Grace Mugabe, die Ehefrau von Ex-Diktator Robert Mugabe, geniesst den Luxus auf Kosten ihres Volkes

Champagner, Kaviar, Diamanten

Es war einmal … ein blühendes Land in Afrika. Bis zur Unabhängigkeit 1980 hieß dieses Land Rhodesien. 4000 weiße Farmer hatten aus der britischen Kronkolonie, die seither Simbabwe heißt, die Kornkammer Afrikas gemacht. Hunger jedenfalls war in diesem Teil des Kontinents ein Fremdwort.

Bis der linke »Freiheitskämpfer« Robert Mugabe die Macht übernahm und die weißen Farmer enteignete. 37 Jahre konnte sich der Diktator mit Wahlfälschungen an der Macht halten. Vetternwirtschaft, Korruption, schwarzer Rassismus und sozialistische Planwirtschaft haben Simbabwe ruiniert. Es ist heute eines der ärmsten Länder Afrikas.

Die 12 Millionen Menschen sind auf Nahrungshilfe aus dem Ausland angewiesen.

Oder sie stochern sich auf den Müllhalden mit den Ratten die Nahrungsreste zusammen, die Mugabes Günstlingsclique ihnen übrig gelassen hat. Simbabwe hat mit die höchste AIDS-Rate Afrikas.

Jetzt hat das Militär die Schreckensherrschaft Mugabes und seiner Geheimpolizei beendet. Der 93 Jahre alte Diktator und seine 40 Jahre jüngere Frau Grace wurden vorläufig unter Hausarrest gestellt. Der Greis wollte seine luxussüchtige Ex-Sekretärin (»Gucci-Grace«), die wegen ihrer Wutausbrüche und Gewalttätigkeit gefürchtet war, zur Nachfolgerin machen.

Während die Menschen hungerten und das Gesundheitssystem zusammenbrach, schwelgte das Präsidenten-Paar in Kaviar und Champagner. Eine Geburtstagsparty für sein Luxusweib ließ sich der Diktator mal eben drei Millionen US-Dollar kosten. Nach westlichen Geheimdiensterkenntnissen sind die Mugabes tief in den Diamantenhandel verstrickt.

Unlängst erstand Grace Mugabe einen 100-Karat-Ring für 1,35 Millionen Dollar. Weil ihr die Qualität des Edelsteins nicht genügte, verklagte sie den Händler. Als Schadensersatz forderte Grace Mugabe die Beteiligung an den Firmen des Händlers oder die Überschreibung seiner Immobilien in einem der besseren Vierteln der Hauptstadt Harare.

Gegen missliebige Personen ging die exzentrische First Lady mit aller Härte vor.

Einen Journalisten ließ die Präsidenten-Gattin von der Geheimpolizei verhaften, nachdem er berichtet hatte, dass sie ihren Anhängern gebrauchte Nachthemden und Unterwäsche schenkte. Bei einem Aufenthalt in Südafrika rastete sie aus und verprügelte eine junge Frau, die sich im Hotelzimmer ihres Sohnes aufhielt.

Früher oder später dürften der Greis und »Gucci-Grace« im Exil landen: mit einer Abfindung von 10 Millionen Dollar, die er mit dem neuen Präsidenten, seinem alten Kampfgefährten Emmerson Mnangagwa, ausgehandelt haben soll, berichtet der britische ›Oberserver‹.

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