Der Hamburger Hauptbahnhof: Hort für Drogensüchtige, Roma-Banden, gewaltbereite Afrikaner

Wie das deutsche »Tor zur Welt« verwahrlost

»Hamburg, meine Perle«, heißt ein Song der Lokalgröße Lotto King Karl, gespielt vor jedem Heimspiel des HSV. Das Hamburger Lebensgefühl erfasst das Lied perfekt: Die schönste Stadt, die hübschesten Mädchen, das lässigste Flair.

Nicht chi-chi wie Düsseldorf, nicht schrottig wie Berlin, nicht so eitel wie München. Hamburg hatte es irgendwie, mochte auch der HSV verlieren. Hamburg war wirklich eine Perle. Doch die Perle ist kaputt. Kaputt gemacht von linker Politik, linker Justiz, linken Medien und von all den Hamburgern, die nie dagegen aufbegehrten.

Spätestens seit dem G20 wissen das alle. Eine Stadt im Ausnahmezustand, linken Gewalttätern hilflos ausgeliefert. Brennende Autos, Hunderte Verletzte. Die »Schanze« als rechtsfreier Raum, zur Plünderung freigegeben. Zerstörte Geschäfte, zerstörte Existenzen; die Versicherungen zahlen schon lange nicht mehr.

Reaktion der Linken: Schade, dass es nicht Blankenese oder Hochkamp traf. Reaktion der Hamburger: Augen zu, Klappe zu. So bleibt Bürgermeister Olaf Scholz, der die Sicherheit der Stadt wortwörtlich »garantierte«, einfach im Amt; ebenso sein überforderter Parteikollege Andy Grote, der Innensenator.

Millionenschäden, krimineller Ausnahmezustand – aber niemand nimmt die Verantwortlichen in die Pflicht.

Zu eng ist in Hamburg das Interessengeflecht zwischen Medien und Politik. Und der Bürger nickt schafig. Das Wahrzeichen der Stadt, der Hamburger Michel, trifft doppeldeutig die Wahrheit: Deutschmichelhaft-träge sind auch die Hamburger.

Denn es bedurfte gar nicht des G20, um die fortschreitende Verwahrlosung der Stadt wahrzunehmen. Über Wochen sahen Polizei und Politik tatenlos dem Treiben krimineller »Flüchtlinge« zu, die abends den Jungfernstieg terrorisierten. Der erste Mord des IS in Deutschland, begangen an einem 16-Jährigen an der Alster, harrt immer noch der Aufklärung. Dass sich der ausreisepflichtige Barmbeker Messermörder radikalisierte, war der Innenbehörde bekannt; er wollte »möglichst viele Christen töten«.

Doch ihn festzusetzen, dazu konnte sich keiner durchringen. So hatte Ahmad A. freie Hand. Verantwortlich im Sinne sozialdemokratischer Führung: Niemand.

Auch die Rauschgiftkriminalität wächst ungebrochen. In St. Georg, auf der Reeperbahn oder im Schanzenviertel wird offen gedealt.

Und der Hauptbahnhof, Entree zur Stadt, ist seit Jahren ein heruntergekommener Kriminalitätsschwerpunkt. Nicht nur aggressive Junkies und auf Taschendiebstahl spezialisierte Roma-Banden treiben dort ihr Geschäft als Facharbeiter; ihnen hinzugesellt haben sich nun gewaltbereite Afrikaner.
Die Antwort der sozialdemokratischen Politik ist immer dieselbe: Sie verweist auf Prof. Dr. Statistik. So machte es schon der glücklose Ex-Bürgermeister Ortwin Runde, so macht es auch sein früherer Innensenator Scholz. Gelernt ist gelernt. Daher heißt es mal wieder: Alles sei im Lot, die Kriminalität gehe zurück. Dass sich die Bürger nicht mehr sicher fühlten, sei einfach nur Einbildung.

Tatsächlich soll die Zahl der Wohnungseinbrüche und Fahrraddiebstähle zurückgegangen sein. Das aber könnte auch daran liegen, dass kaum einer noch Anzeige erstattet. Warum den Papierkram auf sich nehmen, wenn die Aufklärungsquoten miserabel sind? 96 von 100 Fahrraddiebstählen bleiben unaufgeklärt, 88 von 100 Einbrüchen. Bei Taschendiebstahl winken viele Polizisten schon bei der Aufnahme der Anzeige ab: Sinnlos, man habe für solche Dinge, beschönigend »Kleinkriminalität« genannt, ohnehin keine Zeit. Beleidigungen und Sachbeschädigungen werden faktisch gar nicht mehr verfolgt. Das Kaputtsparen der Polizeikräfte durch alle Altparteien macht sich bemerkbar – auch daran, dass die Beiträge der Autoversicherungen weiter steigen. Denn Autodiebstähle werden ebenfalls kaum aufgeklärt.

Ob die Kriminalität wirklich zurückgeht, ist fraglich. Vermutlich wächst überproportional die Dunkelziffer. Dass die Deutsche Bahn wie auch die Hamburger Verkehrsbetriebe Hunderte neue Sicherheitskräfte einstellen, dürfte Gründe haben.

Der Jungfernstieg: Einst Hamburger Flaniermeile – heute Terrormeile für kriminelle »Flüchtlinge«

Steil nach oben gehen die Haftzahlen. Die Hamburger Gefängnisse sind mit 110 Prozent überbelegt. Das ist ein klarer Ausweis für das Wachsen schwerer Gewaltkriminalität. Denn in anderen Fällen werden Haftstrafen gar nicht mehr verhängt. Die vier Muslime, die aus Verärgerung über den solidarischen Abdruck der Charlie-Hebdo-­Karikaturen die Redaktionsräume der ›Hamburger Morgenpost‹ in Brand steckten, bekamen alle Bewährungsstrafen; dass sie zuvor noch versucht hatten, eine Schule abzufackeln, ließ das Gericht unbeachtet.
Das ist kein Einzelfall. Seit Jahrzehnten gilt die Hamburger Strafjustiz als außerordentlich nachsichtig. Menschen mit Migrationshintergrund haben immer Aussichten auf mildernde Umstände – die manch Richter schon deshalb annehmen mag, weil der Angeklagte mit einer »Köterrasse« leben muss. Auch diese Beleidigung der Deutschen blieb ungesühnt; die Hamburger Staatsanwaltschaft hielt die Äußerung des Vorsitzenden der türkischen Elternschaft so wenig für einen Aufruf zum Rassenhass wie dessen Wunsch, Allah möge den Lebensraum der Deutschen zerstören.
Diese Rechtsprechung entspricht dem Lebensgefühl vieler Hamburger: Leben und leben lassen. In den feinen Vororten und um die Alster, Wohnort vieler Politiker wie Chefredakteure, pflegt man die Selbstsicht als »Tor zur Welt«. Dass Tore auch dazu da sind, sie gegebenenfalls zu schließen und die Falschen draußen zu halten, scheint ihnen unbekannt.

Auch dieser Ideologie der Weltoffenheit ist die Verwahrlosung der Stadt zu verdanken. So konnte, ohne hörbaren Protest, die Ausländerkriminalität in zehn Jahren um 65 Prozent steigen.

Ausländer stellen nur 15 Prozent der Bevölkerung, aber 47 Prozent der Tatverdächtigen und 67 Prozent der Inhaftierten.

Für die Hamburger Oberschicht in ihren hochgesicherten Villen und Altbauwohnungen kein Problem. Denn die Folgen der Weltoffenheit tragen andere – die Bewohner der weniger feinen Gegenden. Sie müssen mit der Entwertung ihres Wohnungseigentums leben, mit den immer schlechteren Schulen, mit dem Verlust der öffentlichen Sicherheit. Im elitären Christianeum merkt man davon so wenig wie im Groß-Flottbeker Poloclub.


Dr. Nicolaus Fest

war bis September 2014 stellvertretender Chefredakteur der ›Bild am Sonntag‹. Seit Oktober 2017 ist er Autor des Deutschland-KURIER.

QUELLEBilder: imago
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