Gute Ratschläge für Afrikaner

Schalke-Boss sorgt für »Rassismus«-Eklat!

Kraftwerke für Afrika, damit weniger Bäume gefällt und weniger Kinder produziert werden? Nach dem Eklat entschuldigt der Aufsichtsratschef des FC Schalke, Clemens Tönnies

Ein Auftritt von Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef des FC Schalke, sorgt für Wirbel: Beim Tag des Handwerks in Paderborn plädierte er dafür, in Afrika Kraftwerke zu finanzieren, »dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren«.

Seit 2001 ist Clemens Tönnies Aufsichtsratsvorsitzender bei Schalke 04. Geschäftlich ist er als Boss eines Schlachtimperiums erfolgreich. Beim Tag des Handwerks in Paderborn sorgte er für einen Eklat.

Wie die ›Neue Westfälische‹ (Bielefeld) berichtete, hat Tönnies bei der Veranstaltung seine Idee geäußert, wie der Klimawandel aufgehalten werden könne. Er sei gegen höhere Steuern, fände aber die Finanzierung von 20 Kraftwerken in Afrika sinnvoll. »Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren«, zitiert das Blatt Tönnies.

Für diese Äußerung erntete er laut Bericht Kopfschütteln, aber auch Beifall. 1.600 Gäste waren bei der Veranstaltung geladen, Tönnies hielt dabei eine Festrede zum Thema »Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung«.

Am Donnerstagmorgen wurde über den ›Twitter‹-Account @ToenniesDialog, offenbar ein Firmen-Account des Lebensmittelproduzenten, ein Statement des Schalker Vorstandsvorsitzenden verbreitet:

Wenig später veröffentlichte auch Schalke 04 auf der vereinseigenen Website ein Statement. Er stehe »1.000 prozentig hinter unseren Vereinswerten. Dazu gehört der Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung«, lässt sich Tönnies zitieren. »Vor diesem Hintergrund möchte ich mich explizit bei euch, den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04, für meine Aussage beim Tag des Handwerks entschuldigen«, heißt es weiter, »sie war falsch, unüberlegt und gedankenlos und entsprach in keiner Weise unserem Leitbild. Es tut mir sehr leid.«

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