Großteil der Migranten nicht integrationswillig

Uwe Brandl (CSU), Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes: Es gibt nur einen »verschwindend geringen Prozentsatz echter Integrationswilliger«

Uwe Brandl (CSU), Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, hat den Integrationswillen von Migranten in Frage gestellt. Der Großteil der Zugewanderten habe an dem Angebot, das Deutschland ihnen mache, kein Interesse.

Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) und Bürgermeister der bayerischen Kleinstadt Abensberg, Uwe Brandl, hat am Integrationswillen von »Flüchtlingen« und Immigranten große Zweifel. Es gebe nur einen »verschwindend geringen Prozentsatz echter Integrationswilliger«, so der CSU-Politiker gegenüber der Welt in einem Interview. Der Rest drohe »auf Dauer in den sozialen Netzen« zu bleiben. Das Thema Integration sei für das 59-jährige Mitglied des BR-Rundfunkrates sehr zwiespältig. Funktionierende Integration setze für ihn auch das Wollen voraus, aktiv mitzumachen.

Brandl zeigte in seiner Funktion als DStGB-Präsident im vergangenen Jahr »Verständnis« für Kommunen, die aufgrund des »Flüchtlings«-Zuzugs »nicht mehr könnten«. Diese empfahl er, notfalls die Aufnahme zu verweigern und forderte, ganz im Unions-Jargon mehr »Verteilungsgerechtigkeit« ein. Den Bürgern der Gemeinde Abensberg, der Brandl als Bürgermeister vorsteht, wurde im vergangenen Jahr die vollumfängliche Versorgung von Asylbewerbern wenig gedankt. Mitte August zündete ein 19-jähriger Afghane die Abensberger Asylunterkunft an. Es entstand laut Polizeiangaben ein Sachschaden zwischen 10.000 und 15.000 Euro.

Angela Merkels (CDU) Aussage »Wir schaffen das« habe sich nach Ansicht des niederbayerischen Politikers noch nicht bewahrheitet. Einmal mehr fordert ein Parteikollege Merkels mit Steuergeld finanziertes Engagement: Es müsse eine sofortige Spracherziehung vom ersten Tag des »Hierseins« erteilt werden und das unabhängig von der Bleibeperspektive. Und auch von der Wirtschaft verlangt der Städte- und Gemeindebund-Präsident, dass sich diese »viel stärker« einbringen müssten, wenn es um die Vermittlung von Fähigkeiten und die Integration in unsere Arbeitswelt geht.

Wie jedoch ein Millionenheer von mehrheitlich minder- bis nicht qualifizierten Menschen, mit kulturfremden Auffassungen von Arbeitsmoral und menschlichem Miteinander in die hiesige, hoch spezialisierte Arbeitswelt eingebunden werden sollen, dies verriet Brandl indes nicht. Wer die Kosten einer verfehlten Immigrations- und Asylpolitik zu tragen hat, indes schon: Eine, sich in einem Abschwung befindliche Wirtschaft und schlussendlich wieder einmal der Steuerzahler.

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