Gewinner: Richard Grenell

Gewiss, die feine diplomatische Leisetreterart war es nicht. Aber wenn sich Goldspezialist Martin Schulz und der deutsche Riesenstaatsmann Heiko Maas (»Es gibt einiges zu besprechen«) echauffieren, kann Richard Grenell (51), der neue amerikanische Botschafter in Berlin, nichts falsch gemacht haben. Im US-Klartextmedium ›Breitbart‹ hatte er sich als Fan des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz (»ein Rockstar«) geoutet und erklärt, er wolle konservative Politiker in ganz Europa stärken. Welcome, Mr. Ambassador!

Verlierer: Frank Plasberg

Weder hart noch fair, sondern einfach nur dumm: ARD-Talker Frank Plasberg (61) will den AfD-Fraktionschef im Bundestag, Alexander Gauland, nicht mehr in seine Quasselshow (bescheidene Einschaltquote) einladen. Grund: Gaulands umstrittener »Vogelschiss«-Vergleich zur Nazi-­Zeit, welchen der AfD-Politiker nach der künstlichen Aufregung des politisch-medialen Komplexes prompt klarstellte. ARD-Volkserzieher Plasberg fehlt nur noch die Jakobiner-Mütze. Das Volks- ähm Fernsehgericht tagt.

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