Hambacher Forst:

Polizei ermittelt gegen Waldbesetzer wegen Baumrodung

Mein Freund der Baum ist tot: die Stümpfe der mutmaßlich von selbsternannten Waldschützern gefällten Bäume im Hambacher Forst

Im Hambacher-Forst – dem zum links-grünen ideologischen Kampfgebiet ausgerufenen Waldgebiet in NRW – geht es lange schon nicht mehr um den Schutz des nur wenige Hektar großen Waldstückes. Um die jüngste Rodung von mindestens 50 Bäumen – mutmaßlich durch Aktivisten gefällt, die diese zum Bau von neuen Baumhäusern verwendet haben sollen – kümmert sich nun die Polizei.

Die Polizei hatte im Hambacher Forst mindestens 50 Baumstümpfe registriert. Nachdem ein Rodungsstopp besteht, wurden die Bäume nicht vom Energieversorgungskonzern RWE geschlagen. Irrwitzigerweise scheinen die angeblichen Baum- und Waldschützer, die sich seit Jahren im Hambacher Forst in Baumhäusern verschanzen, für den Kahlschlag verantwortlich zu sein. Denn: Die neu errichteten Baumhäuser weisen Stämme mit frischen Schnittkanten auf, berichtet die Polizei laut der Welt. »Wir unterstellen hier niemandem etwas, sondern beschreiben nur einen Zustand«, betonte ein Polizeisprecher noch am Donnerstag. Der Energiekonzern scheint nun Strafanzeige gestellt zu haben.

Der Hambacher Forst im Kreis Düren – von einigen »Beschützern« auch liebevoll »Hambi« genannt – gilt seit Jahren als links-grüne Kampfarena. Dort fechten militante »Umweltschützer« und wilde »Antifa«-Horden spätestens seit dem vergangenen Sommer ihren zum »Symbol des Widerstands gegen den Kohleabbau« verklärten ideologischen Kampf aus. Die grünen Kämpfer scheinen sich an dem Umstand, dass ihre politische Vertretung – die Grünen – die Rodung des »Hambi« mitveranlasst hat, nicht zu stören. In Regierungsverantwortung unter der damaligen SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatten die NRW-Grünen den Kohleabbau und somit die Rodung des weder als Vogelschutzgebiet noch als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Waldstückes mitverabschiedet.

Seither wurden im angeblich schützenswerten Naturraum Wald Tunnel und Erdlöcher in den ach so empfindlichen Waldboden gebuddelt und Sprengfallen angelegt. »Antifa«-Horden fielen in das kleine Waldstück ein, rodeten, wie nun wieder geschehen, Bäume für Baumhäuser und warfen im Kampf »gegen das System« Urin- und Kotbeutel sowie Sprengsätze auf Polizisten und RWE-Mitarbeiter. Im vergangenen Herbst fielen zu einer von Greenpeace und dem BUND aufgerufenen Demo rund 20.000 Teilnehmer auf einem Gelände nahe des Hambacher Forsts ein. Hunderte von Anhänger stürmten ihren »Hambi«, um sich ein Bild vor Ort vom grünen Widerstand zu machen. Die linksextremistische Gruppierung »Ende Gelände« rief zum Bau neuer Baumhäuser auf.

Dass gleichzeitig nur wenige Kilometer vom Hambacher Forst entfernt der Aachener Münsterwald abgeholzt wurde, um Platz für Windräder zu machen, störte die von Medien trotz eines Heers von verletzten Polizisten immer noch als »Umweltaktivisten« verklärten grünen Kampftruppen nicht. Von Protesten war und ist weder dort noch anderorts in Deutschland irgendetwas zu hören. Völlig egal ist es sowohl den »Hambi«-besoffenen Medien wie auch den hofierten »Aktivisten«, wenn autobahnähnliche Schneisen für die Schwertransporter durch die Wälder geschlagen werden. Denn diese sind nötig, um sowohl die riesigen Kräne wie auch die Schwerlastwagen vor Ort zu bringen, damit Merkels Energiewende – koste es, was es wolle – umgesetzt wird.

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