Jede Stimme für die Grünen ist ein Beitrag zur Vernichtung der Natur

Die Grünen surfen derzeit auf einer beispiellosen Erfolgswelle. Am 14. Oktober holten sie im konservativen Bayern 17,5 Prozent der Stimmen und wurden zweitstärkste Partei. Bei den hessischen Landtagswahlen am kommenden Sonntag werden ihnen sogar über 20 Prozent prognostiziert! Getragen vom Wohlwollen der Mainstreampresse und des öffentlich-rechtlichen Zwangs­abgabenrundfunks haben sie das Image der spießigen Verbotspartei abgelegt und verkaufen sich als bodenständige Natur- und Heimatfreunde. Ein Blick auf die umweltzerstörerische Politik der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen zeigt, dass dieses Bild nichts als Etikettenschwindel und Heuchelei ist.

Nordhessen, Landkreis Kassel. Hier liegt der Reinhardswald, ein über 200 km² großes Mittelgebirge. Er umfasst eine sehr weitläufige, sanft gewellte, zumeist dicht bewaldete und seit Jahrhunderten nahezu unbewohnte Buntsandsteinhochfläche. Der Reinhardswald ist eine der größten Waldflächen und eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands mit teils 800 Jahre altem Baumbestand. Auch die Brüder Grimm hat dieser Wald inspiriert, etliche ihrer Märchen spielen hier. Und tatsächlich könnte man bei einem Besuch des Reinhardswaldes glauben, jeden Moment Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel im Unterholz auftauchen zu sehen.

Damit dürfte es nicht mehr lange hin sein. Denn dieses einzigartige Juwel soll zerstört werden. Federführend ist ausgerechnet die Partei, die sich derzeit Heimat- und Naturliebe auf ihre Fahnen schreiben lässt. Auf dem Weg zum Windstromland Nordhessen soll der Reinhardswald bis zu 1.000 Windrädern mit einer Höhe von 150 bis 200 Metern zum Opfer fallen. Dazu wurden bereits sieben Vorranggebiete für Windanlagen ausgewiesen, um dort jeweils bis zu 20 Windräder anstelle tausender Bäume in die Natur zu pflanzen.

Der feuchte Traum jedes Grünen: Windindustrieanlagen ohne Rücksicht auf Verluste

Die Folgen werden fatal sein: »Windkraftanlagen auf die Höhenzüge deutscher Mittelgebirge zu bauen, bedeutet nicht nur Rodung von Bäumen. Intakte Ökosysteme werden zerschnitten, Böden versiegelt und Fundamente errichtet, um Windfabriken von der Höhe des Kölner Doms in den Wald zu stellen«, sagt Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der »Deutschen Wildtier Stiftung«. »Der Verlust gewachsener Wälder für die Wildtiere ist unersetzbar«, so Vahrenholt.

Und der Reinhardswald ist nur ein Beispiel von vielen: Zwei Prozent der Landesfläche sollen nach dem Willen von CDU und Grünen in Hessen mit Windrädern versiegelt und betoniert werden. Ein planwirtschaftlicher Wahnsinn, der die Umwelt zerstört und auf das Weltklima keinen Einfluss hat, sondern lediglich private Verbraucher und Unternehmen bei der Stromrechnung schröpft und gleichzeitig die Kassen der Energiewendelobby klingeln lässt. Ein Blick auf das Handeln der schwarz-grünen Landesregierung offenbart, dass die Interessen der Grünen deckungsgleich mit der Windkraftlobby sind: Die Ökoindustrie scheffelt mittlerweile Milliarden.

Immer gravierender werden dabei die Eingriffe in Umwelt und Natur und immer öfter fallen riesige Waldflächen der grünen Rodungswut zum Opfer, um neue Flächen für die Propellerkraftwerke ihrer spendenbereiten Lobby zu erschließen. Die Landesregierung plant 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen werden. Dafür müssen bis zum Siebenfachen der Fläche des von den Grünen aktuell vermeintlich beschützten Hambacher Forstes abgeholzt werden. Ein Hektar Wald bindet pro Jahr etwa eine Tonne CO2. Nur in Hessen werden dadurch 1.400 Tonnen CO2 pro Jahr nicht mehr gebunden werden können, wenn man sich auf den Bau von tausend Windrädern in Wäldern verständigt.

Dass hier Milliardengeschäfte und Ideologie, nicht aber Fakten im Vordergrund stehen, ist offensichtlich: Es gibt in Hessen keine dringend nötigen Bedarfsermittlungen für Ökostrom, keine Anpassungen der Stromproduktionskapazitäten etwa durch Repowering-Maßnahmen oder einen objektiv sinnvollen Richtwert für die nötige Windhöffigkeit, also das durchschnittliche Windaufkommen an einem bestimmten Standort. Nur die Masse der Windindustrieanlagen zählt: Als im Sommer 2017 die traurige Marke von 1.000 Windrädern gerissen wurde, jubelte der grüne Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir, man habe »eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd« im Vergleich mit anderen Bundesländern geschafft.

Besonders pervers an der Ideologie der Grünen ist, dass durch diesen massiven Eingriff nur ein winziger Beitrag für die Stromversorgung und die Energiewende geleistet wird. Nur in etwa zehn Prozent der technisch möglichen Zeit liefern die Windkraftwerke überhaupt Strom und der fehlende Strom muss auch weiterhin aus grundlastfähigen Kraftwerken
(z. B. Braunkohle) generiert werden. Die gerodeten Bäume werden jedoch keinerlei CO2 mehr binden können, das dabei ausgestoßen wird. Grüne Politik ist unterm Strich ideologisch und planwirtschaftlich, schadet der Umwelt und dem Klima und ist teuer für private Verbraucher und Unternehmen.

Im grimmschen Märchen siegt stets das Gute, auch wenn der Gegner übermächtig erscheint. Bei der Landtagswahl am Sonntag werden die Landsleute von Wilhelm und Jacob Grimm die Möglichkeit haben, gegen die Windkraftlobby, ihre politischen Unterstützer sowie gegen ihre medialen Einflüsterer zu bestehen. Wer bezahlbare, sichere und saubere Energie will, darf sein Kreuz niemals bei den Grünen machen. Ebensowenig bei CDU, SPD und Linken.

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