Gettos wie im Mittelalter

Islamisten mischen die Schweizer Provinz auf

Die Idylle trügt: Winterthur im Kanton Zürich hat sich zu einer Salafisten-Hochburg in der Schweiz entwickelt

Spätestens seit dem Gleismord von Frankfurt schrillen die Alarmglocken, wenn die Worte »Schweiz« und »Islamismus« in einem Atemzug fallen. Auch in der vermeintlichen Idylle der Eidgenossenschaft radikalisieren sich trotz Minarett-Verbots immer mehr Muslime.

Im Zentrum des schweizerischen Islamismus/Salafismus steht die knapp 110.000 Einwohner zählende Stadt Winterthur. Sie stand bisher mit der gleichnamigen internationalen Versicherungsmarke für Sicherheit und Solidität. Inzwischen hat sich Winterthur zu einem Brennpunkt des Alpenlandes entwickelt. Die Islamisten- und Salafistenszene hat ganze Stadtviertel erobert und sich in »Gettos wie im düsteren Mittelalter« zurückgezogen, berichtet die ›Preußische Allgemeine Zeitung‹ (›PAZ‹) in einer schockierenden Reportage.

Besonders betroffen ist demnach der Stadtteil Winterthur-Töss. Hier herrschen hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, die einen idealen Nährboden für Parallelgesellschaften bieten. Der harte Kern der islamistischen/salafistischen Szene Winterthurs besteht laut ›PAZ‹ aus 70 bis 100 Personen, von denen etliche sogenannte Dschihad-Heimkehrer sein sollen.

Dieses »Biotop« in der Region um Winterthur hat sich über Jahre entwickelt. Erste Hinweise gab es bereits vor 15 Jahren, als nach den Anschlägen in Madrid 2004 mit 191 Toten ein Mann verhaftet wurde, der sich zuvor mehrere Monate lang legal in der Region Winterthur aufgehalten hatte.

Eine zentrale Rolle in der Parallelwelt von Winterthur spielt – genauer: spielte – ein ehemaliger Thaiboxer namens Valdet Enver Gashi. Er stammte ursprünglich aus Pristina im Kosovo und war Anfang der 90er-Jahre als Sechsjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland geflüchtet. Gashi kam 2013 nach dem Ende seiner Profi-Karriere in Thailand als Kickboxer nach Winterthur und entwickelte dort eine Art »islamisches Kickboxen«. Aus dieser Szene rekrutierte er IS-Kämpfer, die mit ihm Anfang 2015 nach Syrien zogen. Gashi soll bei den Kämpfen um Kobane durch die Kugeln seiner eigenen IS-Brüder getötet worden sein, weil er sich angesichts der aussichtslosen Lage nach Deutschland habe absetzen wollen.

Wie auch immer: Gashi hatte seine Jünger in der Winterthurer »An-Nur-Moschee« um sich gesammelt. Diese Moschee blieb auch nach seinem Tod ein Treffpunkt der schweizerischen Islamisten-/Salafistenszene.

Die Moschee geriet häufiger in die Schlagzeilen: Einmal sollen zwei Besucher von einer Gruppe von zwölf jungen Bartträgern fast gelyncht worden sein, weil man sie für Spitzel hielt; ein anderes Mal hatte ein angeblich aus Äthiopien, in Wirklichkeit aber aus Somalia stammender »Reise-Imam« während des Freitagsgebets erklärt: Muslime, die sich weigern, in der Gemeinschaft zu beten, sollten getötet oder verbrannt werden.

Seit Sommer 2017 ist die »An-Nur-Moschee« in Winterthur geschlossen, weil der Vermieter den Vertrag gekündigt hatte. Doch die meisten Salafisten sind geblieben und warten auf die Rückkehr ihrer Brüder aus Syrien und dem Irak. (lol)

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