Genosse Kevin wirkt

Aktien der Wohnungsbaukonzerne rauschen in den Keller

Enteignungs-Phantasien und rot-rot-grüne Berliner Politik zeigen Wirkung: Der Börsenwert von Wohnungsbaugesellschaften sinkt rapide

Der sozialistische Enteignungs-Theoretiker Kevin Kühnert, der sich offenbar anschickt, SPD-Vorsitzender zu werden, hat eines zumindest erreicht: Er schickte die Aktien großer Wohnungsbauer auf Talfahrt.

Die Forderung des Juso-Vorsitzenden nach einer Kollektivierung des Immobilienbesitzes (»Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten«) zeigt Wirkung:

Der rot-rot-grüne Senat will die Mieten in der Hauptstadt radikal deckeln. Sie sollen ab 2020 für fünf Jahre eingefroren werden. Die quasi Teilenteignung erfolgt unter dem Vorwand, der Spekulation mit Immobilien einen Riegel vorzuschieben.

Verboten werden soll außerdem die Mieterhöhung für neue Mieter. Und: Wenn die Miete wegen einer Modernisierung um mehr als 50 Cent pro Quadratmeter steigt, muss sich der Vermieter das genehmigen lassen.

Der Markt reagierte prompt:

► »Vonovia«, mit rund 400.000 Wohnungen Deutschlands größter Vermieter, verlor binnen zwei Tagen mehr als sechs Prozent und damit 1,2 Milliarden Euro an Börsenwert.

► Noch härter erwischte es die in Berlin mit mehr als 50.000 Wohnungen vertretene »Deutsche Wohnen«, die in nur zwei Tagen um 15 Prozent nachgab und deren Aktie ein vorläufiges Jahrestief erreichte.

► »ADO Properties« brach um 13,6 Prozent ein. Der luxemburgische Wohnungsbaukonzern besitzt in der Hauptstadt rund 24.000 Wohnungen.

Die Schockwellen des geplanten Berliner Mietengesetzes reichen inzwischen bis nach New York an die Wall Street. Das US-Investmentbankingunternehmen »Morgan Stanley« reduzierte das Kursziel für die »Deutsche Wohnen« von 50 auf 39 Euro pro Aktie.

Das umstrittene Berliner Mietengesetz soll bis zum Jahresende vom Abgeordnetenhaus (Landesparlament) beschlossen werden. Experten erwarten eine drastische Verschärfung der Wohnungsnot in der Hauptstadt. (lol)

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