Freie Universität Berlin:

AfD-Politikerin von Storch will Debatte besuchen – Veranstaltung abgesagt

Allein die Ankündigung der AfD-Abgeordneten Beatrix von Storch, an einem Vortrag in der FU Berlin als Zuhörerin teilzunehmen, genügte, dass die Universität auf Druck von Linksradikalen die Veranstaltung absagte

Ein Besuch der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an der FU Berlin ist nach der Ankündigung von Protesten abgesagt worden. Zuvor hatten sich Studenten vor dem Lateinamerika-Institut in Berlin-Wilmersdorf versammelt, um die Teilnahme zu verhindern. In den vergangenen Wochen war es linksradikalen Studenten mehrfach gelungen, nicht genehme Veranstaltungen zu blockieren.

Nach der Ankündigung von Protesten gegen einen Besuch der AfD-Politikerin Beatrix von Storch an der Freien Universität Berlin (FU) ist die betroffene Veranstaltung abgesagt worden. Das teilte die Universität am Mittwoch ohne Angabe von Gründen mit. Mehr als 100 Studenten hatten sich am Nachmittag vor dem Lateinamerika-Institut der FU in Berlin-Wilmersdorf postiert, um die Teilnahme der AfD-Politikerin an der Veranstaltung »Klimawandel & Gender« der Bewegung »Fridays For Future« zu verhindern.

Von Storch hatte ihren Besuch am Montag per ›Twitter‹ angekündigt. »Mich interessiert brennend, was Klimawandel mit Geschlechterverhältnissen zu tun hat und ob Frauen und Männer unterschiedlich von den Folgen betroffen sind«, schrieb die Politikerin. Daraufhin wurde die Veranstaltung von »Fridays For Future« zunächst als nicht öffentlich deklariert und dann in der Verantwortung der Freien Universität Berlin nach massivem Druck von Asta und »Antifa« abgesagt, schreibt von Storch auf ihrem ›Facebook‹-Account.

Die Studentenvertretung Asta forderte von der Universitätsleitung ein »klares Zeichen gegen rechte Hetze« und verlangte ein Hausverbot. Gleichzeitig rief Asta zum Protest auf. Man begrüße »alle Aktionen, die sich gegen den Auftritt von Storchs richten«, hieß es im Mobilisationsschreiben.

»OrganizeStrike«, eine linksradikale Hochschulgruppe aus Berlin, freute sich nach der Absage auf ›Twitter‹ über den Schritt der FU.

Link zum Tweet

Von Storch stellt in einer Pressemitteilung am Mittwoch fest, dass man sich von der Meinungsfreiheit verabschiedet habe. »Wenn frei gewählte Bundestagsabgeordnete einer demokratischen Partei von nicht demokratisch legitimierten Aktivisten aus dem politischen Diskurs an öffentlichen Universitäten ausgegrenzt werden, ist die Meinungsfreiheit an deutschen Hochschulen am Ende. Erst wurden Professoren und Gastredner an Vorträgen und Diskussionsteilnahmen gehindert, jetzt ist die nächste Eskalationsstufe erreicht: Zuerst durften Andersdenkende nicht mehr reden, jetzt dürfen sie nicht einmal mehr zuhören. Das entspricht im Selbstverständnis und Verhalten dem einer politischen Sekte«, so die AfD-Politikerin, die weiter fordert: Universitäten müssten »wieder zu einem Ort der freien Rede und des kontroversen Streits um die richtige Position werden«. Derzeit seien sie »ein Hort des Linksextremismus auf Steuerzahlerkosten«.

»Nach den Drohungen, gewaltsamen Störungen, Blockaden und Angriffen auf Hochschulprofessoren und deren Forschung und Lehre und ebenso auf Gastredner ist es höchste Zeit, diesen linken Terror gegen die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit endlich zu beenden. Die Universitäten müssen wieder zu einem Ort der freien Rede und des kontroversen Streits um die richtige Position werden. Dem Linksextremismus müssen wir entschlossen die Stirn bieten und die Meinungsfreiheit verteidigen«, so von Storchs Appell.

Wie der Deutschland Kurier aufzeigte, unterwerfen sich immer mehr deutsche Universitäten dem Gesinnungsterror linker bis linksextremistischer Akteure. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) warnte bereits mehrfach vor Einschränkungen der Meinungsfreiheit an Universitäten.

Drucken