unsicherer fühlen.«

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