Frankfurter Gleismord

Spendenaktion für die Mutter des toten Jungen

Trauerbekundungen am Frankfurter Hauptbahnhof: Um die Familie des ermordeten 8-jährigen Jungen zu unterstützen, hat eine Initiative einen Spendenaufruf gestartet

Nach dem Gleismord im Frankfurter Hauptbahnhof kommt bei einer Spendenaktion immer mehr Geld für die Mutter des getöteten achtjährigen Jungen zusammen. Bis Freitagnachmittag hatte eine Online-Spendenkampagne schon mehr als 50.000 Euro gesammelt. Auf der Internetseite war zu sehen, dass fast minütlich weitere Beträge eingingen. Am Donnerstagnachmittag hatte der Spendenstand rund 30.000 Euro betragen.

Bei den Ermittlungen gegen den 40-jährigen Eritreer wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs gebe es keinen neuen Stand, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Der Mann hatte am Montag die ihm unbekannte Frau und deren Sohn an Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Die 40 Jahre alte Mutter konnte sich in Sicherheit bringen, ihr Sohn wurde vom Zug überrollt und getötet. Auch eine 78-Jährige, die der »Gleiskiller« ebenfalls vor den Zug stoßen wollte, konnte sich retten.

Der Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, war vor einigen Tagen nach Frankfurt gekommen. Laut der Zürcher Polizei war er in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung. Wann das Ergebnis eines psychiatrischen Gutachtens vorliege, könne noch nicht gesagt werden, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. (lol)

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