Geheime Aktion:

Aktivisten planen, im März Tausende Syrer illegal aus der Türkei nach Deutschland zu holen

Mitte März sollen sich tausende Syrer, die sich derzeit in der Türkei aufhalten, über die türkisch-griechische Grenze in Richtung Deutschland in Bewegung setzen. Organisiert wird der neue Stoß der Völkerwanderung über eine »Telegramm«-Gruppe, die sich »Caravan of Hope« (»Karawane der Hoffnung«) nennt.

Mitte März sollen sich tausende Syrer, die sich derzeit in der Türkei aufhalten, über die türkisch-griechische Grenze in Richtung Deutschland in Bewegung setzen.

Das berichtet der Internetblog Philosophia Perennis (PP) und bezieht sich hierbei auf den arabischen News-Channel Hadiabdullah.net. Dieser berichtet laut PP, dass Tausende Menschen – Frauen, Kinder und Jugendliche – Mitte März die Türkei verlassen werden, um von Griechenland aus nach Nordeuropa zu reisen. Die »Karawane der Hoffnung« koordiniert ihre Planungen über den Messengerdienst »Telegramm«. Ihr Koordinator appellierte an alle Organisationen und »humanitären« Organisationen, die in der Türkei und im Ausland tätig sind, den Immigranten behilflich zu sein, das griechische Festland zu erreichen.

Nach Angaben des Konvoi-Organisationsteams steige die Zahl der Personen stündlich an. Am 28. Februar zur Mittagszeit ist bereits fast die 10.000er-Marke erreicht.

NGOs stehen in den Startlöchern

Es scheinen vor allem Syrer zu sein, die einen (illegalen) Übertritt über die türkisch-griechische Grenze wagen wollen, schreibt PP weiter. NGOs hätten bereits ihre Hilfe zugesagt, damit auch alle unversehrt Europa erreichen können. Ob dies auf dem Wasser, Land- oder Luftweg geschehen soll, lassen die Schleuser bewusst offen.

Viele Syrer sind mit den Lebensbedingungen in der Türkei unzufrieden. Man habe ihnen Besseres versprochen, so die Beschwerdeführung. Nun vertraue man darauf, dass internationale Hilfsorganisationen und NGOs für eine reibungslose Organisation sorgen, bis die »Karawane« ihr Ziel – sprich Deutschland – erreicht hat, berichtet das Internetportal weiter.

Daten sollen geheim bleiben

Die Schleusung nach Europa soll für die Teilnehmer kostenlos sein und im letzten Drittel des Monats März starten. Die »Teilnehmer« sollen von den in den Startlöchern stehenden NGOs Verpflegung und Geld erhalten. Der Konvoi werde von »humanitären internationalen Organisationen« begleitet, die die Flüge bzw. Fährfahrten, medizinische Betreuung usw. gewährleisten.

Ein paar Tage vorher werde Ort und Zeit der Reise bekannt gegeben, wobei diese Daten vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden sollen. Das – so PP – dürfte jedoch schwer zu realisieren sein, da sich jeder bei der Telegramm-Gruppe registrieren könne. So sei es auch PP mit einem Fakeaccount unter arabischem Namen gelungen, an die Informationen zu kommen.

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