»Hass ist das zentrale Element linker Politik«

Wutrede der konservativen schwarzen Bloggerin Candace Owens

Candace Owens: »Ich werde mich in diesem Land nicht als Opfer inszenieren, auch wenn das viele Linke wurmt«

Das haben sich die Linken im US-Kongress anders vorgestellt: Mit einer Anhörung über »Hassverbrechen und weißen Rassismus« wollten sie Donald Trump in die Nähe von Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan rücken. Doch die junge schwarze Aktivistin Candace Owens las ihnen in einem viralen Auftritt stattdessen die Leviten.

Seit Donald Trump am 16. Juni 2015 die Rolltreppe im Trump Tower hinabfuhr und seine Präsidentschaftskandidatur ankündigte, u. a. mit dem Hinweis, dass »Vergewaltiger« über die Grenze zu Mexiko ins Land kämen, behauptet die Linke völlig wahrheitswidrig, Trump hätte alle Mexikaner als Vergewaltiger bezeichnet.

Bei den gewaltsamen Demos in Charlottesville, Virginia, wo Linke eine Statue des Südstaatengenerals Robert E. Lee niederreißen wollten, fuhr am 12. August 2017 ein psychisch gestörter Rechtsextremer mit seinem Auto in die Menge, verletzte 19 Menschen und tötete die 32-jährige Heather Heyer. Als Trump Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan eindeutig verurteilte, jedoch davon sprach, dass es »auf beiden Seiten gute Leute« gegeben hätte und dass die Linksextremen zuerst angegriffen hätten, war für die Linke der Beweis vollbracht, dass Trump ein weißer Rassist sei. »White Supremacist« ist seitdem in den USA ein Totschlagwort, das der »Nazi-Keule« in Deutschland entspricht.

Obwohl Donald Trump der erste US-Präsident mit jüdischen Enkelkindern ist, den ersten offen schwulen Redner auf einen republikanischen Parteitag eingeladen hat und die erste schwarze Frau zum General der Marineinfanterie ernannt hat, bestehen die Demokraten mangels besserer Argumente und Kandidaten darauf, den gewählten Präsidenten als Rassisten, Sexisten, Juden- und Schwulenfeind darzustellen.

Mit einer Anhörung zum Thema Hassverbrechen und der Zunahme des weißen Rassismus wollten die Demokraten am Dienstag im Repräsentantenhaus Trump in die Nähe der Terroranschläge von Christchurch und Pittsburgh rücken. Als Kronzeuge für die Opfer des Islamhasses luden die Demokraten den Arzt Mohammad Abu-Salha ein, dessen beiden Töchter von einem Nachbarn brutal erschossen wurden.

Ihre republikanischen Kollegen machten ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung, indem sie eigene Zeugen einluden. Erst wies Mort Klein, Vertreter der Zionist Organisation of America, darauf hin, dass die meisten Hassverbrechen in USA gegen Juden begangen, und die meisten dieser antisemitischen Anschläge von Linken und Moslems verübt werden.

Dann redete Candace Owens, die als Trump-freundliche YouTuberin »Red Pill Black« Berühmtheit erlangt hatte und mittlerweile für die konservative Studentenbewegung »Turning Point USA« arbeitet. Sie hat eine Bewegung namens »Blexit« gegründet, um Schwarze zu ermutigen, die – wie sie es nennt – »Sklavenplantage« der Demokratischen Partei zu verlassen, die sie nur als Stimmvieh missbrauchten.

Wir dokumentieren ihre Rede in deutscher Übersetzung:

»Meine Damen und Herren, viele Pressevertreter haben sich gewundert, dass ich heute hier bin. Denn viele wissen nicht, dass ich als junge Frau Opfer eines Hassverbrechens wurde. Darüber wird nicht so oft berichtet, denn ich passe den Mainstream-Medien nicht in ihr linkes Weltbild: Ich bin schwarz, aber unterstütze nicht die Demokraten, sondern Präsident Trump. Ich engagiere mich für Themen, die tatsächlich die schwarze Gemeinde tangieren.

Es ist mir eine besondere Ehre, heute hier zu sein, denn hinter mir sitzt mein 75-jähriger Großvater. Ich sah mich immer als Kind meines Großvaters: Ich habe meinen Sinn für Humor, meine Leidenschaft und meinen Fleiß von ihm geerbt. Mein Großvater wuchs als Erntehelfer auf einer Farm in den Südstaaten zur Zeit der Rassentrennung auf. Als er klein war, hatten Begriffe wie Rassismus und weißer Nationalismus aufgrund der Rassengesetze der Demokratischen Partei noch eine echte Bedeutung. Sein erster Job mit fünf Jahren war es, auf dem Dachboden Tabak zu trocknen. Er wurde Baumwollpflücker und bekam es mit der demokratischen Terrorgruppe namens Ku-Klux-Klan zu tun, die es auf seinen Vater abgesehen hatte. Sie kam regelmäßig bei ihnen vorbei und schoss auf ihr Haus.

Meine jungen Jahre durfte ich im Haus meines Großvaters verbringen. Was dieses Gremium jedoch vielleicht schockieren wird: Niemals hat mein Großvater mir gesagt, es gäbe Dinge im Leben, die ich aufgrund meiner Hautfarbe nicht tun könne. Niemals hat mein Großvater einen Groll auf Weiße gehegt. Er brachte mir niemals bei, mich aufgrund meiner Herkunft als Opfer zu sehen. Er brachte mir stattdessen bei, an Gott zu glauben, an die Familie, an Fleiß und Arbeit. Das waren die Werte meiner Kindheit. 

Es gibt keinen vernünftigen Menschen, der heute allen Ernstes behaupten würde, die USA seien heute rassistischer oder weiß-nationalistischer, als sie es waren, als mein Großvater in den Südstaaten aufwuchs. Aber diese Begriffe werden heute inflationär verwendet, und nur zu einem Zweck: Um dunkelhäutigen Menschen Angst zu machen. Das scheint das Narrativ zu sein, das alle vier Jahre zum Präsidentschaftswahlkampf wieder ausgepackt wird.

Was wir dagegen niemals hören, ist zum Beispiel die Tatsache, dass 75% der schwarzen Jungs im Bundesstaat Kalifornien nicht gelernt haben, auf Hauptschulniveau zu lesen. In schwarzen Innenstädten wie Baltimore erreichte in fünf Highschools und einer Mittelschule 2016 kein einziger Schüler in Mathe oder Lesen das geforderte Niveau. Die schwarze Alleinerziehendenquote lag in den 60er-Jahren bei 23%. Nun sind es 74%. Warum machen Sie dazu nicht einmal eine Anhörung?

In Städten wie New York werden mehr schwarze Babys abgetrieben als geboren werden, und der Demokratische Gouverneur des Staates New York lässt die Wolkenkratzer erleuchten, um ein neues Gesetz zu feiern, das die Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt erlaubt. Langer Rede, kurzer Sinn: Für die wahren Missstände in der schwarzen Gemeinde sind keine weißen Nationalisten verantwortlich, sondern linke Politik.  

Um das ganz klar zu sagen: Bei dieser Anhörung geht es nicht um weiße Nationalisten oder Hassverbrechen, sondern darum, Ängste zu schüren, um sich politische Macht und Kontrolle zu sichern. Es ist eine Vorschau auf die Wahlkampfstrategie der Demokraten 2020, die dieselbe wie 2016 sein wird.  

Sie schieben es auf Facebook, Google und Twitter, weil die sozialen Medien ihre Dominanz über die Gehirne der Menschen gebrochen haben. Diese Anhörung wurde einberufen, weil Sie glauben, dass ohne die sozialen Medien Stimmen wie meine nicht existieren würden, dass es ohne sie meine Bewegung Blexit, mit der ich Schwarze ermutigen will, der Demokratischen Partei den Rücken zuzukehren, nicht geben würde, und dass Donald Trump niemals Präsident geworden wäre. Nachdem Ihnen das Russlandverschwörungsmärchen auf die Füße gefallen ist, suchen Sie jetzt den nächsten Buhmann. 

Was Sie dabei jedoch verschweigen, ist, dass Sie einfach die Bewertungskriterien und die Definition von Hassverbrechen verändert haben und mehr Stellen eingerichtet haben, um Hassverbrechen zu melden, um so die Zahlen zu manipulieren. Das Ziel ist, Schwarze, Latinos, Schwule und Moslems zu instrumentalisieren, um andere Meinungen zu zensieren, damit Sie wieder die Kontrolle über die Weltsicht in diesem Land erringen können, die Ihnen Ihrer Ansicht nach geraubt wurde.

Sie glauben, dass Präsident Trump nicht der rechtmäßige Sieger über Hillary Clinton ist. Wenn Sie tatsächlich den weißen Nationalismus bekämpfen wollten, sollten Sie Anhörungen über die »Antifa« machen, eine gewalttätige, durch und durch weiße Terrorbande, die mich letzten August aus einem Restaurant in Philadelphia vertrieben hat, weil ich ihrer Ansicht nach kein Recht hatte, dort zu sein. Sie haben mich, eine schwarze Frau, auf die Straße gejagt und beschimpften die schwarzen und Latino-Polizisten als ›Rassenverräter‹, als diese mich von ihren gewalttätigen Übergriffen abschirmten. Ich wurde mit Wasserbechern und Eiern beworfen. Davon hat man in den linken Medien nichts gehört. Wenn die Medien etwas gegen Hassverbrechen unternehmen wollen, sollten sie zuerst einmal in den Spiegel gucken, bei all dem Hass, den sie in unserem Land verursacht haben.

Fazit ist, dass Begriffe wie Rassismus, weißer Nationalismus und der Glaube an die Überlegenheit der weißen Rasse (White Supremacy) früher einmal Bedeutung hatten, aber nun sind sie nichts weiter als Wahlkampftaktik. Alle vier Jahre werden der schwarzen Gemeinde Almosen und Angst verabreicht. Almosen und Angst. Die Forderung nach Reparationen [für die Sklaverei – Anm. d. Red.] und der Vorwurf des weißen Nationalismus – das ist bereits eine Vorschau auf den Wahlkampf der Demokraten 2020.  

Natürlich ist unsere Gesellschaft nicht perfekt, dazu haben wir heute einige Zeugen gehört. Es gibt immer wieder böse Menschen und Taten, und das muss verurteilt werden. Aber meiner Meinung nach wird das Erbe und die Geschichte schwarzer Amerikaner jeden Tag aufs Neue beleidigt und instrumentalisiert. Ich werde mich in diesem Land nicht als Opfer inszenieren, auch wenn das viele Linke wurmt. Mir geht es um die wirklichen Probleme der Schwarzen in diesem Land.  

Der größte Skandal der amerikanischen Politik ist es, dass die Demokraten seit Jahren Minderheiten missbrauchen und belügen, und uns einreden wollen, dass wir nichts sein können als Opfer. Unser Scheitern ist dadurch schon vorprogrammiert. Rassen- und Klassenhass ist das zentrale Element der linken Politik: Sie wollen, dass die Schwarzen die Weißen hassen, die Armen die Reichen und bald werden es vermutlich die Großgewachsenen gegen die Kleinwüchsigen sein.«

Candace Owens‘ Rede auf Youtube

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