Geheimakte Asyl

Wie die Politik in der Flüchtlingsfrage Deutschlands Sicherheit gefährdet. Ein Insiderbericht

Autor: Stefan Meining
Niemand weiß, wer sich in Deutschland und Europa aufhält, denn Hunderttausende Migranten kamen, ohne Dokumente vorzulegen.

Es begann bereits 2014, als die Anhörung der Asylbewerber auf das Ausfüllen eines dünnen Fragebogens reduziert wurde. Mit dieser auf reine Verwaltungseffizienz ausgerichteten Verfahrensänderung sollte der stetig wachsende Antragsstau aufgelöst und die Bearbeitung beschleunigt werden. Die professionelle Kontrolle der Einreisenden und Antragssteller war nicht mehr garantiert. Personalmangel und Überforderung auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise taten das Ihrige dazu. Sonst hätte sich ein deutscher Bundeswehroffizier nicht als syrischer Flüchtling ausgeben können, sonst hätte Anis Amri, der Attentäter vom Breitscheidplatz, sich nicht ungehindert durch das Land bewegen können, trotz allem, was gegen ihn vorlag. Durch den fahrlässigen Umgang von Politikern auf Landes- und Bundesebene konnte sich die Flüchtlingskrise auch zu einer Krise der inneren Sicherheit entwickeln. Die politische Maxime lautete viel zu lange: Es gibt kein Sicherheitsproblem. Dass das nicht zutraf, war jedoch allen Polizei- und Geheimdiensten bekannt und wurde in geheimen Verschlusssachen diskutiert.

Über den Autor:
Stefan Meining, geboren 1964, Dr. phil., ist der Terrorismus-Experte des ›Bayerischen Rundfunks‹ mit regelmäßigen Beiträgen für die ›ARD‹ (TV, Radio, online). Für seine Recherchen unternahm und unternimmt er zahlreiche Auslandsreisen nach Syrien, in den Irak, die Türkei und den Libanon. Buchveröffentlichung: ›Eine Moschee in Deutschland. Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen.‹

Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 28. Februar 2019
Sprache: Deutsch
Buchlänge: 320 Seiten
Preis: 16,90 EURO
ISBN-10    3423262303
ISBN-13    978-3423262309

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